Wussten Sie, dass Brandenburg mit über 2.000 Sonnenstunden im Jahr zu den echten Sonnenhotspots in Deutschland gehört? Klingt fast nach Mittelmeer, oder? Genau das macht die Region so spannend für alle, die auf Solarenergie setzen wollen. Trotzdem bleiben viele Fördermöglichkeiten für Photovoltaik-Anlagen bisher links liegen – einfach, weil man schnell den Überblick verliert oder gar nicht weiß, was alles drin ist.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, was 2025 möglich ist: Welche Förderprogramme gerade aktuell sind, welche steuerlichen Vorteile Sie mitnehmen können – und wie Sie Ihre eigene Solaranlage Schritt für Schritt planen und clever finanzieren. Ganz ohne Fachchinesisch, versprochen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Keine Landesförderung aktiv – aber dafür gibt es jede Menge bundesweite Angebote. Besonders beliebt: der KfW-Kredit Nr. 270 für günstige Finanzierungen.
- Steuerlich lohnt es sich auch: Null Prozent Umsatzsteuer und keine Einkommensteuer auf Anlagen bis 30 kWp – das drückt die Kosten ordentlich.
- Mit der Einspeisevergütung 2025 sichern Sie sich für 20 Jahre feste Einnahmen – aktuell z. B. 7,94 Cent pro kWh bei Anlagen bis 10 kWp (Überschussregelung).
- Batteriespeicher und Wallboxen machen Sie unabhängiger und holen mehr aus dem eigenen Strom raus – auch hier hilft oft die KfW bei der Finanzierung.
- Balkonkraftwerke? Perfekt für Mieter! Und in manchen Städten wie Potsdam gibt’s sogar bis zu 250 € Förderung obendrauf.
- Je mehr Eigenverbrauch, desto besser fürs Konto: Gut geplante Anlagen sparen bis zu 1.200 € Stromkosten im Jahr – da kommt richtig was zusammen.
- Fazit: Wer sich jetzt schlau macht und loslegt, sichert sich nicht nur günstigen Strom, sondern auch ein Stück Unabhängigkeit für die Zukunft.
Aktuelle Förderlandschaft in Brandenburg
In Brandenburg sieht es momentan eher mau aus, was spezielle Landesförderungen für Photovoltaik angeht. Das frühere Kleinspeicher-Programm der ILB? Wurde eingestellt – aktuell ist da nichts in Sicht.
Aber keine Sorge: Auch ohne landeseigene Zuschüsse gibt’s auf Bundesebene solide Unterstützung, auf die Sie zurückgreifen können.
KfW-Förderprogramm 270
Ein echter Klassiker unter den Förderungen: Das KfW-Programm 270. Es bietet günstige Kredite für alle, die in Solarenergie investieren wollen – egal ob Privatperson, Unternehmen oder öffentliche Einrichtung.
Gefördert werden sowohl kleinere Anlagen auf dem Eigenheim als auch größere Solarprojekte.
Einspeisevergütung gemäß EEG
Und dann ist da noch das EEG – das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es garantiert Ihnen eine feste Vergütung für den Strom, den Sie ins Netz einspeisen. Für Anlagen, die zwischen dem 1. Februar und dem 31. Juli 2025 ans Netz gehen, gelten folgende Sätze:
Steuerliche Vorteile für Photovoltaik-Betreiber
Wer eine Solaranlage betreibt, kann sich über steuerliche Entlastungen freuen. Seit dem 1. Januar 2022 gilt: Einnahmen aus bestimmten Photovoltaikanlagen sind bis zu einer bestimmten Größe steuerfrei. Genauer gesagt: Bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und bis zu 15 kWp pro Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern fällt keine Einkommensteuer an.
Augen offen halten für lokale Förderungen
Auch wenn Brandenburg aktuell keine eigenen Förderprogramme bietet, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Webseiten der Städte, Gemeinden und regionalen Energieversorger. Manchmal werden dort kurzfristig neue Förderungen ins Leben gerufen – gerade auf kommunaler Ebene tut sich hin und wieder was.
Förderbedingungen, Steuervorteile und Vergütungssätze – all das kann sich mit der Zeit ändern. Bevor Sie also mit der Planung loslegen, holen Sie sich am besten aktuelle Infos direkt bei den zuständigen Stellen. So sind Sie auf der sicheren Seite.
Bundesweite Förderprogramme

Auch wenn es aktuell (Stand: April 2025) keine spezifischen Landesprogramme in Brandenburg gibt, stehen Ihnen eine Reihe attraktiver bundesweiter Förderprogramme zur Verfügung. Diese sind ideal, um Ihre Investition in eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich abzusichern.
KfW-Förderprogramm 270 – Erneuerbare Energien – Standard
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet über den Kredit Nr. 270 – Erneuerbare Energien – Standard zinsgünstige Darlehen für Solaranlagen und Batteriespeicher an.
Wichtige Eckdaten:
Weiterführend: KfW-Förderung für Photovoltaik
Steuerliche Erleichterungen ab 2023
Seit Januar 2023 profitieren die Betreiber kleinerer PV-Anlagen zusätzlich noch von steuerlichen Vorteilen:
- Die Umsatzsteuer entfällt auf Lieferung und Installation von Anlagen bis 30 kWp.
- Einkommensteuerfreiheit auf Einnahmen bei Solaranlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern oder 15 kWp je Wohneinheit bei Mehrfamilienhäusern.
Diese Maßnahmen reduzieren die Investitionskosten erheblich – ein Vorteil, der oft unterschätzt wird.
Beispielrechnung: KfW-Finanzierung einer 8-kWp-Anlage
Ergebnis: Die Finanzierungskosten können durch Eigenverbrauch und Einspeisevergütung nahezu ausgeglichen werden.
Weiterführend: Was kostet eine 8 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Regionale & kommunale Fördermöglichkeiten

Auch wenn vom Land Brandenburg gerade nichts an direkter Förderung läuft, gibt es auf kommunaler Ebene und bei regionalen Energieversorgern immer wieder interessante Unterstützungsangebote.
Kommunale Initiativen – zum Beispiel in Potsdam
Die Stadt Potsdam hat mit ihrer „Klima-Förderrichtlinie“ schon einige Projekte angeschoben – darunter etwa:
- Zuschüsse für Stecker-Solargeräte (also Balkonkraftwerke) – bis zu 250 €
- Unterstützung bei der Energieberatung oder beim Kauf von Stromspeichern
Aktuell laufen diese Programme zwar nicht, aber ein regelmäßiger Blick auf die Website Ihrer Stadt oder Gemeinde kann sich lohnen. Solche Förderungen sind oft zeitlich begrenzt und werden bei Bedarf wieder aufgelegt.
Förderangebote von Energieversorgern
Manche Stromanbieter aus der Region haben eigene Bonus-Programme rund um Photovoltaik. Die können zum Beispiel beinhalten:
- Zuschüsse für Solaranlagen oder Speicherlösungen
- Gutschriften auf der Stromrechnung
- Technische Hilfe bei der Planung oder Anmeldung
Ein paar Beispiele, je nach Wohnort:
Tipp: Fragen Sie direkt bei Ihrem Stromversorger nach! Viele dieser Förderangebote stehen nicht groß auf der Website, können Ihnen aber bares Geld sparen.
Einspeisevergütung in Brandenburg

Wenn Sie sich eine Solaranlage aufs Dach setzen, kommt früher oder später die Frage auf: Wohin mit dem Strom, den man selbst nicht braucht? Die gute Nachricht: Dank dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) können Sie den überschüssigen Strom einfach ins öffentliche Netz einspeisen – und bekommen dafür eine feste Vergütung. Das macht die Anlage nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich richtig interessant.
Was gibt es aktuell für eingespeisten Strom?
Die Bundesnetzagentur schaut alle drei Monate neu drauf und legt die Vergütungssätze fest. Wie viel Sie pro eingespeister Kilowattstunde bekommen, hängt davon ab, wann Ihre Anlage in Betrieb geht, wie groß sie ist – und ob Sie alles oder nur den Überschuss einspeisen.
Vergütungssätze für Inbetriebnahmen von 01.02.2025 bis 30.04.2025:
Beispielrechnung: Einspeiseerlöse bei 8-kWp-Anlage (Überschusseinspeisung)
Die Einspeisevergütung ist 20 Jahre lang garantiert – basierend auf dem aktuelle Vergütungssatz zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt. Dies ermöglicht Ihnen eine langfristig planbare Einnahmequelle.
Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung
Steuervorteile & gesetzlicher Rahmen

Nicht nur Fördergelder machen Photovoltaik spannend – auch beim Thema Steuern tut sich einiges. Seit Anfang 2023 hat die Bundesregierung steuerlich richtig nachgelegt, und diese Vorteile gelten auch 2024 und 2025 weiter.
Einkommensteuer: Keine Abgaben für kleinere Anlagen
Seit dem 1. Januar 2023 gilt: Wenn Ihre PV-Anlage
- auf einem Einfamilienhaus installiert ist und bis zu 30 kWp hat
- oder bei einem Mehrfamilienhaus bis zu 15 kWp pro Wohneinheit erreicht
und sich auf oder in der Nähe des Wohngebäudes befindet – dann sind alle Einkünfte daraus steuerfrei. Auch die Einspeisevergütung müssen Sie nicht versteuern.
Das Ganze macht es für Betreiber deutlich einfacher: Keine aufwendige Buchhaltung mehr, keine Einnahmen-Überschussrechnung – einfach laufen lassen.
Umsatzsteuer: 0 % auf die Lieferung & den Einbau
Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2023 installiert wurden, fällt auch keine Umsatzsteuer mehr an. Und zwar auf:
- die Lieferung der Anlage
- den fachgerechten Einbau durch ein Unternehmen
- und den Batteriespeicher, sofern dieser zusammen mit der PV-Anlage gekauft wird
Voraussetzung ist: Die Anlage darf nicht größer als 30 kWp sein und muss auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes installiert werden.
Beispielhafte Kostenersparnis:
Wichtig zu wissen: Auch beim Kauf von Solaranlagen-Komponenten im Baumarkt oder online gilt der 0 %-Steuersatz – vorausgesetzt, Sie kaufen als Betreiber der Anlage. Also nicht für Deko, sondern wenn’s ernst wird mit dem eigenen Solarstrom.
Gewerbesteuer: Meist kein Thema
Kleine Anlagen bis 10 kWp? Kein Problem – die gelten in der Regel nicht als gewerblich. Und selbst bei größeren Anlagen kommt selten Gewerbesteuer ins Spiel. Der Gewinn bleibt meist unter dem Freibetrag von 24.500 €, sodass am Ende oft gar nichts anfällt.
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaik-Anlage mit Speicher?
Was heißt das alles konkret für Sie? Die Vorteile auf einen Blick:
- Keine Einkommensteuer auf die Einnahmen aus Ihrer PV-Anlage (bis 30 kWp)
- 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Einbau
- Keine Gewerbesteuer bei Kleinanlagen
Unterm Strich heißt das: Weniger Papierkram, niedrigere Kosten und eine deutlich einfachere Umsetzung – vor allem für private Hausbesitzer, die selbst Strom erzeugen wollen.
Förderung für Batteriespeicher und Kombination mit E-Auto-Ladepunkten

Wenn Sie Ihre Solaranlage mit einem Batteriespeicher verbinden, holen Sie deutlich mehr aus dem selbst erzeugten Strom raus. Der Eigenverbrauch steigt, und Sie sind weniger auf das Stromnetz angewiesen. Richtig spannend wird’s, wenn auch noch eine Wallbox dazukommt – also eine Ladestation fürs E-Auto. Das macht Sie nicht nur unabhängiger, sondern bringt auch ökologisch und finanziell echten Mehrwert.
So sieht die aktuelle Förderlage aus
Viele Bundesländer – darunter auch Brandenburg – haben ihre Speicherförderungen inzwischen eingestellt. Aber keine Sorge: Es gibt nach wie vor bundesweite Fördermöglichkeiten, besonders wenn Sie Ihre Solaranlage mit Elektromobilität verbinden. Wer also Speicher und Wallbox zusammen plant, hat gute Chancen auf finanzielle Unterstützung – z. B. über KfW-Programme.
Übersicht: Förderbare Komponenten
Beispiel: Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mit Speicher
Durch die Eigenverbrauchsoptimierung können jährlich rund 850 bis 1.200 € Stromkosten eingespart werden. Die Amortisationszeit reduziert sich durch diese geschickte Kombination merklich.

Förderung von Balkonkraftwerken
Balkonkraftwerke – manchmal auch Stecker-Solargeräte genannt – sind eine einfache Möglichkeit, wie auch Mieter oder Wohnungseigentümer Teil der Energiewende werden können. Kein Dachumbau nötig, keine großen Hürden – einfach aufstellen, anschließen und los geht’s.
Die kompakten Solaranlagen benötigen keine aufwendige Installation. Sie bieten eine praktische Energielösung für Mieter und Eigenheimbesitzer. Mit einer Dichte von 2,8 Balkonkraftwerken pro 1.000 Einwohner liegt Brandenburg über dem nationalen Durchschnitt von 2,7. Dies unterstreicht das steigende Interesse an dieser grünen Technologie.
Was genau ist ein Balkonkraftwerk?
Typischerweise besteht so ein Mini-Solar-Kraftwerk aus:
- 1 bis 2 Solarmodulen mit jeweils rund 300–400 W Leistung
- einem Wechselrichter, der den Strom fürs Hausnetz nutzbar macht
- und einem Anschluss – meist per spezieller Einspeisesteckdose oder einfach über eine normale Schuko-Steckdose
Der Strom fließt direkt in den Haushaltskreislauf und wird dort verbraucht. Überschüsse gehen zwar ins öffentliche Netz, bringen aber in der Regel keine Vergütung – das ist bei Balkonkraftwerken (noch) nicht vorgesehen.
Fördermöglichkeiten in Brandenburg
Landesweit ist aktuell (Stand: April 2025) leider keine spezielle Förderung für Balkonkraftwerke in Brandenburg am Start. Aber: Auf kommunaler Ebene sieht es dafür wieder besser aus. Einige Städte oder Energieversorger bieten kleine Zuschüsse oder Bonusaktionen – einfach mal bei der Gemeinde oder beim Stromanbieter nachfragen.
Kommunale Förderbeispiele
Tipp: Wer zuerst kommt, profitiert zuerst – deshalb lohnt es sich, regelmäßig die Website Ihrer Stadt oder Gemeinde zu checken. Viele Förderprogramme sind auf eine bestimmte Summe begrenzt und werden nach dem Prinzip „Wer zuerst beantragt, bekommt den Zuschuss“ vergeben.
Die Vorteile auf einen Blick
- Perfekt für Mieter: Keine baulichen Maßnahmen nötig, nur eine Anmeldung beim Netzbetreiber
- Günstiger Einstieg: Geräte gibt’s schon ab etwa 500 €
- Spart bares Geld: Bis zu 100 € Stromkosten können pro Jahr eingespart werden
- Einfacher Start in die Energiewende: Klein, kompakt, aber mit Wirkung
Beispielrechnung: 600-Watt-Balkonkraftwerk
Ein 600-Watt-Balkonkraftwerk kann im Jahr eine ordentliche Menge Strom liefern – ideal, um zum Beispiel Küchengeräte oder den Kühlschrank zu versorgen. Und das fast geräuschlos, ganz ohne Aufwand.
Auch wenn es aktuell keine direkte Förderung vom Land gibt, lohnt sich ein genauer Blick auf lokale Angebote und bundesweite Förderprogramme – egal ob für große PV-Anlagen mit Speicher oder kleine Balkonkraftwerke. Besonders spannend wird’s, wenn man das Ganze mit einer Wallbox und einem E-Auto kombiniert – das zahlt sich langfristig richtig aus.
Praxisratgeber: So planen Sie Ihre Photovoltaikanlage richtig

Wer sich für eine Solaranlage entscheidet, sollte nichts überstürzen – gute Planung zahlt sich aus. Denn je durchdachter Sie vorgehen, desto besser passt die Anlage zu Ihrem Bedarf. Und: Sie holen am Ende mehr raus – technisch wie finanziell.
Schritt für Schritt zur eigenen Solaranlage
1. Wie viel Strom brauchen Sie eigentlich?
- Starten Sie mit einem Blick auf Ihre Stromrechnung: Wie hoch ist Ihr Jahresverbrauch? In einem typischen 4-Personen-Haushalt liegt der bei rund 4.000 kWh im Jahr.
- Ziel ist es, mit der PV-Anlage etwa 70 bis 90 Prozent dieses Bedarfs selbst zu decken. Je mehr Sie selbst verbrauchen, desto mehr sparen Sie.
2. Welche Anlagengröße passt zu Ihrem Haushalt?
- Eine einfache Faustregel: 1 kWp Photovoltaik-Leistung bringt Ihnen etwa 950 bis 1.050 kWh Strom pro Jahr.
- Wenn Ihr Bedarf bei 4.000 kWh liegt, sollten Sie also mit einer Anlage zwischen 4 und 5 kWp rechnen.
- Noch besser: gleich mit Speicher planen – so können Sie mehr Sonnenstrom direkt selbst nutzen, auch abends oder bei schlechtem Wetter.
3. Standortanalyse & Ausrichtung – wo scheint die Sonne am besten?
Die Himmelsrichtung Ihres Daches macht echt einen Unterschied:
- Südausrichtung? Jackpot – hier gibt’s die beste Ausbeute.
- Ost oder West? Kein Drama – Sie verlieren vielleicht 5 bis 15 %, aber das ist in vielen Fällen völlig okay.
- Nordseite? Eher nicht – da kommt einfach zu wenig Sonne an.
Achten Sie auch auf mögliche Verschattungen durch Bäume, Kamine oder Dachgauben.
3. Standortanalyse & Ausrichtung – wo scheint die Sonne am besten?
Die Himmelsrichtung Ihres Daches macht echt einen Unterschied:
- Südausrichtung? Jackpot – hier gibt’s die beste Ausbeute.
- Ost oder West? Kein Drama – Sie verlieren vielleicht 5 bis 15 %, aber das ist in vielen Fällen völlig okay.
- Nordseite? Eher nicht – da kommt einfach zu wenig Sonne an.
Achten Sie auch auf mögliche Verschattungen durch Bäume, Kamine oder Dachgauben.
Tipp: Digitale Tools zur Solaranalyse wie PV*Sol oder der Solaratlas Brandenburg helfen bei der Einschätzung.
4. Wirtschaftlichkeit – wann rechnet sich das Ganze?
So setzen sich die Ersparnisse zusammen:
- Eigenverbrauch spart Stromkosten – aktuell ca. 30 Cent pro kWh
- Überschussstrom, den Sie nicht brauchen, können Sie einspeisen – aktuell gibt’s z. B. 7,94 ct/kWh
- Amortisationszeit? In der Regel zwischen 8 und 12 Jahren – danach produziert Ihre Anlage quasi kostenlos weiter
5. Anbieter vergleichen – lohnt sich!
Holen Sie sich ruhig 3 bis 5 Angebote direkt von Fachbetrieben ein und achten Sie dabei auf:
- Zertifizierungen, z. B. nach DIN EN 62446
- Langfristige Garantien: 25 Jahre auf die Module sind Standard, 10 Jahre auf den Wechselrichter auch
- Leistungsversprechen, also wie viel Strom pro installiertem kWp erzeugt wird
6. Förderungen prüfen – und rechtzeitig beantragen
Ganz wichtig: Beantragen Sie alle Förderungen vor Vertragsunterschrift. Fragen Sie bei Ihrer Bank oder Ihrer Kommune nach passenden Programmen. Auch die KfW bietet häufig Fördermöglichkeiten an.
7. Installation & Anmeldung – jetzt wird’s ernst
Lassen Sie nur Fachfirmen ran – am besten solche mit Erfahrung und guten Bewertungen.
Nach der Montage meldet die Firma Ihre Anlage beim Netzbetreiber und ggf. im Marktstammdatenregister an. Dann kann’s losgehen!
Fazit & Ausblick

Photovoltaik ist längst mehr als nur ein Zeichen für Umweltbewusstsein – sie ist inzwischen eine richtig clevere Investition. Gerade für Hausbesitzer in Brandenburg lohnt sich der Blick aufs Dach. Auch wenn das Land selbst gerade keine eigenen Förderprogramme anbietet, die bisherigen Förderungen können sich sehen lassen:
Das Förderprogramm "Erneuerbare Energien Brandenburg" hat 25,3 Millionen Euro für diverse Initiativen zur Verfügung gestellt. Dies zeigt das starke Engagement des Bundeslandes, den Einsatz erneuerbarer Energien auszubauen. Das Projekt "Wasserstoff-Speicher Brandenburg", das in der Mitte des Jahres 2024 an den Start ging, eröffnet innovative Wege für die Einbindung erneuerbarer Energiequellen.
Was sollten Sie mitnehmen?
- Wer PV-Anlage, Speicher und vielleicht noch eine Wallbox kombiniert, holt das Maximum aus dem eigenen Strom raus – spart Geld und wird unabhängiger.
- Die derzeitige Einspeisevergütung garantiert Ihnen über 20 Jahre hinweg feste Einnahmen.
- Null Prozent Mehrwertsteuer und Steuerfreiheit auf Einnahmen machen vor allem kleinere Anlagen besonders attraktiv.
- Auch Mieter und Wohnungseigentümer können mit Balkonkraftwerken einsteigen – besonders da, wo’s kommunale Zuschüsse gibt.
- Gute Planung, mehrere Angebote und rechtzeitige Förderanträge sind das A und O, wenn’s richtig laufen soll.
Förderungen, Vergütungssätze und Steuerregeln können sich ändern – manchmal sogar vierteljährlich. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig reinzuschauen bei den Websites von KfW, BAFA oder der Verbraucherzentrale Brandenburg, dem Marktstammdatenregister sowie auf den Seiten regionaler Energieversorger, wo oft kurzfristig neue Förderaufrufe erscheinen.
Ihre nächsten Schritte:
Je früher Sie loslegen, desto besser stehen die Chancen auf gute Förderbedingungen und hohe Einsparungen. Also: Lassen Sie sich beraten, prüfen Sie Ihre Fördermöglichkeiten und holen Sie sich mehrere Angebote rein. Mithilfe von unserer unabhängigen Expertenberatung können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und die optimale Photovoltaikanlage für Ihre Bedürfnisse finden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Förderung gibt es aktuell für PV-Anlagen in Brandenburg?
Aktuell gibt es vom Land Brandenburg selbst keine speziellen Förderungen. Aber keine Sorge: Bundesweite Programme wie der KfW-Kredit 270 stehen zur Verfügung, genauso wie steuerliche Erleichterungen. Und in manchen Städten – zum Beispiel in Potsdam – gibt’s zusätzlich noch kommunale Förderungen, die man mitnehmen kann.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Förderung zu beantragen?
Förderanträge erfordern die Erfüllung bestimmter Kriterien, darunter die Größe und Leistung der Photovoltaikanlage und die Einhaltung spezifischer Bewerbungsverfahren. In der Regel ist der Antrag vor dem Kauf oder Baubeginn einzureichen.
Welche Förderprogramme gelten für Batteriespeicher?
Zuschüsse für Batteriespeicher sind im Moment eher die Ausnahme und oft regional begrenzt. Was aber fast immer geht: die Finanzierung über den KfW-Kredit 270. Wer Speicher, PV-Anlage und eventuell sogar eine Wallbox kombiniert, hat eine besonders effiziente und wirtschaftliche Lösung.
Welche Vorteile hat die Kombination mit einem Elektroauto?
Wenn Sie Ihre Solaranlage mit einem Speicher und einer Wallbox kombinieren, laden Sie Ihr E-Auto mit selbst erzeugtem Strom – am besten tagsüber, wenn die Sonne scheint. Das erhöht den Eigenverbrauch deutlich und verbessert die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.
Gibt es eine Einspeisevergütung für Balkonkraftwerke?
Kurz gesagt: nein. Balkonkraftwerke speisen den Strom direkt in den eigenen Haushaltskreis ein. Eine Einspeisung ins öffentliche Netz ist technisch meist nicht vorgesehen – und deshalb gibt’s auch keine EEG-Vergütung dafür.
Welche Vorteile haben Balkonkraftwerke in Brandenburg?
Balkonkraftwerke erleben in Brandenburg einen Aufschwung und sind beliebter als im Rest Deutschlands. Obwohl direkte Förderungen fehlen, könnten Steuervorteile und weniger Bürokratie die Nutzung attraktiver machen.
Welche Schritte sind bei der Planung einer Photovoltaikanlage wichtig?
Die Planung einer solchen Anlage beginnt mit der Analyse Ihres Energiebedarfs und der Auswahl eines geeigneten Standorts. Es empfiehlt sich, Angebote über Vergleichsportale zu erkunden, um die besten Konditionen zu finden.
Ist der Kauf einer PV-Anlage steuerlich absetzbar?
Ja, zumindest indirekt: Seit Anfang 2023 zahlen Sie keine Umsatzsteuer mehr auf Kauf und Installation. Außerdem sind Einnahmen aus dem Betrieb kleiner Anlagen bis 30 kWp einkommensteuerfrei – solange die Anlage auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes betrieben wird.
Wie finde ich einen seriösen Anbieter?
Achten Sie bei der Anbieterauswahl auf folgende Punkte: Zertifizierungen, z. B. vom TÜV oder dem Zentralverband der Elektrohandwerke (ZVEH), Mitgliedschaft in einer Handwerkskammer, Referenzprojekte, also echte Erfahrungen mit Solaranlagen und auf unabhängige Bewertungen – zum Beispiel auf Bewertungsportalen wie ProvenExpert oder Trustpilot.
Wie gestalten sich die Amortisationszeiten für Photovoltaikanlagen in Brandenburg?
Photovoltaikanlagen versprechen in Brandenburg langfristige finanzielle Vorteile. Die Rückvergütungen und der Eigenverbrauch des Solarstroms machen die Investition rentabler und verkürzen die Amortisationsdauer.
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