Photovoltaik-Förderung in Sachsen 2026: Das müssen Sie wissen

Photovoltaik-Förderung in Sachsen 2026: Das müssen Sie wissen

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Wussten Sie, dass in Sachsen private Haushalte bis zu 20 % Zuschuss für Stromspeicher erhalten – zusätzlich zur EEG-Vergütung? Die PV-Förderung im Freistaat 2026 attraktiver denn je. Ob auf dem Einfamilienhaus in Leipzig oder auf dem Carport in Chemnitz – wer sich für Solarstrom entscheidet, kann von einer Vielzahl an Fördermöglichkeiten profitieren. Neben bundesweiten Angeboten wie dem KfW-Kredit 270 unterstützt auch Sachsen mit eigenen Programmen und attraktiven Zuschüssen.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Photovoltaik-Förderungen aktuell im Bundesland Sachsen und deutschlandweit gelten, wie Sie diese geschickt kombinieren und worauf Sie bei der Antragstellung achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • EEG-Vergütung: Bis zu 12,35 ct/kWh für Volleinspeisung kleiner Anlagen; halbjährliche Degression.
  • KfW-Förderung: Kredite ab 25.000 €, mit optionalem Tilgungszuschuss, über das Programm 270.
  • Sachsenkredit „Energie und Speicher: Kredite von 35.000 bis 5 Millionen € mit bis zu 20 % Zuschuss für Speicher.
  • Balkonkraftwerke: 300 € Zuschuss für Mieter, Antrag bis 30. Juni 2026.
  • EU-Förderung für Gemeinschaftsanlagen: Bis 80 % Förderung, max. 200.000 € in ausgewählten Regionen.
  • Kommunale Zuschüsse: Variabel, z. B. Leipzig und Dresden bis 300 €, Bautzen bis 2.000 €.
  • Kombinierbarkeit: KfW, SAB und kommunale Förderungen können kombiniert werden, aber ohne EEG-Doppelungen.

Bundesweite Förderungen im Überblick

Bevor wir uns den sächsischen Förderprogrammen widmen, lohnt sich ein Blick auf die bundesweiten Angebote, die auch für Anlagen in Sachsen gelten:

  • EEG-Einspeisevergütung 2026: Für Volleinspeisung kleiner Anlagen (bis 10 kWp) erhalten Sie aktuell bis zu 12,35 ct/kWh, bei Eigenverbrauch entsprechend weniger. Die Vergütung sinkt alle sechs Monate leicht – rechtzeitige Installation lohnt sich.
  • KfW-Förderung (Programm 270): Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau können zinsgünstige Darlehen für PV-Anlagen und Speicher beantragt werden – derzeit ab 25.000 €, bei passenden Voraussetzungen auch mit Tilgungszuschüssen.
  • BAFA-Förderung: Wird in Sachsen vor allem für kombinierte Anlagen mit Wärmepumpe oder Heizungserneuerung genutzt, ist aber grundsätzlich für PV-Speicher-Kombinationen interessant.

Weiterführend: Förderung für Photovoltaik: Aktuelle Infos & Tipps

Weiterführend: KFW-Förderung für Photovoltaik

Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung - Höhe & Entwicklung

Weiterführend: Alles zu Wärmepumpen-Förderungen in Deutschland

Landesförderung Sachsen: SAB Sachsenkredit „Energie und Speicher“

Landesförderung Sachsen: SAB Sachsenkredit „Energie und Speicher“
Bild: Checkfox.de

Das zentrale Förderinstrument des Landes ist der SAB Sachsenkredit „Energie und Speicher“, der sich an Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen richtet.

Das Programm bietet:

  • Kredite zwischen 35.000 € und 5 Millionen €
  • Zinsgünstige Finanzierung von PV-Anlagen und Batteriespeichern
  • Zuschüsse bis zu 20 % der förderfähigen Kosten für Speicherlösungen

Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, den Kredit mit Bundesmitteln – wie der KfW-Förderung – zu kombinieren. Die Beantragung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank (SAB).

Wichtig: Bei privaten Bauvorhaben ist eine rechtzeitige Antragstellung vor Projektbeginn erforderlich.

Förderübersicht Sachsen

Förderprogramm Art der Förderung Zielgruppe Förderhöhe Hinweis
SAB Sachsenkredit – Energie und Speicher Zinsgünstiger Kredit + Tilgungszuschuss Privatpersonen, KMU Bis zu 50 % der förderfähigen Kosten Besonderer Fokus auf Batteriespeicher
KfW-Programm 270 Förderkredit Privat & Gewerbe Bis zu 100 % der Investitionskosten Bundesweit gültig, auch für PV + Speicher
Einspeisevergütung EEG (2026) Vergütung nach Einspeisung Alle Betreiber von PV-Anlagen Bis zu 7,78 ct/kWh (Überschusseinspeisung ≤ 10 kWp) Vergütung 20 Jahre ab Inbetriebnahme, Degression beachten
Kommunale Förderungen Zuschüsse / Boni Je nach Kommune Ca. 100–500 € Häufig für Steckersolargeräte oder Einzelmaßnahmen

Fördermöglichkeiten in anderen Bundesländern und Städten

Kommunale Förderungen in Sachsen

Kommunale Förderungen in Sachsen
Bild: Checkfox.de

Neben den landesweiten Programmen bieten einige Städte und Gemeinden in Sachsen eigene Förderprogramme an. Besonders hervorzuheben:

Kommune Förderung Details
Leipzig Bis zu 300 € für Balkonanlagen Förderung für Mini-PV-Anlagen bis 800 W, Zuschuss pro Steckdose
Dresden Zuschüsse bis 300 € Kombinierbar mit Landes- und Bundesförderungen
Bautzen Bis zu 2.000 € Für PV-Anlagen auf privaten Dächern, abhängig von der Anlagengröße
Zwickau 10 % der Investitionskosten Max. 500 €, Antragstellung vor Beginn der Maßnahme erforderlich

Wichtiger Hinweis: Die genannten kommunalen Förderprogramme sind freiwillige Leistungen der jeweiligen Kommune, häufig budget- und zeitabhängig und können jederzeit geändert oder eingestellt werden. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Förderrichtlinien der Stadt; in der Regel ist der Antrag vor Beginn der Maßnahme zu stellen.

So kombinieren Sie Förderungen optimal

So kombinieren Sie Förderungen optimal
Bild: Checkfox.de

Um die maximale finanzielle Unterstützung zu erhalten, sollten Sie die verschiedenen Förderprogramme strategisch kombinieren.

Ein typisches Förderpaket kann so aussehen:

  1. Bundesförderung über die KfW: Zinsgünstiger Kredit für Ihre PV-Anlage (z. B. KfW 270).
  2. Landesförderung Sachsen: Zuschüsse über den SAB Sachsenkredit „Energie und Speicher“ für Batteriespeicher.
  3. Kommunale Förderung: Bonus für Steckersolar-Geräte oder Dachanlagen von Ihrer Stadt oder Gemeinde.
  4. Einspeisevergütung nach EEG 2026: Vergütung für überschüssigen Strom, der ins Netz eingespeist wird.

Diese Kombination ermöglicht nicht nur eine solide Finanzierung, sondern reduziert die Amortisationszeit Ihrer Anlage deutlich.

Beispielrechnung: So viel spart eine typische Familie in Sachsen

Ein Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen in Sachsen, das 2026 eine PV-Anlage inkl. Speicher installiert:

Position Kosten ohne Förderung Förderung / Ersparnis Effektive Kosten
PV-Anlage (8 kWp) 12.000 € −2.000 € (KfW + Landesmittel) 10.000 €
Batteriespeicher (5 kWh) 5.000 € −1.000 € (SAB-Zuschuss) 4.000 €
Installation & Nebenkosten 3.000 € −3.000 € 0 €
Gesamtkosten 20.000 € −3.000 € 17.000 €

Ersparnis pro Jahr durch Eigenverbrauch und Einspeisevergütung: rund 1.100 €
Amortisationszeit
: ca. 14–15 Jahre

Weiterführend: Was kostet eine 8 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Wichtiger Hinweis: Die dargestellten Förderbeträge dienen als Beispiel. Ob und in welcher Höhe Fördermittel (z. B. KfW-Kredite, Landes- oder kommunale Zuschüsse) tatsächlich gewährt werden, hängt von den jeweils gültigen Förderbedingungen, der Antragstellung vor Maßnahmenbeginn sowie der verfügbaren Haushaltsmittel ab. Eine Kombination von Förderungen ist nur im Rahmen der geltenden Richtlinien zulässig.

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Technische Voraussetzungen & Förderfähigkeit

Bild: Checkfox.de

Wer Fördermittel für eine Photovoltaikanlage beantragen möchte, muss ein paar technische Spielregeln beachten. Die sorgen nicht nur für bessere Leistung, sondern auch dafür, dass die Anlage lange zuverlässig läuft. Was genau gefordert ist, hängt oft vom jeweiligen Förderprogramm ab.

Allgemeine technische Anforderungen

Damit Ihre Anlage überhaupt förderfähig ist, spielen diese Punkte eine wichtige Rolle:

  • Dachausrichtung & Neigung: Ideal ist ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einem Neigungswinkel von 30 bis 45 Grad. Aber auch flacher geneigte Dächer, die nach Osten oder Westen zeigen, können sich lohnen – vor allem, wenn Sie möglichst viel Strom selbst verbrauchen wollen.
  • Verschattung: Je freier das Dach, desto besser. Schatten von Bäumen, Nachbarhäusern oder anderen Objekten können den Ertrag spürbar drücken.
  • Dachfläche: Es braucht ausreichend Platz – und das Dach muss stabil genug sein, um die Anlage sicher zu tragen.

Besondere Anforderungen für Stromspeicher

Ein Stromspeicher macht die Sache noch effizienter: Er hilft, mehr vom selbst erzeugten Strom direkt zu nutzen – und genau das wird oft gefördert. Dabei sollten folgende Dinge stimmen:

  • Speicherkapazität: Die sollte zu Ihrem Stromverbrauch und zur Größe der PV-Anlage passen. Eine Faustregel: Pro Kilowatt Peak (kWp) der Anlage etwa 1 kWh Speicherkapazität.
  • Entladetiefe: Bei Lithium-Ionen-Speichern lassen sich meist rund 90 % der gespeicherten Energie tatsächlich nutzen.
  • Lade- und Entladeleistung: Wichtig ist, dass genug Power da ist, um den Haushalt zu versorgen – und überschüssigen Strom schnell speichern zu können.

Schritt-für-Schritt-Checkliste zur Antragstellung

Bild: Checkfox.de

Eine Förderung für Ihre Photovoltaikanlage zu beantragen, klingt erstmal nach Papierkram – ist aber mit ein bisschen Vorbereitung gut machbar. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Checkliste behalten Sie den Überblick und kommen sicher durch den Antragsprozess bei KfW, SAB & Co.

Projekt planen

  • Überlegen Sie, wie groß die Anlage werden soll
  • Möchten Sie einen Stromspeicher oder eine Wallbox integrieren?
  • Holen Sie Angebote ein – inklusive Kostenvoranschlag vom Anbieter

Passende Förderprogramme auswählen

Anträge vorbereiten & einreichen

  • Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung hilft, die Förderfähigkeit nachzuweisen
  • Fügen Sie alle Unterlagen bei: Angebote, ggf. Energieberatung, Eigentumsnachweis oder Mietbestätigung
  • KfW: über Ihre Hausbank oder einen Finanzierungspartner
  • SAB: direkt über das Online-Portal
  • Kommunale Förderstellen: je nach Stadt online oder per Post

Loslegen & Nachweise einreichen

  • Lassen Sie die Anlage installieren
  • Dokumentieren Sie alles: Abnahmeprotokoll, Rechnungen usw.
  • Die Förderstelle braucht Belege für den tatsächlichen Einsatz der Mittel
  • Ein Abschlussbericht durch den Installateur kann erforderlich sein

Fazit: Jetzt Fördermöglichkeiten in Sachsen nutzen

Fazit: Jetzt Fördermöglichkeiten in Sachsen nutzen
Bild: Checkfox.de

Die Photovoltaik-Förderung in Sachsen 2026 bietet zahlreiche Chancen für private Haushalte und Unternehmen. Dank attraktiver Zuschüsse über die SAB, kombinierbar mit bundesweiten Förderprogrammen wie der KfW und der Einspeisevergütung, wird die Investition in eine Solaranlage wirtschaftlich so attraktiv wie nie zuvor.

Was spricht alles dafür?

  • 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Einbau von Anlagen bis 30 kWp
  • Keine Einkommenssteuer auf Erträge – zumindest für private Betreiber bis 30 kWp
  • Direkte Zuschüsse für Stromspeicher, Wallboxen und kleine PV-Anlagen
  • Günstige Kredite mit Tilgungszuschüssen von KfW und SAB
  • Kommunale Förderungen, vor allem für Mieter und Haushalte mit weniger Budget
  • Schnelle Amortisation – oft nach 7 bis 10 Jahren ist die Anlage bezahlt und spart weiter

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine PV-Anlage anzuschaffen, dann ist jetzt ein richtig guter Moment. Aber: Fördermittel sind oft limitiert – sowohl in der Höhe als auch zeitlich. Wer zu spät kommt, schaut am Ende vielleicht in die Röhre.

Ihre nächsten Schritte:

  • Überlegen Sie, wie Ihre Anlage aussehen soll – und holen Sie ein Angebot ein
  • Checken Sie, welche Förderungen für Sie passen (KfW, SAB, Stadt)
  • Reichen Sie den Antrag rechtzeitig ein – vor dem ersten Handschlag auf dem Dach
  • Freuen Sie sich langfristig über niedrigere Stromrechnungen und jede Menge Rückenwind vom Staat

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Häufig gestellte Fragen

Welche Förderung bietet Sachsen für PV-Anlagen 2026?

Sachsen fördert über die SAB (Sächsische Aufbaubank) insbesondere Batteriespeicher und energieeffiziente Maßnahmen. Diese Förderung lässt sich mit Bundesprogrammen kombinieren.

Wie beantrage ich den SAB Sachsenkredit?

Über die Hausbank. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Wer kann Fördermittel beantragen?

Privatpersonen, Hausbesitzer, Unternehmen und Kommunen – je nach Programm.

Kann ich die Förderung mit der Einspeisevergütung kombinieren?

Ja. Die Einspeisevergütung nach EEG 2026 ist unabhängig und kann zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Was sind die Kriterien für die Förderfähigkeit von Photovoltaikanlagen in Sachsen?

Förderfähig sind Anlagen, die technischen Anforderungen entsprechen und Energieeffizienz verbessern. Wichtig sind die Nutzungsart des Gebäudes und die optimale Ausnutzung der Dachfläche. Diese Faktoren fließen in die Förderbewertung ein.

Wie unterstützen städtische Regionen Sachsens wie Leipzig und Dresden die Nutzung von Photovoltaik?

Leipzig und Dresden bieten zusätzliche lokale Förderrichtlinien. Dadurch werden Kleinanlagenbesitzer und Anlagen ohne Baugenehmigung gefördert. Ziel ist es, die Realisierung von Solarprojekten in Städten zu beschleunigen.

Kann ich als Mieter eine Förderung bekommen?

Ja, auf jeden Fall! Besonders in Leipzig gibt es eigene Programme extra für Mieter – zum Beispiel für sogenannte Stecker-Solargeräte (auch bekannt als Balkonkraftwerke). Wichtig: In der Regel brauchen Sie dafür das Okay vom Vermieter.

Gilt die Mehrwertsteuerbefreiung auch für mich?

Ja! Wenn Ihre Anlage unter 30 kWp bleibt und auf einem Wohnhaus installiert wird, fällt seit 2023 keine Mehrwertsteuer mehr an – das steht so im § 12 Abs. 3 UStG.

Was gibt’s an Förderung für Stromspeicher?

In Sachsen können Sie sich bis zu 200 € pro kWh Speicherkapazität sichern – zum Beispiel über Programme der SAB.

Muss ich Einnahmen aus der PV-Anlage versteuern?

Nicht mehr! Wenn Ihre Anlage kleiner als 30 kWp ist und auf einem Wohnhaus läuft, müssen Sie keine Angaben mehr in der Einkommensteuererklärung machen.

Kann mein Unternehmen auch von der KfW-Förderung profitieren?

Absolut. Die KfW-Förderprogramme stehen auch Unternehmen offen – mit Kreditbeträgen in Millionenhöhe, z. B. für große Solaranlagen auf Firmendächern.

Gibt es besondere Anforderungen bei gewerblichen Anlagen?

Ja, da kommt es auf ein paar mehr Dinge an: Wie viel Strom wird eingespeist, welche steuerlichen Regeln gelten und wie groß ist die Anlage?

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Quellenverweise

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