Wie kann ich selbst den Wert einer Immobilie ermitteln?

Wie kann ich selbst den Wert einer Immobilie ermitteln?

Mit Bodenrichtwert (BORIS), passenden Vergleichsdaten und einem klaren Vorgehen können Sie den Wert selbst erstaunlich gut eingrenzen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie zu einer realistischen Wertspanne kommen – und welche Fehler Sie dabei besser vermeiden.

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Wussten Sie, dass Online-Schätzungen oft stark schwanken, weil sie je nach Anbieter mit unterschiedlichen Datenquellen und Annahmen rechnen? Wenn Sie stattdessen drei Bausteine kombinieren – den Bodenrichtwert aus BORIS, Daten aus Gutachterausschuss/Marktberichten und vergleichbare Verkaufspreise – wird Ihre eigene Einschätzung deutlich genauer.

In diesem Ratgeber bekommen Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, praktische Checklisten und die typischen Fehler, die viele Eigentümer unnötig Geld kosten. Wichtig: Eine Selbstbewertung ist eine sehr gute Orientierung – für rechtliche oder steuerliche Zwecke ersetzt sie aber in der Regel kein gerichtsfestes Gutachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Verkehrswert/Marktwert ist in Deutschland gesetzlich definiert (§ 194 BauGB).
  • Für Wohnimmobilien sind Vergleichswert, Ertragswert, Sachwert die drei anerkannten Verfahren (ImmoWertV).
  • Den Bodenrichtwert holen Sie kostenlos über BORIS-D/Landesportale.
  • Online-Rechner sind gut zur Plausibilisierung, ersetzen aber keine Bewertung mit Unterlagen (Abweichungen oft 10–20%).
  • Mit Checkliste + Dokumentation vermeiden Sie die häufigsten Wert-Fehler (nur Angebotspreise, falsche Wohnfläche, Energie ignoriert).
  • Für Erbschaft/Scheidung/Finanzierung: ggf. ein Profi-Gutachten (Kosten grob 0,5–1,5% vom Verkehrswert).

Was bedeutet „Verkehrswert“ – und wie genau kann ich selbst werden?

Der Wert einer Immobilie ist nicht das, was „jemand mal zahlen würde“. Gesetzlich zählt der Verkehrswert (Marktwert): Das ist der Preis, der am Bewertungsstichtag im normalen Markt zwischen Käufer und Verkäufer realistisch erreichbar wäre – mit allen wertrelevanten Eigenschaften, aber ohne Wunschdenken.

Eine Selbster­mittlung ist dafür perfekt, wenn Sie eine erste Orientierung brauchen – zum Beispiel für die Verkaufsvorbereitung, ein Erbe oder weil Sie einfach wissen möchten, „wo Sie ungefähr stehen“.

Wichtig ist nur: Ohne vollständige Unterlagen und ohne einen Zugriff auf echte Verkaufsdaten kann Ihre Schätzung spürbar (10 bis 20 %) abweichen.

So werden Sie deutlich genauer als mit einem schnellen Online-Rechner:

  • Sie arbeiten mit Bodenrichtwerten (BORIS) statt Bauchgefühl.
  • Sie nutzen Vergleichsdaten und passen sie realistisch an (Zustand, Energie, Lage).
  • Sie dokumentieren Ihre Annahmen (das macht Ihr Ergebnis nachvollziehbar – auch für Familie, Käufer oder Bank).

Wann reicht das nicht mehr?

Sobald es „offiziell“ wird – etwa bei Erbschaftsteuer, Scheidung, Finanzierung oder Gericht – brauchen Sie in der Regel ein professionelles Gutachten, weil es dann auf Beweisfähigkeit ankommt.

Weiterführend: Immobilienbewertung bei Erbschaft & Schenkung – Steuer richtig berechnen und Vermögen schützen

Die 3 Bewertungsverfahren – welches passt zu Ihrer Immobilie?

Die 3 Bewertungsverfahren – welches passt zu Ihrer Immobilie?
Bild: Checkfox.de

In Deutschland sind drei Verfahren anerkannt und in der ImmoWertV geregelt. Sie sind gleichwertig – entscheidend ist, welches Verfahren zur Immobilie und zur Datenlage passt.

Schnellüberblick: Verfahren auswählen

Verfahren Passt besonders für Womit Sie rechnen Typische Stolperfalle
Vergleichswert Eigentumswohnung, Reihenhaus, Einfamilienhaus (Standard) Verkaufspreise ähnlicher Objekte, angepasst um Zu-/Abschläge Nur Angebotspreise statt echte Verkäufe
Ertragswert Vermietete Immobilien, Mehrfamilienhaus Mieteinnahmen minus Bewirtschaftungskosten, kapitalisiert + Bodenwert Kosten/Leerstand zu optimistisch angesetzt
Sachwert Individuelle Häuser, Sonderfälle, Neubau-nahe Objekte Herstellungskosten minus Wertminderung + Bodenwert + Marktanpassung Ohne Marktanpassung wird’s oft „zu hoch“

Wichtig: In vielen Fällen werden mehrere Verfahren kombiniert oder gegengeprüft. Das erhöht die Aussagekraft und reduziert das Risiko von Fehlbewertungen.

Was steckt dahinter – in einfachen Worten

  • Vergleichswert: Sie orientieren sich an realistischen Preisen ähnlicher Objekte. Für viele Wohnimmobilien ist das am „marktnächsten“.
  • Ertragswert: Der Wert kommt aus der Rendite. Sie rechnen Mieteinnahmen minus typische Kosten – und setzen das ins Verhältnis zum regional üblichen Zinssatz (Liegenschaftszins).
  • Sachwert: Sie schauen auf die Substanz: Was würde das Gebäude (vereinfacht) heute kosten – abzüglich Alter/Verschleiß – plus Boden. Danach wird mit Marktfaktoren angepasst.

Gut zu wissen (für die Ertragswert-Rechnung):

In der Praxis sind die Bewirtschaftungskosten ein häufiger Fehlerpunkt. Die ImmoWertV liefert dafür Modellansätze (Anlage 3). Zudem gibt es für 2026 aktualisierte Richtwerte wie Instandhaltung 14,40 €/m² Wohnfläche/Jahr und Verwaltungspauschalen (objektabhängig).

Schritt-für-Schritt: So berechnen Sie Ihren Immobilienwert selbst

Schritt-für-Schritt: So berechnen Sie Ihren Immobilienwert selbst (mit Beispiel-Rechenweg)
Bild: Checkfox.de

Wenn Sie den Wert selbst ermitteln, ist das Ziel nicht „eine perfekte Zahl“, sondern eine realistische Wertspanne, die Sie begründen können. Genau so geht’s:

Schritt 1: Objektart festlegen und Verfahren wählen

  • Eigentumswohnung / Einfamilienhaus (Standard): meist Vergleichswert
  • Vermietete Immobilie / Mehrfamilienhaus: meist Ertragswert
  • Sehr individuelles Haus / Sonderfall: oft Sachwert als Plausibilisierung

Die Verfahren sind in der ImmoWertV beschrieben.

Schritt 2: Bodenwert ermitteln (BORIS)

Bodenrichtwert x Grundstücksfläche (vereinfacht).

Warum das wichtig ist: Der Bodenwert ist ein harter Anker – besonders bei Häusern.

Schritt 3: Vergleichsdaten sammeln (nicht nur Angebote)

Nutzen Sie möglichst:

  • Grundstücksmarktberichte / Daten der Gutachterausschüsse
  • seriöse Online-Tools als Gegencheck (nicht als alleinige Wahrheit)

Schritt 4: Zu-/Abschläge sauber ansetzen

Typische Anpassungen:

  • Mikrolage (Straße, Lärm, Ausrichtung)
  • Zustand & Modernisierung
  • Energieeffizienz (wirkt 2026 stärker als früher)

Schritt 5: Ergebnis dokumentieren und plausibilisieren

Schreiben Sie kurz dazu:

  • Datenquellen (BORIS, Marktbericht, Vergleichsobjekte)
  • Annahmen (Wohnfläche, Zustand, Modernisierungen)

So vermeiden Sie, dass Ihre Schätzung „nur wie ein Gefühl“ wirkt.

Beispiel 1: Eigentumswohnung (Vergleichswert)

Angenommen:

  • 75 m² Wohnfläche, gute Lage in einer Stadt
  • Vergleichspreise ähnlicher Wohnungen: 4.200 €/m² bis 4.600 €/m²
  • Zustand/Energie: leichter Abschlag (z. B. −5%), weil Bad alt / Energie mittel
Rechenschritt Wert Hinweis
1) Basispreis (untere Spanne) 75 m² × 4.200 €/m² = 315.000 € Vergleichsdaten sind idealerweise echte Verkäufe, nicht nur Inserate.
2) Basispreis (obere Spanne) 75 m² × 4.600 €/m² = 345.000 € Spanne ist normal, weil Vergleich nie 1:1 passt.
3) Abschlag Zustand/Energie (−5%) −15.750 € bis −17.250 € Abschläge müssen begründbar sein (z. B. Modernisierungsstau).
Ergebnis: Wertspanne ca. 299.000 € bis 328.000 € Als nächstes: mit 1–2 Online-Rechnern gegenchecken.

Wichtig: Das Beispiel zeigt das Prinzip. Ihre echte Spanne hängt stark davon ab, wie gut Ihre Vergleichsdaten sind.

Beispiel 2: Vermietete Immobilie (Ertragswert)

Beim Ertragswert zählt die Rendite-Logik:

  1. Jahresrohertrag (Miete)
  2. minus Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltung etc.)
  3. = Reinertrag
  4. Der Reinertrag wird mit regional typischem Zinssatz (Liegenschaftszins) kapitalisiert + der Bodenwert

2026 gelten aktualisierte Modellansätze (z. B. Instandhaltung 14,40 €/m² Wohnfläche/Jahr). Für eine saubere Rechnung sollten Sie die regionalen Zinssätze/Faktoren möglichst aus dem Gutachterausschuss holen.

Bodenrichtwert und Vergleichspreise finden (BORIS, Gutachterausschuss, Marktberichte)

Bodenrichtwert und Vergleichspreise finden (BORIS, Gutachterausschuss, Marktberichte)
Bild: Checkfox.de

Hier liegt der größte Hebel für die Genauigkeit: gute Daten rein und brauchbare Wertspanne raus.

Bodenrichtwert: Ihr kostenloser Startpunkt

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert für unbebaute Grundstücke in einer Zone. Sie bekommen ihn über BORIS-D oder das jeweilige Landesportal.

Vergleichspreise: Warum Inserate nur die halbe Wahrheit sind

Inserate zeigen, was die Verkäufer haben wollen. Für den Verkehrswert sind aber vor allem tatsächlich erzielte Preise interessant. Deshalb:

  • Wenn möglich: Grundstücksmarktberichte / Gutachterausschuss-Daten nutzen
  • Portale/Tools: als Orientierung und Gegencheck, nicht als alleinige Quelle

Wo Sie welche Daten finden

Datentyp Beste Quelle Kosten Wofür Sie es nutzen
Bodenrichtwert BORIS-D / Landes-BORIS meist kostenlos Bodenwert als Anker (Haus/Sachwert/Ertragswert)
Vergleichsfaktoren / Umrechnungen Gutachterausschuss / Grundstücksmarktbericht oft kostenlos oder geringe Gebühr Anpassungen für Lage, Zustand, Objektart
Liegenschaftszinssätze Gutachterausschuss (regional) oft Bericht/Download Ertragswert (Kapitalisierung)
Markttrend (Index) Destatis Häuserpreisindex kostenlos Einordnung: Markt steigt/fällt – ersetzt keine Objektbewertung
Online-Schätzer Portale/Rechner meist kostenlos Plausibilisierung (typisch ±10–15% bei Standardobjekten)

Wenn Sie nach Ihrer Selbstbewertung merken, dass die Spanne zu groß ist (z. B. 80.000 € Unterschied), liegt es fast immer an fehlenden Daten: Wohnfläche, Zustand, Vergleichsobjekte oder Mieten. Dann hilft eine kurze fachliche Einordnung oft mehr als noch ein weiterer Rechner.

Welche Unterlagen Sie brauchen

Welche Unterlagen Sie brauchen
Bild: Checkfox.de

Je besser Ihre Unterlagen, desto kleiner wird die Wertspanne. Viele Fehlbewertungen entstehen nicht, weil jemand „schlecht rechnet“, sondern weil Wohnfläche, Zustand oder Modernisierungen unklar sind.

Unterlage Wofür sie wichtig ist Wenn sie fehlt, passiert oft …
Grundbuchauszug Rechte/Lasten prüfen (z. B. Wegerecht, Grundschuld) Unsicherheit, längere Finanzierung, Rückfragen
Flurkarte / Lageplan Grundstücksgrenzen, Zufahrt, Zuschnitt Fehleinschätzung von Lage/Zuschnitt
Wohn- und Nutzflächenberechnung Preis pro m², Vergleichbarkeit, Bankbewertung zu hoher/zu niedriger Wert, Diskussionen über m²
Grundrisse Raumaufteilung, Nutzung, Marktgängigkeit weniger Anfragen, größere Abschläge „für Risiko“
Energieausweis Energetischer Zustand, Nebenkosten, Abschläge/Zuschläge Käufer rechnen pessimistisch – Preis fällt
Modernisierungsnachweise (Rechnungen/Jahre) Werttreiber belegen (Dach, Fenster, Heizung, Elektrik) „Behauptungen“ werden nicht bezahlt
Baujahr + größere Sanierungsstände Restnutzungsdauer, typischer Sanierungsbedarf zu optimistische Annahmen
Mietvertrag + aktuelle Miete (bei Vermietung) Ertragswert: Rohertrag/Reinertrag Ertragswert bricht zusammen oder ist unrealistisch
Hausgeld/Wirtschaftsplan/Protokolle (bei ETW) Rücklagen, Sonderumlagen, Instandhaltung spätere Überraschungen → Abschläge
Fotos innen/außen (Zustand dokumentieren) objektive Einschätzung statt Bauchgefühl „Schön gerechnet“ oder zu negativ bewertet

Unser Tipp: Wenn Sie nur 2 Dinge sauber machen möchten, dann diese: Wohnfläche und Modernisierungsnachweise. Das entscheidet in der Praxis extrem oft über die Plausibilität der Zahl.

Online-Rechner: sinnvoll – aber nur als Gegencheck & typische Fehler vermeiden

Online-Rechner: sinnvoll – aber nur als Gegencheck & typische Fehler vermeiden
Bild: Checkfox.de

Online-Bewertungen sind praktisch, weil sie schnell eine Zahl ausspucken. Wirklich gut werden sie aber erst, wenn Sie sie wie einen Taschenrechner nutzen: als Plausibilisierung Ihrer eigenen Daten – nicht als „Wahrheit“.

So nutzen Sie Online-Rechner richtig

  1. Erst selbst eine Wertspanne rechnen (z. B. Vergleichswert).
  2. Dann 1–2 Rechner nutzen und schauen: Liege ich grob im Korridor?
  3. Wenn die Rechner stark abweichen: prüfen, ob Wohnfläche, Zustand, Modernisierungen oder Lage falsch/zu grob hinterlegt sind.

Seriöse Tools (kostenlos)

10 typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Fehler Was dann schief läuft Besser so
Nur Angebotspreise vergleichen Wert wird zu hoch angesetzt Wenn möglich: Marktberichte/Gutachterausschuss + mehrere Vergleiche
Wohnfläche falsch (z. B. Dachschrägen, Keller) Preis pro m² verzerrt, Ergebnis unplausibel Wohnflächenberechnung nutzen, Nutzfläche getrennt ausweisen
Energiezustand ignorieren Abschläge kommen „hinten raus“ in Verhandlungen Energieausweis einbeziehen, realistische Zu-/Abschläge
Mikrolage wird unterschätzt Vergleich passt nicht (Lärm, Parken, Ausrichtung) Vergleich auf Straße/Umfeld eingrenzen
Modernisierungen nur „gefühlt“ bewertet Zu hohe Aufschläge Rechnungen/Jahre dokumentieren
Zu optimistische Miete (Ertragswert) Ertragswert wird künstlich aufgebläht Nachhaltige Miete ansetzen, Leerstand/Kosten realistisch
Kosten zu niedrig (Ertragswert) Reinertrag zu hoch Bewirtschaftungskosten sachlich ansetzen (Modellwerte/regionale Infos)
Emotionale Aufschläge („da steckt so viel drin“) Preis bleibt am Markt liegen Marktlogik akzeptieren, Span­ne begründen
Zu wenige Vergleichsobjekte Ein Ausreißer bestimmt den Wert Mindestens 5–10 Vergleiche über mehrere Wochen
Kein Stichtag Wert passt nicht zum aktuellen Markt Bewertungsdatum notieren und Datenstand dazu schreiben

Unser Tipp: Eine gute Bewertung ist immer nachvollziehbar und datenbasiert. Je sauberer die Grundlage, desto stabiler ist das Ergebnis – auch in Verhandlungen.

Weiterführend: Soll man jetzt seine Immobilie verkaufen oder noch warten?

Fazit: Mit den richtigen Daten zur belastbaren Wertspanne

Fazit: Mit den richtigen Daten zur belastbaren Wertspanne
Bild: Checkfox.de

Sie können den Wert Ihrer Immobilie selbst erstaunlich gut eingrenzen, wenn Sie drei Dinge sauber machen: Bodenrichtwert (BORIS), passende Vergleichsdaten und realistische Zu-/Abschläge für Zustand, Energie und Lage. Online-Rechner sind dann ein guter Gegencheck – aber sie ersetzen keine Unterlagen.

Was nun?

Wenn Sie möchten, prüfen wir Ihre Eckdaten kurz mit Ihnen und sagen Ihnen, welches Verfahren für Ihre Immobilie am besten passt – und ob Ihre Wertspanne realistisch ist. Kostenlos und unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück?

Am schnellsten über BORIS-D oder das jeweilige Landesportal. Dort suchen Sie nach Ort/Adresse und wählen die passende Zone. Der Bodenrichtwert ist ein Richtwert – für den finalen Marktwert brauchen Sie zusätzlich Objektzustand und Vergleichsdaten.

Wie genau ist eine Online-Immobilienbewertung?

Für Standardobjekte kann sie eine gute Orientierung geben, aber sie bleibt eine Schätzung. Je spezieller Lage, Zustand oder Ausstattung, desto größer werden Abweichungen. Nutzen Sie Online-Rechner deshalb am besten als Gegencheck zu Ihrer eigenen Wertspanne.

Welches Verfahren ist für eine Eigentumswohnung am sinnvollsten?

Meist das Vergleichswertverfahren, weil es sich an Preisen ähnlicher Wohnungen orientiert. Wichtig ist, dass die Vergleiche wirklich ähnlich sind (Baujahr, Zustand, Mikrolage) und Sie Hausgeld/Rücklagen berücksichtigen.

Welches Verfahren passt für ein vermietetes Haus oder Mehrfamilienhaus?

Hier ist häufig der Ertragswert passend, weil Mieteinnahmen und Kosten die zentrale Rolle spielen. Entscheidend sind realistische Mieten (nachhaltig) und sauber angesetzte Bewirtschaftungskosten.

Zählt der Wert aus dem Rechner für Bank, Finanzamt oder Gericht?

In der Regel nein. Für Finanzierung, Erbschaft/Schenkung oder Streitfälle wird oft ein Gutachten oder eine belastbare Wertermittlung verlangt. Ihre Selbstbewertung hilft aber, sich vorzubereiten und Angebote besser einzuordnen.

Warum weichen meine Ergebnisse je nach Rechner so stark ab?

Weil viele Tools unterschiedliche Datenquellen und Annahmen nutzen (Vergleichsdaten, Lageabgrenzung, Zustandsannahmen). Häufige Ursachen sind unklare Wohnfläche, fehlende Modernisierungsinfos oder Mikrolage-Effekte. Dann hilft: Daten nachschärfen und erneut plausibilisieren.

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