Wussten Sie schon? Obwohl Niedersachsen 2026 keine klassischen Landeszuschüsse für private Solaranlagen anbietet, profitieren viele Hausbesitzer dennoch von attraktiven kommunalen Förderprogrammen und bundesweiten Vorteilen – eine clevere Kombination, die sich oft richtig lohnt.
Angesichts steigender Strompreise, wachsender Klimaziele und gesetzlicher PV-Pflichten bei Neubauten und Dachsanierungen rückt die Photovoltaik für Eigentümer in Niedersachsen immer stärker in den Fokus. Doch welche Förderungen stehen zur Verfügung, und wie kombinieren Sie diese am besten? In diesem Ratgeber geben wir einen aktuellen Überblick über die Förderkulisse im Bundesland – Stand Januar 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Aktuell gibt es keine landesweiten Zuschüsse für private PV-Anlagen in Niedersachsen.
- Bundesweite Förderungen wie EEG-Vergütung, KfW-Kredit 270 und Steuererleichterungen gelten.
- Regionale Programme über die NBank: z. B. Zuschüsse bis 45 % bei CO₂-Einsparung.
- Kommunale Förderungen z. B. in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Oldenburg möglich.
- PV-Pflicht für Neubauten und Dachsanierungen seit 2025 landesweit eingeführt.
- EEG-Vergütung für Einspeisung abhängig von Anlagengröße und Inbetriebnahmezeitpunkt.
- Die Wirtschaftlichkeit bleibt durch Steuerfreiheit und steigende Strompreise hoch.
Überblick: Bundesweite Fördermöglichkeiten für Solaranlagen
Auch in Niedersachsen profitieren Hausbesitzer und Gewerbetreibende von bewährten bundesweiten Förderinstrumenten:
- EEG-Vergütung: Betreiber von PV-Anlagen erhalten weiterhin eine Einspeisevergütung. Die Höhe hängt von der installierten Leistung und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab. Für kleine Dachanlagen liegt sie aktuell (Stand Januar 2026) bei bis zu 8,10 Cent pro eingespeister Kilowattstunde.
- KfW-Kredit 270: Über die KfW-Bank können zinsgünstige Kredite für Solaranlagen und Stromspeicher beantragt werden – oft mit tilgungsfreien Anlaufjahren.
- Steuerliche Vorteile: Dank der Umsatzsteuerbefreiung (0 % MwSt. seit 2023) und der Einkommensteuerbefreiung für private PV-Anlagen bis 30 kWp bleibt mehr vom eigenen Solarstrom im Geldbeutel.
Diese Förderungen lassen sich teilweise mit kommunalen Programmen kombinieren, was in Niedersachsen eine besonders interessante Option darstellt.
Weiterführend: Förderung für Photovoltaik: Aktuelle Infos & Tipps
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Regionale und kommunale Förderungen in Niedersachsen

Zwar gibt es auf Landesebene derzeit keine landesweiten Zuschüsse für private Photovoltaik-Anlagen in Niedersachsen, doch zahlreiche Kommunen springen in die Bresche: In Städten wie Hannover, Braunschweig oder Osnabrück existieren individuelle Förderprogramme, die sich gezielt an Hausbesitzer mit Sanierungsvorhaben oder Neubauprojekten richten.
- Beispielsweise unterstützt die Stadt Hannover mit dem „proKlima“-Fonds PV-Anlagen und Stromspeicher mit attraktiven Zuschüssen.
- In Osnabrück wiederum werden Solaranlagen im Rahmen von Klimaschutzinitiativen und dem Programm "Osnabrück saniert" gefördert – teilweise mit bis zu 1.000 Euro Zuschuss pro Projekt.
Wichtig: Die Bedingungen und Förderhöhen variieren stark je nach Kommune. Interessierte sollten sich frühzeitig bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung über aktuelle Programme informieren. Der Antrag ist in der Regel vor Beginn der Maßnahme zu stellen.
Hinweis: Die genannten kommunalen Förderprogramme sind freiwillige Leistungen der jeweiligen Stadt und unterliegen haushalts-, budget- und richtlinienbedingten Einschränkungen. Fördersätze und Förderhöhen stellen in der Regel Maximalwerte dar und können je nach Maßnahme, Fördermodul oder Haushaltslage variieren.
Fördermöglichkeiten in anderen Bundesländern und Städten
- Photovoltaik-Förderung in Baden-Württemberg
- Photovoltaik-Förderung in Bayern
- Photovoltaik-Förderung in Brandenburg
- Photovoltaik-Förderung in Hamburg
- Photovoltaik-Förderung in Hessen
- Photovoltaik-Förderung in München
- Photovoltaik-Förderung in Rheinland-Pfalz
- Photovoltaik-Förderung in Sachsen
- Photovoltaik-Förderung in Saarland
- Photovoltaik-Förderung in Stuttgart
- Photovoltaik-Förderung in Thüringen
- Photovoltaik-Förderung in NRW
- Photovoltaik-Förderung in Schleswig-Holstein
- Photovoltaik-Förderung im Bremen
- Photovoltaik-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern
- Photovoltaik-Förderung in Sachsen-Anhalt
Kombination von Förderungen: So maximieren Sie Ihren Vorteil

Die geschickte Kombination von Fördermitteln ist in Niedersachsen der Schlüssel zu maximaler Wirtschaftlichkeit. So lassen sich zum Beispiel:
- KfW-Kredit und EEG-Vergütung problemlos mit lokalen Zuschüssen kombinieren
- In einigen Fällen zusätzlich Förderungen für Stromspeicher integrieren
- Bei Komplettsanierungen auch weitere BEG-Zuschüsse geltend machen
Besonders lohnenswert: Wer seine PV-Anlage mit einem Stromspeicher oder einer Wärmepumpe koppelt, kann zusätzlich von Synergieeffekten profitieren – etwa durch Eigenverbrauchsoptimierung und weiteren Förderzugang.

Weiterführend: Alles zu Wärmepumpen-Förderungen in Deutschland
Antragsprozess Schritt für Schritt

Die Förderung für Photovoltaik in Niedersachsen zu beantragen, ist grundsätzlich gut organisiert – aber man muss schon ein bisschen aufpassen. Viele Programme haben feste Fristen und verlangen bestimmte Unterlagen. Wer früh genug anfängt und alles ordentlich vorbereitet, hat deutlich bessere Chancen auf Zuschüsse und Förderkredite.
To-do-Liste mit Zeitplan
Vorbereitende Dokumente
Je nach Förderprogramm gibt es kleinere Unterschiede, was genau eingereicht werden muss. Diese Unterlagen werden aber fast immer verlangt:
- Ausgefülltes Antragsformular – entweder online oder als PDF
- Ein gültiger Kostenvoranschlag, der alle Material- und Montagekosten enthält
- Technische Infos zu Modulen und Wechselrichter (Datenblätter)
- Ein Nachweis über die Gebäudenutzung – also Eigentumsnachweis oder Mietvertrag
- Beleg zur geplanten Finanzierung, z. B. eine KfW-Kreditzusage
- Lageplan oder ein paar aussagekräftige Fotos vom Dach bzw. der Fassade
Bei Förderungen von Städten oder Gemeinden kann noch mehr nötig sein – etwa ein Energieberatungsbericht, ein statisches Gutachten oder ein Bonitätsnachweis.
Häufige Fehler vermeiden
Nicht selten scheitert der Antrag nicht an den Voraussetzungen – sondern an Kleinigkeiten. Das können Sie vermeiden:
- Antrag zu spät gestellt – also nach Beginn der Bauarbeiten
- Unterlagen nicht vollständig
- Technische Infos fehlen oder sind unvollständig
- Fristen bei kommunalen Programmen verpasst
- Finanzierung ist nicht sauber erklärt oder wirkt unglaubwürdig
Tipp: Ein kurzer Termin bei der Verbraucherzentrale Niedersachen oder im Rathaus kann helfen, solche Stolperfallen zu umgehen.
Wirtschaftlichkeit & Beispielrechnung

Die zentrale Frage für viele Interessierte lautet: „Lohnt sich eine Photovoltaikanlage überhaupt wirtschaftlich?“ Die Antwort hängt natürlich von mehreren Faktoren ab – darunter die Investitionskosten, der Eigenverbrauchsanteil, die Förderung und die Strompreisprognose. Anhand eines realistischen Beispiels zeigen wir Ihnen nachfolgend, wie sich Investition und Ersparnis konkret in der Praxis für Sie darstellen.
Beispielrechnung: PV-Anlage mit 6 kWp + Batteriespeicher
Ausgangslage:
- Standort: Niedersachsen
- PV-Anlage: 6 kWp
- Batteriespeicher: 5–6 kWh
- Eigenverbrauchsanteil: realistisch 60–65 % (70 % nur in Sonderfällen)
- EEG-Einspeisevergütung (Überschuss ≤ 10 kWp): 7,78 ct/kWh
- Haushaltsstrompreis: 0,40 €/kWh
- 0 % MwSt. auf PV & Speicher
Kostenübersicht:
Weiterführend: Was kostet eine 6 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Ersparnis im Betrieb:
Amortisationszeit:
Die technische Lebensdauer moderner Solaranlagen liegt bei über 25 Jahren. Schon nach rund 7 Jahren ist Ihre PV-Anlage wirtschaftlich „im Plus“.
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Technische & rechtliche Voraussetzungen

Damit Sie Fördermittel für Ihre Photovoltaikanlage bekommen, muss die Technik stimmen – und auch der Papierkram muss passen. Die Vorgaben sorgen dafür, dass das Geld wirklich sinnvoll eingesetzt wird und die Anlagen lange zuverlässig laufen.
Technische Voraussetzungen
Mindestgröße und Ausrichtung:
- Anlagen ab 4 kWp sind in der Regel förderfähig
- Das Dach sollte eine gewisse Neigung haben und möglichst nicht verschattet sein
- Auch Fassadenanlagen oder Lösungen auf Gründächern sind möglich – wenn sie fachgerecht installiert wurden
Qualität der Komponenten:
- Die eingesetzten Solarmodule brauchen ein CE-Zeichen und TÜV-Zertifikate
- Wechselrichter und Speicher müssen zum Stromnetz passen und mit einem Smart Meter kommunizieren können
Energiemanagementsystem:
- Ab 7 kWp ist ein intelligenter Stromzähler (Smart Meter) Pflicht – laut EEG 2025
- Batteriespeicher müssen sich mit dem Netz abstimmen und auch fernsteuerbar sein
Anforderungen für Förderfähigkeit
Damit Ihre Anlage wirklich förderfähig ist, müssen auch ein paar formale Punkte vorab erfüllt sein – am besten schon vor dem Start des Projekts.
Achten Sie insbesondere auf Ausschlusskriterien: Wer ohne gültige Bewilligung startet oder unvollständige Unterlagen einreicht, riskiert den Verlust der Förderung.
Fazit: Lohnt sich die Photovoltaik-Förderung in Niedersachsen 2026?

Definitiv – wer in Niedersachsen 2026 in eine Photovoltaik-Anlage investiert, kann dank kombinierbarer Förderungen auf Landes-, Kommunal- und Bundesebene spürbare Kostenersparnisse erzielen. Ob Neubau, Dachsanierung oder Stromspeicher – das Förderumfeld ist vielfältig.
Wichtig ist: Wer zuerst kommt, profitiert – viele Programme sind begrenzt oder unterliegen laufenden Anpassungen.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Förderprogramme für PV gibt es 2026 in Niedersachsen?
Neben der Bundesförderung über das EEG gibt es Landesprogramme sowie kommunale Initiativen, z. B. in Hannover, Oldenburg oder Braunschweig.
Kann ich Förderungen kombinieren?
Ja. In der Regel lassen sich Bundesförderungen mit kommunalen Zuschüssen kombinieren – entscheidend ist die Reihenfolge der Antragstellung.
Muss ich vor dem Kauf einen Antrag stellen?
Unbedingt. Fast alle Förderungen setzen eine Antragstellung vor dem Kauf oder Baubeginn voraus.
Wird auch ein Stromspeicher gefördert?
Ja, viele lokale Programme beinhalten auch Zuschüsse für Batteriespeicher, besonders in Kombination mit einer PV-Anlage.
Muss ich die Förderung versteuern?
Nein. Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp einkommensteuerfrei. Auch die Umsatzsteuer fällt weg – solange die Anlage auf einem Wohngebäude installiert wird.
Kann ich mehrere Förderprogramme gleichzeitig nutzen?
Teilweise schon. In vielen Fällen lassen sich z. B. Bundes- und Landesmittel kombinieren. Aber Achtung: Manche Kommunalprogramme schließen eine Doppelförderung aus – also immer vorher in die Bedingungen schauen.
Wie lange dauert die Bewilligung?
Das hängt vom Programm ab. KfW-Kredite gehen meist flott – oft in ein paar Tagen über Ihre Hausbank. Kommunale Programme brauchen häufiger mal 4–8 Wochen.
Wo stelle ich den Antrag?
KfW-Kredit: bei Ihrer Hausbank, Landesförderung: online über das NBank-Portal und kommunale Programme: direkt bei Ihrer Stadt oder Gemeinde.
Muss ich ein Smart Meter installieren?
Ja – ab 7 kWp ist das gesetzlich vorgeschrieben (EEG 2025).
Wie viel Dachfläche brauche ich?
Für 1 kWp brauchen Sie etwa 6–7 m². Eine klassische 6 kWp-Anlage braucht also rund 40 m².
Bekomme ich auch Förderung, wenn ich den Strom nur selbst nutze?
Ja – auch reine Eigenverbrauchsanlagen, etwa auf Schuppen oder Garagen, können gefördert werden. Besonders wenn Sie einen Batteriespeicher mit einplanen.
Lohnt sich der Erwerb einer Photovoltaikanlage in Niedersachsen?
Ja, der Kauf einer Photovoltaikanlage ist durch Förderprogramme und Einsparungen bei der Stromrechnung finanziell attraktiv. Entscheidend für die Rentabilität sind der Jahresmarktwert von Solarstrom und die Optimierung des eigenen Energieverbrauchs.



















