Alles was Sie wissen müssen, wenn Sie einen Treppenlift in München kaufen möchten.
Wussten Sie, dass die Stadt München ein eigenes Baudarlehen für den behindertengerechten Umbau anbietet – und der Treppenlift dort ausdrücklich als förderfähige Maßnahme genannt wird? Dazu kommt das Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen, das Umbauten nicht nur berät, sondern plant und begleitet. Wichtig ist, womit Sie nicht rechnen sollten: Der Zuschuss der Pflegekasse richtet sich nach der Person, nicht nach dem Gerät – für einen Plattformlift gibt es keinen höheren Betrag als für einen Sitzlift. Und der KfW-Zuschuss ist seit Ende Juli 2026 gestoppt.
Auf dieser Seite erfahren Sie, was ein Treppenlift in München kostet, welche Zuschüsse es tatsächlich gibt, wie Sie als Mieter oder in einer Eigentümergemeinschaft vorgehen und worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten: Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet rund 4.000 bis 8.000 Euro, für eine kurvige Treppe 8.000 bis 15.000 Euro. Plattformlifte für Rollstühle liegen darüber.
- Pflegekasse: 4.180 Euro je pflegebedürftiger Person, ab Pflegegrad 1 – unabhängig vom Lifttyp. Bei zwei Berechtigten im Haushalt sind es 8.360 Euro.
- Stadt München: Baudarlehen für den behindertengerechten Umbau, Treppenlift ausdrücklich genannt. Dazu Beratung und Begleitung über das Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen.
- Bayern: Das Landesprogramm richtet sich an Vermieter von Gebäuden ab drei Wohnungen – für das selbstgenutzte Eigenheim kommt es nicht infrage.
- KfW: Der Zuschuss ist seit Ende Juli 2026 gestoppt. Verfügbar bleibt der zinsverbilligte Kredit Nr. 159 mit bis zu 50.000 Euro.
- Immer gilt: erst beantragen, dann beauftragen. Keine Stelle fördert rückwirkend.
Was kostet ein Treppenlift in München?
Der größte Preisfaktor ist der Treppenverlauf. Bei einer geraden Treppe wird eine Standardschiene abgelängt; bei Kurven, Podesten oder einer Wendelung muss die Schiene nach Aufmaß gefertigt werden. Das erklärt, warum sich die Preise fast verdoppeln können.
Richtwerte inklusive Montage. Stand: Oktober 2026.
Ein wichtiger Hinweis zur Förderung:
- Manche Übersichten ordnen jedem Lifttyp einen eigenen Zuschussbetrag zu – etwa 4.000 Euro für Sitzlifte und 8.000 Euro für Plattformlifte.
- Diese Staffelung gibt es nicht.
- Der Zuschuss der Pflegekasse bemisst sich nach der pflegebedürftigen Person, nicht nach dem Gerät.
Was den Preis zusätzlich beeinflusst: Länge der Fahrstrecke und Zahl der Etagen, Ausstattung wie klappbarer Sitz, Fernbedienung oder Ladestationen an beiden Enden, bauliche Anpassungen wie das Versetzen eines Heizkörpers und der Aufwand beim Stromanschluss.
In München lohnt der Blick auf den Gebäudetyp. In Altbauvierteln wie der Maxvorstadt, Schwabing oder Haidhausen sind die Treppenhäuser oft gewendelt und stehen teils unter Denkmalschutz – dort wird meist eine Sonderanfertigung nötig. In Nachkriegs- und Siedlungsbauten sind die Treppen überwiegend gerade; hier entscheidet die nutzbare Restbreite darüber, ob ein Sitzlift zulässig ist. Als Faustregel gilt eine Treppenbreite ab etwa 70 Zentimetern; der zusammengeklappte Lift braucht davon rund 30 Zentimeter.
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift?
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift für 1 oder 2 Etagen?
Weiterführend: Treppenlifte für enge, schmale und steile Treppen: Anbieter, Kosten & Förderung
Lieferzeit und Montage: Standardlifte für gerade Treppen sind oft innerhalb weniger Wochen verfügbar, kurvige Ausführungen brauchen wegen der maßgefertigten Schiene meist vier bis acht Wochen. Die Montage selbst dauert bei einem geraden Sitzlift häufig nur wenige Stunden, bei Kurven- und Plattformliften entsprechend länger.
Laufende Kosten: Die jährliche Wartung kostet rund 150 bis 300 Euro, der Stromverbrauch liegt meist unter 50 Euro im Jahr. Die Akkus halten typischerweise vier bis sechs Jahre.
Mieten, kaufen oder gebraucht?

Die Miete eines Treppenlifts kostet üblicherweise 50 bis 150 Euro im Monat plus einer einmaligen Pauschale für Ein- und Ausbau; viele Anbieter setzen eine Mindestlaufzeit von sechs bis zwölf Monaten an. Bei 100 Euro im Monat zuzüglich 1.500 Euro Einbaupauschale sind nach gut drei Jahren rund 5.100 Euro erreicht – ungefähr der Kaufpreis eines geraden Sitzlifts.
Miete lohnt sich deshalb vor allem nach einer Operation oder in einer Reha-Phase. Sobald die Einschränkung dauerhaft ist, ist Kauf günstiger – und nur beim Kauf greifen die Zuschüsse in voller Höhe, denn Pflegekasse und Förderstellen bezuschussen eine Anschaffung, keine Mietzahlungen.
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift zur Miete?

Gebrauchte Lifte
Sind bei geraden Treppen eine sinnvolle Option. Rechnen Sie die Ersparnis aber ehrlich durch: Was auf dem Papier nach einem großen Preisvorteil aussieht, schrumpft durch Anpassung der Schiene, Transport, Montage und Prüfung oft auf einen überschaubaren Rest zusammen. Bei kurvigen Treppen scheitert der Gebrauchtkauf fast immer an der maßgefertigten Schiene, die sich nicht übertragen lässt.
Achten Sie auf den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung: Beim Kauf von einem Händler gilt die gesetzliche Gewährleistung, die bei gebrauchten Sachen auf ein Jahr verkürzt werden kann. Eine darüber hinausgehende Herstellergarantie ist freiwillig – lassen Sie sich schriftlich geben, was zugesagt wird und wer im Störungsfall kommt. Beim Privatkauf entfällt die Gewährleistung in der Regel vollständig.
Förderung in München

Pflegekasse: 4.180 Euro je Person
Der wichtigste Baustein. Die Pflegekasse zahlt für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro – als einmaligen Zuschuss, nicht als Darlehen.
Entscheidend ist: Der Betrag gilt pro pflegebedürftiger Person, nicht pro Lifttyp. Ein Plattformlift wird also nicht höher bezuschusst als ein Sitzlift. Leben mehrere Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, summiert sich der Anspruch allerdings: 8.360 Euro bei zwei Personen, 12.540 Euro bei drei und 16.720 Euro bei vier – das gesetzliche Maximum, das auch für Wohngruppen gilt. Jede Person stellt dabei einen eigenen Antrag bei ihrer Pflegekasse.
Voraussetzungen: ein anerkannter Pflegegrad zwischen 1 und 5 sowie eine Maßnahme in der häuslichen Umgebung – im Pflegeheim greift die Förderung nicht. Mieter brauchen die Zustimmung des Vermieters. Entscheidend ist, dass die Pflegekasse den Antrag vor dem Einbau bewilligt.
Der Zuschuss ist nicht einmalig. Er gilt je Maßnahme, nicht ein Mal im Leben. Ändert sich die Pflegesituation so, dass weitere Anpassungen nötig werden, können Sie ihn erneut beantragen – wer heute den Treppenlift bezuschusst bekommt, kann später für die bodengleiche Dusche wieder einen Antrag stellen.
Weiterführend: Bei welchem Pflegegrad bekommt man einen Treppenlift?
Weiterführend: Welche Förderprogramme gibt es für altersgerechtes Wohnen?
Weiterführend: Welche Zuschüsse gibt es für Treppenlifte bei Pflegegrad 1, 2, 3, 4 und 5?

Stadt München: Baudarlehen und Kompetenzzentrum
Hier liegt der Münchner Vorteil, den viele Übersichten übersehen.
Baudarlehen für Menschen mit Schwerbehinderung: Die Stadt fördert den behindertengerechten Umbau einer Eigentums- oder Mietwohnung. Als förderfähige Maßnahmen sind unter anderem der Treppenlift, der Bad- oder Küchenumbau und die Rollstuhlrampe genannt. Voraussetzung ist eine anerkannte Schwerbehinderung; die Konditionen und Antragsunterlagen finden Sie im Dienstleistungsfinder der Stadt.
Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen: Getragen vom Verein Stadtteilarbeit, berät es nicht nur, sondern plant und begleitet Umbauten. Über diese Stelle können Münchnerinnen und Münchner bei erfüllten persönlichen Voraussetzungen zusätzlich eine Zuwendung beantragen. Für die meisten ist das der sinnvollste erste Anlaufpunkt, weil hier bauliche Planung und Förderung zusammenlaufen.
Alten- und Service-Zentren: Über das Stadtgebiet verteilt bieten sie eine wohnortnahe Grundberatung zur Wohnungsanpassung für ältere Menschen – der niedrigschwelligste Einstieg, wenn Sie noch unsicher sind, welche Lösung überhaupt passt.
Beratung für Menschen mit Behinderung:
Daneben gibt es in München mehrere spezialisierte Beratungsstellen, darunter der Club Behinderter und ihrer Freunde, die Vereinigung Integrations-Förderung und die Offene Behindertenarbeit des Caritasverbands München und Freising.
Freistaat Bayern: nur für Vermieter
Das zentrale Landesprogramm ist das Bayerische Modernisierungsprogramm – ein zinsverbilligtes Darlehen der BayernLabo mit ergänzenden Zuschüssen. Barrierefreiheit ist grundsätzlich förderfähig; genannt werden unter anderem die Nachrüstung von Aufzügen sowie Maßnahmen nach DIN 18040-2.
Für die meisten Leser dieser Seite ist das Programm allerdings nicht relevant:
- Es fördert Mietwohngebäude mit mindestens drei Wohnungen sowie stationäre Pflegeeinrichtungen.
- Antragsberechtigt sind deren Eigentümer, Erbbauberechtigte und Nießbraucher.
- Für einen Treppenlift im selbstgenutzten Einfamilienhaus kommt es nicht infrage.
Interessant ist es dagegen für Vermieter und Wohnungsunternehmen. Eine Besonderheit für München: Die Landeshauptstadt ist – neben den Regierungen sowie Augsburg und Nürnberg – selbst Bewilligungsstelle für dieses Programm. Weil die Richtlinien befristet sind, sollten Sie den aktuellen Stand vor der Planung bei der Stadt oder der BayernLabo erfragen.
Was mit der KfW ist
Der KfW-Zuschuss „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung" ist seit Ende Juli 2026 gestoppt. Die vom Bundesbauministerium für 2026 bereitgestellten Mittel sind vollständig mit Anträgen belegt, neue Anträge sind nicht möglich. Bestehende Zusagen bleiben gültig, bereits eingegangene Anträge werden weiter bearbeitet.
Das Programm war im April 2026 schon einmal wiedereröffnet worden, ausgestattet mit 50 Millionen Euro – und war Ende Juli bereits wieder erschöpft. Ob und wann es erneut öffnet, ist offen; die KfW informiert darüber auf ihrer Produktseite. Zur Einordnung, falls es wieder anläuft: Einzelmaßnahmen wurden zuletzt mit 10 Prozent der Kosten bis maximal 2.500 Euro gefördert. Höhere Beträge gelten nur für den Standard „Altersgerechtes Haus", also eine umfassende Sanierung.

Weiterhin verfügbar ist der zinsverbilligte KfW-Kredit Nr. 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit. Er kommt infrage, wenn die Zuschüsse den Eigenanteil nicht abdecken. Die Konditionen ändern sich laufend – den aktuellen Zinssatz erfahren Sie bei Ihrer Hausbank.
Weiterführend: Alles zur KfW-Förderung für Treppenlifte
Weitere Kostenträger und die Steuer

Die Krankenkasse zahlt in aller Regel nicht. Ein Treppenlift gilt nicht als Hilfsmittel im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung, weil er fest mit dem Gebäude verbunden ist.
Weiterführend: Alle Infos zur Treppenlift-Förderung durch Krankenkassen
Die Berufsgenossenschaft kommt infrage, wenn die Einschränkung Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls ist. Dann wird der Lift als Leistung zur Teilhabe übernommen, oft deutlich großzügiger als über die Pflegekasse.
Das Sozialamt kann im Rahmen der Hilfe zur Pflege einspringen, wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen. Diese Leistung ist nachrangig gegenüber allen anderen Töpfen.
Weiterführend: Übernimmt das Sozialamt die Kosten?
Steuerlich lässt sich der selbst getragene Teil als außergewöhnliche Belastung geltend machen, wenn die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen ist – das Finanzamt rechnet dabei eine zumutbare Eigenbelastung an. Alternativ können Sie die Lohnkosten des Einbaus als Handwerkerleistung ansetzen und 20 Prozent davon direkt von der Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 Euro im Jahr.
Geförderte Beträge zählen nicht mit, und beide Wege lassen sich für denselben Betrag nicht kombinieren. Lassen Sie sich die Rechnung so ausstellen, dass Arbeits- und Materialkosten getrennt ausgewiesen sind.
Weiterführend: Treppenlift von der Steuer absetzen
Mietwohnung und Eigentümergemeinschaft

München ist eine Mieterstadt, und der Großteil der Wohnungen liegt in Mehrfamilienhäusern. Entsprechend häufig stellt sich die Frage nach der Zustimmung.
Als Mieter haben Sie einen Anspruch darauf, dass der Vermieter einer angemessenen baulichen Veränderung zur barrierefreien Nutzung zustimmt. Die Kosten tragen Sie selbst, und der Vermieter kann einen Rückbau beim Auszug verlangen – lassen Sie sich die Vereinbarung dazu schriftlich geben, bevor Sie beauftragen. Für die Förderanträge brauchen Sie die Zustimmung ohnehin.
Weiterführend: Wann darf der Vermieter den Einbau eines Treppenlifts verweigern?
In einer Eigentümergemeinschaft haben Sie seit der Reform des Wohnungseigentumsrechts einen vergleichbaren Anspruch: Angemessene bauliche Veränderungen für die Barrierefreiheit können Sie verlangen, müssen sie aber selbst bezahlen. Beschlossen wird in der Eigentümerversammlung; planen Sie den zeitlichen Vorlauf bis zur nächsten Versammlung ein.
Weiterführend: Treppenlift im WEG-Recht – Was gilt für Eigentümergemeinschaften?
Beim Denkmalschutz – in München betrifft das viele Gründerzeitbauten in Schwabing, Haidhausen und der Maxvorstadt – ist bei Eingriffen in das Treppenhaus eine denkmalrechtliche Abstimmung nötig. Ein Lift an der Treppenwange ist meist unproblematisch, Eingriffe in ein historisches Geländer dagegen nicht. Klären Sie das früh.
So gehen Sie in der richtigen Reihenfolge vor

Der häufigste und teuerste Fehler ist die falsche Reihenfolge: Wer den Lift bestellt und danach Anträge stellt, bekommt von keiner Stelle Geld.
Schritt 1 – Beratung
- Starten Sie beim Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen oder, für eine erste Orientierung, beim Alten- und Service-Zentrum in Ihrem Viertel.
Schritt 2 – Zustimmung klären
- Bei einer Mietwohnung oder Eigentumswohnung früh die Zustimmung einholen; sie ist Voraussetzung für die Förderanträge.
Schritt 3 – Kostenvoranschläge
- Zwei bis drei Angebote einholen.
- Die Förderstellen verlangen einen detaillierten Kostenvoranschlag mit getrennten Material- und Lohnkosten – den brauchen Sie später auch für die Steuer.
Schritt 4 – Pflegekasse
- Falls ein Pflegegrad vorliegt, hier zuerst beantragen.
- Die Pflegekasse ist vorrangiger Kostenträger.
Schritt 5 – Stadt München
- Baudarlehen beziehungsweise Zuwendung über die zuständige Stelle beantragen.
Schritt 6 – Auftrag erteilen
- Erst jetzt, nach Eingang der Bewilligungen.
Rechnen Sie von der ersten Beratung bis zum fertigen Lift mit mehreren Wochen bis wenigen Monaten.
Welcher Lift passt zu Ihrer Treppe?

Der Sitzlift ist die häufigste Lösung für alle, die noch selbstständig sitzen und sich auf den Sitz setzen können. Die Schiene wird an den Stufen befestigt, nicht an der Wand – in Altbauten mit historischem Putz ein praktischer Vorteil.
Der Stehlift ist eine Variante für sehr schmale Treppenhäuser und für Menschen, denen das Hinsetzen schwerfällt, etwa bei versteiftem Hüft- oder Kniegelenk. Er braucht ausreichend Kopffreiheit.
Der Plattformlift befördert einen Rollstuhl samt Nutzer. Er braucht deutlich mehr Platz und kostet mehr, ist aber die einzige Lösung für Menschen, die nicht umsetzen können.
Der Hublift überwindet geringe Höhen, typischerweise die Stufen am Hauseingang.
Der Homelift fährt wie ein kleiner Aufzug senkrecht durch die Geschosse. Er braucht einen Deckendurchbruch und ist die teuerste Variante, dafür unabhängig vom Treppenverlauf.

Zur Sicherheitstechnik:
Moderne Lifte stoppen über Sensoren an der Unterseite des Fußbretts bei Hindernissen, laufen im Akkubetrieb auch bei Stromausfall und verfügen über einen Notablass, mit dem sich der Lift im Störungsfall nach unten bewegen lässt. Lassen Sie sich diese Funktionen bei der Einweisung auf jeden Fall zeigen.
Anbieter in München: worauf Sie achten sollten

Der Treppenlift-Markt ist stark von Vermittlern geprägt. In Branchenverzeichnissen finden sich viele Einträge mit dem Stadtnamen im Firmennamen – dahinter stehen häufig Vermittlungsgesellschaften, die Ihre Anfrage weiterreichen, nicht der Betrieb, der am Ende montiert und wartet. Das ist nicht per se schlecht, aber Sie sollten wissen, mit wem Sie es zu tun haben.
Statt einzelne Betriebe anzufragen, können Sie über unseren kostenlosen Vergleich die Angebote mehrerer geprüfter Anbieter erhalten und Preise und Leistungen direkt gegenüberstellen.
Wartung und Lebensdauer

Ein Treppenlift hält bei regelmäßiger Wartung 15 bis 20 Jahre. Die jährliche Wartung umfasst die Prüfung von Antrieb, Schiene, Sicherheitssensoren und Akkus und kostet rund 150 bis 300 Euro.
Die Akkus sind das Verschleißteil: Sie halten typischerweise vier bis sechs Jahre, der Austausch liegt im niedrigen dreistelligen Bereich.
Die Herstellergarantien bewegen sich je nach Anbieter und Bauteil zwischen zwei und zehn Jahren – lassen Sie sich genau zeigen, welches Teil wie lange abgedeckt ist, denn für Antrieb, Schiene und Akku gelten oft unterschiedliche Fristen.
Fazit

In München lassen sich für einen Treppenlift mehrere Wege kombinieren: 4.180 Euro von der Pflegekasse bei einem Pflegegrad und das städtische Baudarlehen, das den Treppenlift ausdrücklich als förderfähige Maßnahme nennt. Dazu kommt mit dem Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen eine Stelle, die den Umbau nicht nur berät, sondern plant und begleitet.
Zwei Dinge sollten Sie nicht einrechnen: einen höheren Pflegekassen-Zuschuss für Plattformlifte – den gibt es nicht – und den KfW-Zuschuss, der derzeit nicht zur Verfügung steht. Das bayerische Landesprogramm richtet sich an Vermieter von Gebäuden ab drei Wohnungen und hilft Eigenheimbesitzern nicht weiter.
Der beste erste Schritt ist ein Anruf beim Kompetenzzentrum oder beim Alten- und Service-Zentrum in Ihrem Viertel. Dort klärt sich, welche Lösung baulich passt und welche Stellen für Sie infrage kommen – bevor Sie ein Angebot unterschreiben.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Treppenlift in München?
Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet rund 4.000 bis 8.000 Euro, für eine kurvige Treppe 8.000 bis 15.000 Euro. Plattformlifte für Rollstühle liegen bei 9.000 bis 20.000 Euro. Hinzu kommen rund 150 bis 300 Euro Wartung im Jahr.
Gibt es für Plattformlifte einen höheren Zuschuss?
Nein. Der Zuschuss der Pflegekasse bemisst sich nach der pflegebedürftigen Person, nicht nach dem Lifttyp. Für einen Plattformlift gibt es denselben Betrag wie für einen Sitzlift: 4.180 Euro je Person.
Wie viel zahlt die Pflegekasse?
4.180 Euro je pflegebedürftiger Person, ab Pflegegrad 1. Leben mehrere Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, summiert sich der Betrag bis zum gesetzlichen Maximum von 16.720 Euro bei vier Berechtigten. Jede Person stellt einen eigenen Antrag, und die Bewilligung muss vor dem Einbau vorliegen. Der Zuschuss gilt je Maßnahme und kann bei veränderter Pflegesituation erneut beantragt werden.
Fördert die Stadt München einen Treppenlift?
Ja. Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung können ein Baudarlehen für den behindertengerechten Umbau beantragen; der Treppenlift ist dort ausdrücklich als förderfähige Maßnahme genannt. Über das Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen ist bei erfüllten Voraussetzungen zusätzlich eine Zuwendung möglich.
Wo bekomme ich in München Beratung?
Beim Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen des Vereins Stadtteilarbeit, das Umbauten plant und begleitet, sowie bei den Alten- und Service-Zentren für eine wohnortnahe Grundberatung. Für Menschen mit Behinderung gibt es mehrere spezialisierte Beratungsstellen.
Kann ich bayerische Landesförderung nutzen?
Für ein selbstgenutztes Eigenheim in der Regel nicht. Das Bayerische Modernisierungsprogramm fördert Mietwohngebäude ab drei Wohnungen und stationäre Pflegeeinrichtungen. Für Vermieter kann es interessant sein – die Landeshauptstadt München ist selbst Bewilligungsstelle.
Gibt es noch KfW-Förderung?
Der Zuschuss ist seit Ende Juli 2026 gestoppt, weil die Mittel für 2026 ausgeschöpft sind. Bestehende Zusagen bleiben gültig. Der zinsverbilligte KfW-Kredit Nr. 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit steht weiterhin zur Verfügung.
Muss ich den Antrag vor dem Kauf stellen?
Ja, bei allen Programmen. Keine Stelle fördert rückwirkend. Wer den Lift bestellt, bevor die Bewilligung vorliegt, verliert den Anspruch.
Darf ich als Mieter einen Treppenlift einbauen?
Sie haben einen Anspruch darauf, dass der Vermieter einer angemessenen baulichen Veränderung zur barrierefreien Nutzung zustimmt. Die Kosten tragen Sie selbst, und der Vermieter kann einen Rückbau beim Auszug verlangen. Halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest.
Wie läuft es in einer Eigentümergemeinschaft?
Seit der Reform des Wohnungseigentumsrechts können Sie angemessene bauliche Veränderungen für die Barrierefreiheit verlangen und tragen die Kosten selbst. Beschlossen wird in der Eigentümerversammlung – planen Sie den zeitlichen Vorlauf ein.
Zahlt die Krankenkasse einen Treppenlift?
In aller Regel nicht, weil er fest mit dem Gebäude verbunden ist und damit nicht als Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung gilt. Anders liegt der Fall bei einem Arbeits- oder Wegeunfall – dann ist die Berufsgenossenschaft zuständig.
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