Altersvorsorge ab 40: Was jetzt noch geht

Altersvorsorge ab 40: Was jetzt noch geht

Vergleichen Sie Ihre Möglichkeiten zur Altersvorsorge auf Checkfox.de und finden Sie die Bausteine, die wirklich zu Ihrer Situation passen. Kostenlos, unabhängig und mit persönlicher Beratung.

Jetzt Altersvorsorge-Angebote vergleichen

Wussten Sie, dass Sie mit 40 rund das Dreifache dessen zurücklegen müssen, was mit 25 gereicht hätte? Für dasselbe Endkapital sind es statt 200 Euro im Monat gut 550 Euro. Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute: Mit 40 haben die meisten Menschen dieses Geld auch. Das vierte Lebensjahrzehnt ist typischerweise die Phase mit dem höchsten Einkommen, und 27 Jahre bis zur Regelaltersgrenze sind ein langer Anlagehorizont. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Bausteine ab 40 wirklich tragen, was die Reform der privaten Altersvorsorge 2027 daran ändert und wie der Fahrplan bis zum Ruhestand aussieht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit 40 bleiben bis zur Regelaltersgrenze 27 Jahre – genug Zeit für den Zinseszinseffekt, aber wenig Spielraum für Umwege.
  • Für dasselbe Ziel wie ein 25-jähriger Sparer brauchen Sie rund 552 Euro statt 200 Euro im Monat.
  • Das Altersvorsorgedepot ab 2027 passt zeitlich exakt: Einzahlen bis 65, dabei bis zu 540 Euro Grundzulage jährlich.
  • Der Rentenwert liegt seit Juli 2026 bei 42,52 Euro – die 48-Prozent-Haltelinie gilt aber nur bis 2031.
  • Wer 1986 geboren ist und 2053 in Rente geht, versteuert 97,5 Prozent der gesetzlichen Rente.
  • Ab Mitte 50 gehört ein Umschichtungsplan dazu, sonst trifft ein Crash das Kapital zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Ist es mit 40 zu spät? Die ehrliche Rechnung

Nein – aber der Preis des Wartens ist konkret bezifferbar. Die folgende Modellrechnung zeigt, was ein Sparplan bei sechs Prozent Rendite pro Jahr bis zum 67. Lebensjahr erreicht.

Start mitMonatliche RateAnsparzeitSumme der EinzahlungenEndkapital
25 Jahren200 €42 Jahre100.800 €433.771 €
40 Jahren200 €27 Jahre64.800 €157.054 €
40 Jahren552 €27 Jahre178.848 €433.771 €
50 Jahren1.247 €17 Jahre254.388 €433.771 €

Eigene Modellrechnung: monatliche Einzahlung, 6 Prozent Rendite pro Jahr, vor Kosten, Steuern und Inflation.

Aussagekräftig ist weniger das Endkapital als die vierte Spalte: Wer mit 40 startet, muss fast 80.000 Euro mehr aus eigener Tasche einzahlen als jemand, der mit 25 begonnen hat – für dasselbe Ergebnis. Zehn Jahre später sind es 154.000 Euro mehr.

Drei Dinge relativieren die Zahl allerdings:

  • 27 Jahre sind ein langer Horizont. Kein seriöser Berater würde einem 40-Jährigen von Aktien abraten. Der Zeitraum reicht aus, um mehrere Marktzyklen zu durchlaufen.
  • Sie haben jetzt die Mittel. Was mit 25 unmöglich war, ist mit 40 oft machbar – vor allem, wenn Gehaltssprünge, Kindergeldwegfall oder eine abbezahlte Immobilie Spielraum schaffen.
  • Die Zielgröße ist nicht diese Tabelle. Was Sie brauchen, ergibt sich aus Ihrer persönlichen Rentenlücke, nicht aus einem Endkapital, das jemand im Internet vorgerechnet hat. Dazu weiter unten mehr.

Merksatz: Mit 40 verschiebt sich die entscheidende Stellschraube von der Zeit zur Sparrate – und von der Produktsuche zur Kostenkontrolle.

Wovon Sie im Alter ausgehen müssen

Wovon Sie im Alter ausgehen müssen
Bild: Checkfox.de

Die gesetzliche Rente bleibt für die meisten die Basis. Wie hoch sie ausfällt, hängt an zwei Größen, die sich in den kommenden Jahren beide bewegen werden.

Der aktuelle Rentenwert ist zum 1. Juli 2026 von 40,79 auf 42,52 Euro gestiegen, ein Plus von 4,24 Prozent. Möglich wurde das durch das Rentenpaket 2025, offiziell das Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus, das seit dem 1. Januar 2026 gilt. Es verlängert die Haltelinie von 48 Prozent beim Rentenniveau bis zur Rentenanpassung 2031.

Genau dieses Datum ist für heute 40-Jährige der springende Punkt: Sie gehen rund 22 Jahre nach dem Auslaufen der Haltelinie in Rente. Was danach gilt, ist offen. Die Rentenkommission hat im Juni 2026 ihre Empfehlungen für den Zeitraum nach 2031 vorgelegt – darunter die Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 für besonders langjährig Versicherte und die Anhebung der Frührente mit Abschlägen von 63 auf 64 Jahre. Beides ist bislang Empfehlung, kein Gesetz. Für die Planung heißt das: Rechnen Sie nicht mit einem früheren Ausstieg als 67.

Die zweite Größe ist die Steuer. Seit dem Wachstumschancengesetz steigt der steuerpflichtige Rentenanteil um 0,5 Prozentpunkte pro Jahrgang.

RentenbeginnBesteuerungsanteilSteuerfreier AnteilWer betroffen ist
202684,0 %16,0 %heutige Neurentner
203086,0 %14,0 %Jahrgang 1963
204091,0 %9,0 %Jahrgang 1973
205397,5 %2,5 %Jahrgang 1986 – heute 40
2058100,0 %0,0 %Jahrgang 1991 und jünger

Aufwuchs nach § 22 EStG in der Fassung des Wachstumschancengesetzes. Wer heute 40 ist, versteuert seine gesetzliche Rente also praktisch vollständig. Der Rentenfreibetrag wird im Jahr nach dem Rentenbeginn einmalig als Eurobetrag festgeschrieben und danach nicht mehr angepasst – jede spätere Rentenerhöhung ist zu 100 Prozent steuerpflichtig.

Eine Entlastung gibt es am anderen Ende: Seit dem 1. Januar 2026 erlaubt die Aktivrente einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Sie gilt allerdings nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – nicht für Selbstständige, Gewerbetreibende, Minijobber und Beamte. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fallen weiterhin an.

Unser Tipp: Planen Sie mit dem Nettobetrag Ihrer künftigen Rente, nicht mit dem Bruttowert aus der Renteninformation – bei 97,5 Prozent Besteuerungsanteil und Kassenbeiträgen ist der Unterschied erheblich.

Die Bausteine ab 40 im Vergleich

Die Bausteine ab 40 im Vergleich
Bild: Checkfox.de

Betriebliche Altersversorgung

Für Angestellte oft der stärkste Hebel, weil sich Steuer- und Sozialabgabenersparnis mit dem Arbeitgeberzuschuss addieren. Maßgeblich ist die Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro im Jahr 2026: steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG bis 8.112 Euro, sozialabgabenfrei bis 4.056 Euro. Der Arbeitgeber muss 15 Prozent zuschießen, bei voller Ausnutzung bis zu 50,70 Euro monatlich.

Die Kehrseite kommt in der Auszahlung: volle Steuerpflicht plus Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge oberhalb eines Freibetrags von 197,75 Euro im Monat. Ob sich die bAV lohnt, entscheidet fast immer die Höhe des Arbeitgeberzuschusses – ab etwa 20 bis 25 Prozent wird sie schwer zu schlagen.

Altersvorsorgedepot ab 2027

Zeitlich passt das neue Produkt für 40-Jährige genau: Einzahlen bis mindestens 65, danach Auszahlplan oder Rente. Sie erhalten bis zu 540 Euro Grundzulage bei 1.800 Euro Eigenbeitrag, dazu 300 Euro je kindergeldberechtigtem Kind. Absetzbar sind nach § 10a EStG die Eigenbeiträge bis 1.800 Euro zuzüglich Zulagen – nicht die volle mögliche Einzahlung von 6.840 Euro, wie gelegentlich zu lesen ist.

In der Ansparphase fallen weder Abgeltungsteuer noch Vorabpauschale an, Umschichtungen bleiben steuerneutral. Der Kostendeckel von 1,0 Prozent gilt nur für das zertifizierte Standardprodukt. Wichtig für die Nachlassplanung: Die Übertragung auf den Ehepartner ist förderunschädlich, die Vererbung an Dritte löst eine Rückforderung der Förderung aus.

Weiterführend: Das Altersvorsorge-Depot: Was ab 2027 gilt und für wen es sich lohnt

Weiterführend: Altersvorsorge-Versicherung: Formen, Änderungen und Strategien

Weiterführend: ETF-Altersvorsorge: Förderung, Steuern und Entnahme im Überblick

Basisrente (Rürup)

Bei hohem Grenzsteuersatz der größte Sofort-Hebel: 2026 sind Beiträge bis 30.826 Euro für Ledige und 61.652 Euro für zusammenveranlagte Paare voll absetzbar. Bei Angestellten wird der Rahmen um die Beiträge zur gesetzlichen Rente gekürzt.

Mit 40 sollten Sie den Preis besonders bewusst abwägen: Das Kapital ist unkündbar, nicht beleihbar, nicht frei vererblich, und ausgezahlt wird ausschließlich als lebenslange Rente ab 62. Dafür ist es nach § 851c ZPO pfändungsgeschützt.

Freies ETF-Depot

Der Baustein für alles, was Sie vor 65 noch brauchen könnten – Ausbildung der Kinder, Umbau, Sabbatical, Teilzeit ab 60. Keine Förderung, dafür volle Verfügbarkeit, sehr niedrige Kosten und freie Vererbbarkeit. Steuerlich fallen 26,375 Prozent abzüglich 30 Prozent Teilfreistellung an, dazu die jährliche Vorabpauschale.

Weiterführend: Depot Vergleich: Beste Broker & Aktiendepots

Fondspolice

Die 12/62-Regel verlangt eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren und eine Auszahlung ab 62. Mit 40 ist beides erfüllbar – ab Mitte 50 wird es eng. Wer diese Variante erwägt, sollte ausschließlich Honorartarife mit Effektivkosten von 0,20 bis 0,40 Prozent prüfen; provisionsbehaftete Tarife verzehren den Steuervorteil bei kurzer Restlaufzeit fast immer.

BausteinFörderungBesteuerung der AuszahlungZugriff vor 62/65Passt ab 40, wenn…
bAV (Entgeltumwandlung)steuer- und SV-frei, 15 % Zuschussvoll steuerpflichtig zzgl. GKV/PVneinder Arbeitgeber überdurchschnittlich zuschießt
Altersvorsorgedepot (ab 2027)bis 540 € plus 300 € je Kindvoll nachgelagertnur förderschädlichZulagen mitgenommen werden können
Basisrente (Rürup)bis 30.826 € absetzbarnachgelagert, 97,5 % bei Start 2053neinder Grenzsteuersatz hoch ist
Freies ETF-Depotkeine26,375 % abzgl. 30 % TeilfreistellungjederzeitFlexibilität gebraucht wird
Fondspolice (Nettotarif)keineErtragsanteil oder 12/62-Regeleingeschränktdie Laufzeit bis 62 noch reicht

Rechtsstand 2026, Altersvorsorgedepot ab 2027. Für die meisten 40-Jährigen ergibt sich daraus eine Zweiteilung: geförderte Bausteine für das, was sicher bis zur Rente liegen bleibt – ein freies Depot für alles andere.

Der Fahrplan von 40 bis zum Ruhestand

40 bis 55: die Renditephase

In diesen fünfzehn Jahren arbeitet der Zinseszins am stärksten. Eine hohe Aktienquote ist hier keine Spekulation, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Rechnung aufgeht. Wichtiger als jede Feinjustierung ist, die Sparrate mit dem Einkommen mitwachsen zu lassen – wer Gehaltserhöhungen anteilig in den Sparplan lenkt, holt einen erheblichen Teil des verlorenen Vorsprungs auf.

Ab 55: schrittweise umschichten

Jetzt kippt das Verhältnis von Chance und Risiko. Fällt der Markt kurz vor Rentenbeginn stark, fehlt die Zeit zur Erholung – und wer trotzdem entnehmen muss, verkauft zu Tiefstpreisen. Dieses Renditereihenfolgerisiko ist der Grund, warum der Umbau in Etappen über mehrere Jahre laufen sollte und nicht an einem Stichtag.

Praktisch heißt das: den Anteil schwankungsarmer Anlagen jährlich erhöhen und parallel einen Liquiditätstopf aufbauen, der die ersten Ruhestandsjahre abdeckt. So müssen Sie in einer Krise keine Aktien verkaufen.

Ab 62 und 65: die Reihenfolge der Auszahlungen

Mit 62 werden Basisrente und Fondspolice verfügbar, ab 65 das Altersvorsorgedepot. Weil alle Auszahlungen im selben Jahr zusammen versteuert werden, lohnt es sich, sie zu staffeln statt zu bündeln. Angestellte, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, können zusätzlich die Aktivrente nutzen.

Unser Tipp: Legen Sie den Umschichtungspfad schriftlich fest, solange die Märkte ruhig sind – im Crash trifft fast niemand diese Entscheidung noch nüchtern.

Rentenlücke berechnen statt raten

Zwei Faustregeln kursieren: Mit 40 solle man etwa das Dreifache des Bruttojahresgehalts angespart haben, und im Alter brauche man rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Beides sind Anker zur Orientierung, keine Ziele. Wer mietfrei wohnt, kommt mit deutlich weniger aus; wer im Alter pflegebedürftige Angehörige unterstützt, mit deutlich mehr.

Belastbar wird es in vier Schritten:

  1. Bedarf schätzen. Heutige Ausgaben als Basis, abzüglich dessen, was im Ruhestand wegfällt – Pendeln, Sparraten, Kredittilgung.
  2. Ansprüche zusammentragen. Die Renteninformation zeigt die gesetzliche Rente, die digitale Rentenübersicht bündelt zusätzlich betriebliche und private Anwartschaften.
  3. Netto rechnen. Besteuerungsanteil und Kassenbeiträge abziehen, sonst überschätzen Sie Ihre spätere Rente deutlich.
  4. Sparrate ableiten. Erst jetzt hat die Produktfrage eine sinnvolle Grundlage.

Für die Reserve gilt: Der Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben gehört nicht ins Depot, sondern auf ein jederzeit verfügbares Konto.

Weiterführend: Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld

Welche Strategie zu welcher Situation ab 40 passt

Angestellte mit Durchschnittseinkommen

Zuerst den Arbeitgeberzuschuss prüfen und ausschöpfen, sofern er überdurchschnittlich ausfällt. Ab 2027 das Altersvorsorgedepot bis zur Zulagengrenze füllen, alles Weitere ins freie Depot.

Familien mit Kindern

Die Kinderzulage ist der stärkste Förderhebel im gesamten System und einkommensunabhängig. Zwei Kinder bringen bis zu 600 Euro jährlich zusätzlich – mit 27 Jahren Restlaufzeit summiert sich das erheblich.

Gutverdiener

Die Basisrente senkt das zu versteuernde Einkommen sofort und spürbar. Sinnvoll ist trotzdem eine Grenze: Wer mit 40 alles in ein unkündbares Produkt legt, hat mit 55 keinen Spielraum mehr. Eine Aufteilung zwischen Rürup und freiem Depot hält beide Optionen offen.

Selbstständige

Ab 2027 sind Selbstständige erstmals unmittelbar zulageberechtigt. In Kombination mit der pfändungsgeschützten Basisrente entsteht daraus eine tragfähige Struktur – zumal die Rentenkommission die Versicherungspflicht für Selbstständige empfohlen hat.

Wiedereinstieg nach der Familienphase

Hier liegt der Fokus zunächst auf den Lücken in der gesetzlichen Rente. Prüfen Sie, ob freiwillige Beiträge oder die Anrechnung von Kindererziehungszeiten Ihre Ansprüche verbessern, bevor Sie neue Verträge abschließen.

Wenn das Geld gerade nicht reicht

Eine kleine Rate ist besser als keine. Wichtiger als die Höhe ist, dass Sie nicht in ein Produkt mit hohen Abschlusskosten einsteigen, das Sie in zwei Jahren beitragsfrei stellen müssen. Vorher gehören außerdem teure Kredite getilgt und die Arbeitskraft abgesichert – ohne Einkommen läuft kein Sparplan weiter.

Weiterführend: Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Häufige Fallstricke ab 40

FallstrickWas dann passiertSo vermeiden Sie es
Rentenlücke nie gerechnetDie Sparrate ist geraten – meist zu niedrigRenteninformation und digitale Rentenübersicht auswerten, netto rechnen
Teure Police mit kurzer RestlaufzeitAbschlusskosten verteilen sich auf wenige Jahre und fressen die RenditeEffektivkosten im Produktinformationsblatt prüfen, Honorartarife vergleichen
Alles in die Basisrente wegen des SteuervorteilsKein Zugriff mehr, falls sich die Lebenssituation ändertHöchstens einen Teil binden, den Rest flexibel anlegen
Immobilie als komplette AltersvorsorgeVermögen hängt an einem Standort, Instandhaltung im Alter unterschätztImmobilie als einen Baustein rechnen, nicht als Gesamtlösung
Aktienquote aus Angst zu niedrigDie Rendite reicht nicht, um den späten Start auszugleichen27 Jahre Horizont zulassen und erst ab Mitte 50 reduzieren
Umschichtung erst zum RentenbeginnEin Crash im letzten Jahr trifft das volle KapitalAb etwa 55 in Etappen umbauen und Liquiditätstopf aufbauen
Alte Verträge nie geprüftRuhende oder teure Altverträge binden Kapital ohne NutzenBestand einmal komplett sichten, inklusive Riester und alter Policen

Auffällig ist: Fast alle diese Fehler kosten nicht ein paar Prozent Rendite, sondern verschieben den Ruhestandstermin – und genau dafür bleibt ab 40 weniger Puffer als mit 25.

Fazit: Mit 40 entscheidet die Rate, nicht das Timing

Der späte Start ist teurer, aber er ist beherrschbar. Was ab 40 zählt, ist eine realistisch berechnete Sparrate, ein Produktmix mit niedrigen Kosten und ein Plan für die letzten zehn Jahre vor dem Ruhestand.

  • Angestellte prüfen zuerst den Arbeitgeberzuschuss zur bAV – dort liegt oft der größte ungenutzte Hebel.
  • Familien sollten ab 2027 die Zulagen im Altersvorsorgedepot mitnehmen.
  • Gutverdiener nutzen die Basisrente, ohne sich vollständig zu binden.
  • Alle brauchen ab Mitte 50 einen Umschichtungspfad, nicht erst am Rentenbeginn.

Verlassen Sie sich bei der Planung nicht auf die gesetzliche Rente allein: Die Haltelinie beim Rentenniveau endet 2031, und wer 2053 in Rente geht, versteuert 97,5 Prozent davon. Welche Kombination für Sie passt, hängt von Einkommen, Beschäftigungsform, Kindern und vorhandenen Verträgen ab – bei größeren Beträgen lohnt sich eine unabhängige Beratung, bevor Sie sich langfristig binden.

Was nun?

Wenn Sie möchten, ordnen wir Ihre Situation kurz ein: Welche Vorsorgeschicht passt zu Ihrem Steuersatz, wie viel fehlt Ihnen wirklich – und welches Produkt Sie dafür nicht brauchen. Kostenlos und unverbindlich.

[CTA]

Häufig gestellte Fragen

Ist Altersvorsorge mit 40 zu spät?

Nein. Bis zur Regelaltersgrenze bleiben 27 Jahre, und über diesen Zeitraum wirkt der Zinseszins deutlich. Sie müssen allerdings mit einer höheren Rate rechnen: Für dasselbe Endkapital wie ein 25-jähriger Sparer sind es rund 552 statt 200 Euro im Monat.

Wie viel muss ich mit 40 monatlich sparen?

Das hängt von Ihrer Rentenlücke ab, nicht von einer Faustregel. Verbreitet sind zehn bis fünfzehn Prozent des Bruttoeinkommens als Orientierung. Aussagekräftig wird es erst, wenn Sie Bedarf und Ansprüche gegenüberstellen und die Steuer auf die spätere Rente einrechnen.

Lohnt sich die Rürup-Rente mit 40 noch?

Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent oft ja, weil die Steuerersparnis sofort wirkt und 27 Jahre Ansparzeit ausreichen. Bedenken Sie aber die Bindung: keine Kapitalauszahlung, keine Kündigung, Rente frühestens ab 62. Legen Sie deshalb nicht Ihre gesamte Vorsorge dort hinein.

Soll ich bis 2027 warten und dann ein Altersvorsorgedepot eröffnen?

Zu warten kostet Zeit, und Zeit ist ab 40 der knappe Faktor. Sinnvoller ist es, jetzt in einem freien Depot zu starten und ab 2027 zusätzlich die Zulagen mitzunehmen. Bestehende Riester-Verträge lassen sich später kostenfrei übertragen.

Wie hoch sollte die Aktienquote mit 40 sein?

Bei einem Horizont von 27 Jahren spricht wenig gegen eine hohe Quote – vorausgesetzt, Sie halten Kursrückgänge aus, ohne zu verkaufen. Entscheidender als die Startquote ist der Plan, sie ab Mitte 50 schrittweise zu senken.

Weitere Ratgeber zum Thema

News zum Thema

Quellenverweise

Jetzt kostenlos vergleichen
Altersvorsorge ab 40: Was jetzt noch geht
Jetzt Altersvorsorge-Angebote vergleichen

Jetzt kostenlose Beratung und Angebote anfordern