Wussten Sie, dass Sie in Nordrhein-Westfalen durch geschickte Kombination von Bundes- und Landesförderungen bis zu 70 % Ihrer Wärmepumpen-Investition sparen können? Der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell. Die Bundesregierung und das Land NRW bieten umfangreiche Zuschüsse und zinsgünstige Kredite – ideal für Hausbesitzer, die ihre Heiztechnik zukunftsfähig und nachhaltig gestalten möchten.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie die aktuellen Förderungen im Jahr 2026 aussehen, welche Programme Sie in NRW nutzen können und wie Sie die maximale Förderung für Ihre neue Wärmepumpe erhalten. Zusätzlich verlinken wir zu hilfreichen Tools, Infos und zu unserem Anbieter- & Kosten-Vergleich für Wärmepumpen, der Ihnen bei der Auswahl und Finanzierung weiterhilft.
Das Wichtigste in Kürze
- Bis zu 70 % Förderung möglich – durch Kombination von Bundes- und Landesprogrammen.
- KfW-Programm 458 ist zentrale Bundesförderung für den Heizungstausch (Zuschuss statt Kredit).
- Landesprogramm „progres.nrw“ fördert Geothermie-Wärmepumpen (ab Februar 2026) mit bis zu 12.000 €.
- Zusätzliche Programme über die NRW.BANK für zinsgünstige Kredite („Weg vom Gas“).
- Technische Neuerungen ab 2026: Strengere Schallgrenzwerte, SG-Ready, Smart-Meter-Anbindung.
- Antragstellung vor Maßnahmenbeginn erforderlich – über „Meine KfW“-Portal und Bezirksregierung.
- Kommunale Förderprogramme ergänzen die Landesmittel in Städten wie Düsseldorf oder im Ruhrgebiet.
Förderprogramme im Überblick
Nordrhein-Westfalen kombiniert verschiedene Förderinstrumente auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Wer diese sinnvoll kombiniert, kann seine Investitionskosten deutlich senken.
Förderprogramme in NRW im Vergleich
Förderungen clever kombinieren lohnt sich
Die Tabelle zeigt: Die wichtigste Förderung für Wärmepumpen kommt weiterhin vom Bund – allen voran über den KfW-Zuschuss 458, der je nach Voraussetzungen einen erheblichen Teil der Investitionskosten abdecken kann. Landes- und kommunale Programme wie progres.nrw oder lokale Klimaförderungen wirken dabei ergänzend, etwa bei Erdwärme-Projekten oder durch zusätzliche Zuschüsse und Beratungsangebote.
Wichtig ist, die Programme nicht isoliert, sondern strategisch zu kombinieren: Zuschüsse senken die Investitionskosten direkt, während zinsgünstige Kredite – etwa über die NRW.BANK – die Finanzierung erleichtern. Da Förderhöhe und Verfügbarkeit je nach Maßnahme und Wohnort variieren, lohnt sich vor der Antragstellung ein genauer Blick auf die individuellen Voraussetzungen.
Bundesförderung: KfW-Zuschuss 458

Die wichtigste Grundlage für alle privaten Antragsteller bleibt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), konkret der das KfW Programm 458. Dieses gewährt:
- 30 % Grundförderung für alle Wärmepumpentypen
- 20 % Bonus bei Austausch einer alten fossilen Heizung („Speed-Bonus“)
- 5 % iSFP-Bonus bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans
Insgesamt sind bis zu 70 % Förderung möglich, wobei die Maximalförderung 21.000 € (bei 30.000 € Investition) nicht überschreiten darf.
Tipp: Weitere Details finden Sie in unserem Ratgeber zur KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Übersicht Förderboni
Wichtiger Hinweis: Die maximale Gesamtförderung ist auf 70 % der förderfähigen Kosten begrenzt. Die tatsächliche Zuschusshöhe hängt von der individuellen Bonuskombination und der technischen Ausführung ab.

Landesförderung & kommunale Förderungen

Das Landesprogramm progres.nrw – Klimaschutztechnik unterstützt vor allem den Einsatz von Erdwärmepumpen. Je nach Bauart und Tiefe erhalten Sie:
- bis zu 12.000 € Zuschuss im Bestand
- bis zu 8.000 € im Neubau
- zusätzlich Förderung für Planung und Beratung
Neue Anträge sind vorraussichtlich ab Februar 2026 möglich. Ergänzend bietet die NRW.BANK zinsvergünstigte Kredite („Weg vom Gas“) für den Heizungstausch – mit bis zu 100 % Finanzierung und Sonderkonditionen.
Wärmepumpen-Fördermöglichkeiten in weiteren Bundesländern
- Wärmepumpen-Förderung in Berlin
- Wärmepumpen-Förderung in Bayern
- Wärmepumpen-Förderung in Hessen
- Wärmepumpen-Förderung in Niedersachsen
Kommunale Förderungen in NRW
Einige Städte und Gemeinden – etwa Düsseldorf, Bonn oder Münster – bieten ergänzende Förderprogramme für den Heizungstausch oder energetische Sanierungsmaßnahmen an. Diese kommunalen Zuschüsse können in vielen Fällen mit Bundesförderungen kombiniert werden; die Kombinierbarkeit mit Landesprogrammen ist jedoch abhängig von den jeweiligen Förderbedingungen.
Verlässliche Informationen erhalten Sie bei der zuständigen kommunalen Klimaschutzstelle oder über Plattformen wie co2online.de.
Fördervoraussetzungen für Zuschüsse

Damit die Fördermittel auch tatsächlich bewilligt werden, müssen bestimmte technische und formale Voraussetzungen erfüllt sein.
Technische Anforderungen (JAZ, Schall, Kältemittel)
- Jahresarbeitszahl (JAZ): Wärmepumpen müssen eine JAZ von mindestens 2,7 erreichen (Luft-Wasser), bei Erdwärme und Wasser-Wasser ≥ 3,5.
- Schallgrenzen: Für Geräte im Außenbereich gelten ab 2026 neue, strengere Lärmgrenzwerte – insbesondere in reinen Wohngebieten.
- Kältemittel: Nur Anlagen mit natürlichen oder förderfähigen Kältemitteln (z. B. Propan/R290) sind förderfähig.
- SG-Ready-Funktion & Smart-Meter-Anbindung: Wärmepumpen müssen steuerbar und netzdienlich betrieben werden können.

Energieberatung und iSFP
- Der iSFP-Bonus setzt eine qualifizierte Energieberatung voraus. Diese muss vor der Antragstellung erfolgen und im individuellen Sanierungsfahrplan dokumentiert sein.
- In NRW finden Sie zertifizierte Berater z. B. über die Webseite der Energie-Effizienz-Experten.
Wer darf einen Förderantrag stellen?
In NRW sind die meisten Programme offen für:
- Private Hausbesitzer – egal ob Sie selbst einziehen oder vermieten
- Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
- Städte, Gemeinden und gemeinnützige Organisationen
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
- Selbstständige und Freiberufler
Nicht antragsberechtigt sind meist:
- Behörden von Bund und Land
- Hersteller der Anlagen, die gefördert werden sollen
- Und alle, die schon mit den Arbeiten angefangen haben, bevor der Antrag durch war
Änderungen und Besonderheiten 2026

Auch im Jahr 2026 gab es wichtige Neuerungen bei der Wärmepumpen-Förderung:
- Speedbonus verlängert: Der ursprünglich bis Ende 2025 befristete 20 %-Bonus für den Heizungstausch gilt weiterhin – allerdings nur bei Umsetzung bis 2028.
- Antragsstellung digitalisiert: Bundes- und Landesförderungen können nun vollständig online beantragt werden – über das „Meine KfW“-Portal und die Bezirksregierungen in NRW.
- Mehr Fördermittel für Geothermie: progres.nrw hat das Budget erhöht – speziell für bohrtechnische Anlagen und große Kollektorfelder.
- Kombinierbarkeit erleichtert: In NRW ist die Kopplung von KfW-, Landes- und Kommunalförderung jetzt formal erleichtert – solange kein Doppelförderungstatbestand vorliegt.
Schallanforderungen für Außenaufgestellte Wärmepumpen
Energieeffizienz und Umweltvorteile von Wärmepumpen

Wärmepumpen gehören zu den cleversten Heizlösungen, die man aktuell haben kann – vor allem dann, wenn sie mit Ökostrom oder einer eigenen Solaranlage kombiniert werden. Aber was heißt das eigentlich konkret für Sie im Alltag?
CO₂-Reduktion im Alltag
Wärmepumpen nutzen die Wärme, die sowieso schon da ist – also ganz natürlich aus:
- der Luft (Luft-Wasser-Wärmepumpe)
- dem Boden (Sole-Wasser-Wärmepumpe)
- dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpe)
Und das Beste: Sie brauchen dafür nur wenig Strom, um diese Umweltwärme nutzbar zu machen. Das schont nicht nur den Geldbeutel – sondern senkt auch den CO₂-Ausstoß spürbar. Im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung können Sie damit 50 bis 80 % weniger Emissionen verursachen. Klingt gut? Ist es auch – für Sie und fürs Klima.
Beispielrechnung (pro Jahr):
* Durchschnittswerte für ein Einfamilienhaus mit 12.000 kWh Heizbedarf, Strommix Deutschland
Wirtschaftliche Vorteile
- Weniger laufende Kosten: Mit einer modernen Wärmepumpe lassen sich die Heizkosten deutlich drücken – oft um mehrere hundert bis sogar tausend Euro pro Jahr.
- Mehr Wert fürs Haus: Gebäude mit guter Energieeffizienz kommen beim Verkauf oder bei der Vermietung besser an – und bringen meist auch mehr ein.
- Mehr Unabhängigkeit: In Kombination mit einer PV-Anlage machen Sie sich ein gutes Stück unabhängiger von steigenden Energiepreisen und Versorgern.
Langlebigkeit und Nachhaltigkeit
- Hält lange durch: Mit regelmäßiger Wartung läuft eine Wärmepumpe locker 20 bis 25 Jahre.
- Wenig Aufwand: Kein Verbrennen, kein Schornstein, kaum bewegliche Teile – das bedeutet: weniger Wartung, weniger Stress.
- Besser fürs Klima: Neue Geräte arbeiten mit umweltfreundlichem Kältemittel wie Propan (R290), das ein sehr niedriges Treibhauspotenzial (GWP) hat. Das schont die Umwelt – leise, aber wirkungsvoll.
Schritt für Schritt zum Förderantrag

Wie gut Ihr Förderantrag durchgeht, hängt vor allem davon ab, wie gut Sie vorbereitet sind – und ob Sie die Abläufe in der richtigen Reihenfolge einhalten. Mit dieser Anleitung behalten Sie den Überblick und kommen entspannt ans Ziel.
1. Kostenvoranschläge einholen
- Suchen Sie sich einen zertifizierten Fachbetrieb – am besten aus Ihrer Nähe.
- Lassen Sie sich alle Kosten auflisten: Gerät, Einbau, Ausbau der alten Heizung, Zubehör, Planung – alles sollte schwarz auf weiß vorliegen.
- Unser Tipp: Holen Sie zwei oder drei Angebote ein. Das hilft bei der Entscheidung – und wird manchmal sogar von der Förderstelle verlangt.
2. Den Förderantrag online stellen
Je nach Programm läuft das über unterschiedliche Portale. Hier eine kleine Übersicht:
Das brauchen Sie für den Antrag:
- Technische Datenblätter der Anlage
- Ein Systemkonzept mit Energiekennzahlen (z. B. JAZ)
- Nachweis, dass der Betrieb zertifiziert ist
- Falls jemand anderes den Antrag stellt: eine Vollmacht
3. Förderzusage abwarten
- Ganz wichtig: Erst anfangen, wenn der Bescheid da ist.
- Wer vorher loslegt, riskiert die komplette Förderung – und das wäre echt ärgerlich.
4. Maßnahme umsetzen
- Jetzt kann es losgehen: Der Fachbetrieb installiert die Wärmepumpe.
- Lassen Sie sich alles genau dokumentieren – jede durchgeführte Arbeit zählt später als Nachweis.
5. Nachweise einreichen & Auszahlung beantragen
Nach dem Einbau müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:
- Erklärung vom Fachbetrieb (z. B. für den hydraulischen Abgleich)
- Alle Rechnungen und Zahlungsbelege
- Je nach Programm: ein paar Fotos vom Einbau
Wenn alles passt, bekommen Sie die Förderung entweder direkt ausgezahlt – oder sie wird beim Kredit als Tilgungszuschuss abgezogen.
Übersicht: Förderprozess im Zeitstrahl
Fazit: NRW-Förderung clever kombinieren

Die Wärmepumpen-Förderung in Nordrhein-Westfalen ist 2026 so attraktiv wie nie – insbesondere dank der Kombination aus Bundeszuschuss, Landesmitteln und kommunalen Programmen. Mit dem richtigen Timing und einem effizienten Wärmepumpenmodell können Sie nicht nur Ihre Heizkosten senken, sondern auch bis zu 70 % der Investition fördern lassen.
Wie fange ich an?
Ein guter Startpunkt: Unser Wärmepumpen-Anbieter- & Kosten-Vergleich – für den optimalen Überblick und individuelle Angebote.
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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Wärmepumpen-Förderung in NRW 2026?
Bis zu 70 % Gesamtkostenübernahme sind möglich – durch Kombination von KfW, progres.nrw und kommunaler Förderung.
Kann ich mehrere Förderprogramme gleichzeitig nutzen?
Ja, sofern keine Doppelförderung entsteht. KfW + Landesmittel sind meist kombinierbar.
Gibt es besondere Zuschüsse für Erdwärme?
Ja, progres.nrw fördert Bohrung und Planung – bis zu 12.000 € im Bestand.
Was ist der Speedbonus?
Ein 20 %-Zuschuss beim Austausch alter fossiler Heizungen – gültig bis Maßnahmenbeginn 2028.
Wer hilft mir beim Antrag?
Zertifizierte Energieberater und lokale Klimaschutzstellen.
Wer kann die Förderung beantragen?
Private Hausbesitzer, Vermieter, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs), Unternehmen, Städte, Gemeinden und gemeinnützige Organisationen – für viele ist was dabei.
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Ganz wichtig: Immer vor dem Start der Maßnahme. Also bevor Sie etwas bestellen oder einen Vertrag unterschreiben.
Welche Wärmepumpen sind förderfähig?
Nur Geräte, die einen bestimmten Effizienz-Wert erreichen (meist eine JAZ von mindestens 3,0) und auf der BAFA-Liste stehen. Oft wird auch ein hydraulischer Abgleich verlangt – das ist eine Art Feineinstellung fürs Heizsystem.
Sind Hybridlösungen (Gas + Wärmepumpe) auch förderfähig?
Nur noch eingeschränkt. Die Förderprogramme setzen inzwischen stärker auf komplett erneuerbare Systeme.
Wie hoch kann die Förderung insgesamt ausfallen?
Insgesamt sind bis zu 70 % der Investitionskosten drin. In Einzelfällen – zum Beispiel mit kommunalen Zusatzprogrammen – kann sogar noch mehr rausspringen. Aber: Über 100 % geht nie.
Kann ich mehrere Programme gleichzeitig nutzen?
Ja, das geht – wenn die Programme offiziell kombinierbar sind. Wichtig: Doppelförderung ist nicht erlaubt, also dieselbe Maßnahme darf nicht doppelt abgerechnet werden.
Gibt es auch Förderung für Neubauten?
Ja, aber meist nur, wenn das Haus zusätzlich bestimmte Energiestandards erfüllt – zum Beispiel den Effizienzhausstandard.
Gibt es Sonderprogramme in meiner Stadt?
Viele Städte in NRW bieten extra Programme – unter anderem Düsseldorf, Münster oder Bonn. Einfach mal bei der Stadtverwaltung nachfragen, da lohnt sich der Blick!
Welche Tipps gibt es zur erfolgreichen Antragstellung?
Für eine erfolgreiche Antragstellung ist es grundlegend, gut informiert zu sein und die aktuellen Förderrichtlinien zu kennen. Wichtig sind eine zeitnahe Antragstellung, präzise Dokumente und ein Verständnis der Fördermöglichkeiten. Das Einholen aller notwendigen Kostenvoranschläge und Nachweise ist dabei entscheidend.
Welche Vorteile bieten Wärmepumpen in Bezug auf Energieeffizienz und Umweltschutz?
Wärmepumpen verbessern maßgeblich die Energieeffizienz und helfen beim Umweltschutz. Durch sie sind deutliche Reduzierungen der CO₂-Emissionen und Einsparungen bei den Energiekosten möglich.


















