Wussten Sie, dass Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral sein möchte – und der Ausbau der Photovoltaik dabei eine tragende Rolle spielt? Doch welche finanziellen Anreize gibt es im nördlichsten Bundesland aktuell, und wie sinnvoll ist die Investition in eine eigene Solaranlage überhaupt?
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Fördermöglichkeiten Ihnen 2026 in Schleswig-Holstein offenstehen, wie Sie verschiedene Programme optimal kombinieren und warum sich auch ohne Landeszuschüsse ein Umstieg auf Solarenergie für Sie lohnen kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Schleswig-Holstein setzt stark auf Solarenergie – besonders entlang der A7-Achse.
- Es gibt aktuell keine direkten Landeszuschüsse für Photovoltaik-Anlagen, wohl aber für Speicher.
- Kommunale Förderungen existieren in Städten wie Flensburg, Kiel und Geesthacht.
- Solarpflicht ab März 2026 für Neubauten und bei größeren Dachsanierungen.
- Bundesweite Förderungen wie KfW Kredit Nr. 270, EEG-Einspeisevergütung und 0 % MwSt. gelten weiterhin.
- Kombination von Speicherförderung mit KfW-Programmen ist möglich.
- Ein Kostenvergleich von Anbietern kann Ihnen erhebliches Einsparpotenzial bieten.
Bundesweite Förderprogramme für Solaranlagen
Auch wenn das Land Schleswig-Holstein 2026 keine eigenen Zuschüsse für PV-Anlagen bereitstellt, können Eigentümer von Häusern oder Gewerbeimmobilien auf zahlreiche bundesweite Fördermöglichkeiten zugreifen. Besonders relevant sind:
- EEG-Einspeisevergütung 2026: Trotz Degression garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz eine feste Vergütung für eingespeisten Solarstrom über 20 Jahre.
- KfW-Förderkredit 270: Zinsgünstiges Darlehen für Photovoltaikanlagen inklusive optionaler Batteriespeicher.
- 0 % Mehrwertsteuer: Seit 2023 gilt beim Kauf von PV-Anlagen mit ≤ 30 kWp ein Nullsteuersatz – auch 2026 weiterhin aktiv.
- Steuerliche Vorteile: Einnahmen aus privaten Anlagen mit bis zu 30 kWp bleiben steuerfrei.
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Regionale und kommunale Förderungen in Schleswig-Holstein

Zwar existieren keine flächendeckenden Förderprogramme auf Landesebene für Photovoltaikanlagen, jedoch lohnt sich ein Blick auf kommunale Angebote. Städte wie Kiel, Flensburg und Geesthacht bieten eigene Programme an – meist in Verbindung mit Stromspeichern oder Beratungskosten.
Die genauen Konditionen variieren jedoch stark – es empfiehlt sich, direkt bei der jeweiligen Kommune nachzufragen oder einen PV-Anbieter mit Fördercheck zu nutzen.
Wichtiger Hinweis: Kommunale Förderprogramme sind freiwillige Leistungen der jeweiligen Stadt und häufig zeitlich oder budgetär begrenzt. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuell gültigen Förderrichtlinien der Kommune. Anträge sind in der Regel vor Maßnahmenbeginn zu stellen.
Fördermöglichkeiten in anderen Bundesländern und Städten
- Photovoltaik-Förderung in Stuttgart
- Photovoltaik-Förderung in Brandenburg
- Photovoltaik-Förderung in Hamburg
- Photovoltaik-Förderung in Hessen
- Photovoltaik-Förderung in München
- Photovoltaik-Förderung in Niedersachsen
- Photovoltaik-Förderung in Rheinland-Pfalz
- Photovoltaik-Förderung in Sachsen
- Photovoltaik-Förderung in Saarland
- Photovoltaik-Förderung in Bayern
- Photovoltaik-Förderung in Thüringen
- Photovoltaik-Förderung in Baden-Württemberg
- Photovoltaik-Förderung in NRW
- Photovoltaik-Förderung im Bremen
- Photovoltaik-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern
- Photovoltaik-Förderung in Sachsen-Anhalt
Solaroffensive Schleswig-Holstein – Ausbauziele und Verpflichtungen

Schleswig-Holstein setzt klare Signale:
- Ab März 2026 greift eine Solarpflicht für alle Neubauten und bei grundlegenden Dachsanierungen öffentlicher Gebäude.
- Auch private Bauherren sind davon betroffen, wenn sie Fördergelder beanspruchen oder neue Bebauungspläne betroffen sind.
Weiterführend: Was bedeutet Solarpflicht und warum ist sie so relevant?
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Das Ziel:
Der Photovoltaik-Anteil im Land soll sich bis 2030 mehr als verdoppeln. Dadurch entstehen nicht nur mehr Solardächer, sondern auch neue Anreize für Bürger:innen, in Eigenverbrauch und Speicherlösungen zu investieren – insbesondere durch steigende Strompreise und wachsendes Umweltbewusstsein.
Förderfähige Maßnahmen und Technologien

Nicht jede Solaranlage erhält automatisch eine Förderung – es kommt auf bestimmte Kriterien an. In Schleswig-Holstein werden in der Regel folgende Komponenten gefördert:
- Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an der Fassade
- Batteriespeicher, sofern sie in Kombination mit PV installiert werden
- Steuerungstechnik (z. B. intelligente Energiemanagementsysteme)
- Wallboxen, wenn sie direkt mit Solarstrom versorgt werden
- Balkonkraftwerke – allerdings meist nur durch Bundesprogramme oder spezielle lokale Zuschüsse
Wichtig ist, dass die Maßnahmen in der Regel vor Antragsstellung nicht beauftragt oder umgesetzt werden dürfen. Dies gilt insbesondere bei Förderungen über die KfW oder das BAFA.
So beantragen Sie die Förderung in Schleswig-Holstein

Die Antragsstellung hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Für kommunale Programme erfolgt die Beantragung meist direkt bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Bei Landesprogrammen (z. B. über die Investitionsbank Schleswig-Holstein) läuft der Antrag online über ein Förderportal.
Bei Kombination mit Bundesförderung (z. B. KfW oder BAFA) gelten diese Schritte:
- Angebot einholen und Förderfähigkeit prüfen
- Förderantrag stellen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird
- Zuwendungsbescheid abwarten
- Maßnahme umsetzen
- Nachweise einreichen und Auszahlung erhalten
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich von einem Solar-Fachbetrieb beraten lassen, der auch bei der Fördermittelbeantragung unterstützt – viele Anbieter bieten diesen Service kostenfrei an.

Kombination von Förderprogrammen: Das ist zu beachten

Viele Hausbesitzer in Schleswig-Holstein fragen sich, ob sich die Kombination mehrerer Förderungen lohnt – zum Beispiel von Landes- und Bundesprogrammen. Die Antwort lautet: Ja, aber mit Einschränkungen.
- Doppelförderung (z. B. Landesmittel und KfW-Zuschuss für denselben Investitionsanteil) ist meist ausgeschlossen
- Kombinierbar sind jedoch Programme, wenn sie sich auf unterschiedliche Kostenbestandteile beziehen (z. B. PV-Anlage über Landesförderung, Speicher über Bundesförderung)
- Oft muss in der Antragstellung angegeben werden, ob andere Fördermittel beantragt oder bewilligt wurden
Unser Tipp: In Förderprogrammen sind diese Kombinationsmöglichkeiten explizit geregelt – daher lohnt ein genauer Blick in die Förderbedingungen.
Häufige Fehler bei der Antragstellung vermeiden

Damit der Zuschuss nicht an formalen Hürden scheitert, sollten Antragsteller folgende Fehler vermeiden:
- Zu spät beantragt – Förderanträge müssen vor der Beauftragung der Maßnahme erfolgen
- Unvollständige Unterlagen – z. B. fehlende Angebote, technische Nachweise oder Bestätigungen durch Fachunternehmen
- Nicht förderfähige Technik – z. B. bei alten oder nicht zertifizierten Komponenten
- Versäumte Fristen – sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Einreichung der Verwendungsnachweise
Ein sorgfältiger Blick auf die Vorgaben der jeweiligen Programme spart nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld. Wer unsicher ist, kann sich an die Fördermittelberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein oder an den Fachbetrieb wenden.
Rechenbeispiele

In Schleswig-Holstein gibt es viele Beispiele, die den Erfolg des Förderprogramms zeigen. So wurden in einer vorherigen Phase 10.000 PV-Balkonsysteme gefördert, was das hohe Interesse beweist. Ein anderes Beispiel ist die Sammlung von 55.316 grünen Meilen durch über 4.000 Kinder aus Pinneberg, und die Auszeichnung von 11 Kitas als Klimaretter-Kitas in Segeberg und Rendsburg-Eckernförde.
Realistische Wirtschaftlichkeitsrechnung – 10 kWp (ohne Speicher)
- Investition: ca. 16.000 €
- Jahresertrag: ca. 9.500–10.000 kWh
- Eigenverbrauch: 30 %
- Strompreis: 0,40 €/kWh
- Einspeisevergütung (Überschuss ≤10 kWp): 7,78 ct/kWh
- 0 % Umsatzsteuer
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Variante mit 10 kWh Speicher
- Speicher: 10 kWh
- Zusatzkosten: ca. 6.000–7.000 €
- Gesamtinvestition: ca. 22.000 €
- Eigenverbrauch steigt auf ca. 60–65 %
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaik-Anlage mit Speicher?
Best-Case mit regionaler Förderung
Annahme: Region mit aktiver kommunaler Förderung (z. B. 1.500–3.000 € Zuschuss).
- PV 10 kWp: 16.000 €
- Kommunaler Zuschuss: 2.000 €
- Effektive Investition: 14.000 €
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So maximieren Sie Ihre Förderung – Strategien & Tipps

Um das Beste aus den Zuschüssen und Finanzierungsmodellen herauszuholen, kommt es auf die richtige Strategie an. Mit einer klugen Kombination der Fördermittel und einer vorausschauenden Planung lassen sich nicht nur die Anschaffungskosten minimieren, sondern auch der Eigenverbrauch optimieren.
Steuerliche Vorteile nutzen – So sparen Sie noch mehr
Neben den direkten Fördermitteln gibt es auch steuerliche Vorteile, mit denen Sie Ihre Investition in eine Photovoltaikanlage noch rentabler machen können:
- Steuerfreiheit für kleinere Anlagen – Photovoltaikanlagen bis 30 kWp sind von der Einkommensteuer befreit.
- Keine Mehrwertsteuer – Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Batteriespeicher.
- Abschreibungsmöglichkeiten – Für größere Anlagen gibt es attraktive Abschreibungsmodelle, die Ihre Steuerlast senken können.
- Steuervorteile bei der Einspeisevergütung – Für private Haushalte gilt ein steuerfreier Grundfreibetrag, wenn sie Solarstrom ins Netz einspeisen.
Tipp: Ein Steuerberater kann Ihnen genau aufzeigen, wie Sie das Maximum aus diesen Vorteilen herausholen. So sparen Sie nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch langfristig!
Eigenverbrauch optimieren – So profitieren Sie langfristig
Die größten Einsparungen mit einer Photovoltaikanlage entstehen nicht durch die Einspeisung ins Netz, sondern durch den maximalen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms. Je mehr Solarstrom Sie direkt nutzen, desto geringer fallen Ihre Stromkosten aus – und desto schneller amortisiert sich Ihre Investition.
- Batteriespeicher nutzen: Ein Stromspeicher ermöglicht es Ihnen, überschüssige Solarenergie für die Abend- und Nachtstunden zu speichern – so müssen Sie weniger Strom aus dem Netz beziehen.
- Intelligentes Energiemanagement einsetzen: Moderne Steuerungssysteme koordinieren automatisch den Betrieb von Verbrauchern wie Wärmepumpen, Wallboxen oder Haushaltsgeräten, um den Solarstrom bestmöglich zu nutzen.
- Große Verbraucher gezielt tagsüber nutzen: Lassen Sie stromintensive Geräte wie Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine laufen, wenn die Sonne scheint. So verbrauchen Sie den Solarstrom direkt und sparen Netzstromkosten.

Fazit: Jetzt informieren und Förderung sichern

Die Photovoltaik-Förderung in Schleswig-Holstein bietet attraktive Anreize, um den Umstieg auf Solarenergie finanziell zu erleichtern. Wer gezielt auf Landesprogramme wie das Förderprogramm der IB.SH setzt und diese mit KfW-Zuschüssen kombiniert, kann seine Investitionskosten deutlich senken. Wichtig ist: rechtzeitig informieren, korrekt beantragen und die Förderbedingungen im Detail beachten.
Ihre nächsten Schritte
- Individuelle Fördermöglichkeiten prüfen – Nutzen Sie die offiziellen Portale, um herauszufinden, welche Programme für Sie infrage kommen.
- Angebote von Fachfirmen einholen – Vergleichen Sie verschiedene Optionen, um die beste Lösung für Ihr Dach zu finden.
- Fördermittel rechtzeitig beantragen – Viele Förderprogramme haben feste Budgets – wer früh dran ist, spart am meisten!
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Häufig gestellte Fragen
Welche Förderprogramme für Photovoltaik gibt es 2026 in Schleswig-Holstein?
In Schleswig-Holstein wird die Installation von PV-Anlagen u. a. durch die IB.SH (Investitionsbank Schleswig-Holstein) gefördert. Zusätzlich sind bundesweite Fördermittel wie die KfW-Zuschüsse und Programme aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzbar.
Wie hoch ist die Förderung für Solaranlagen in Schleswig-Holstein?
Die genaue Fördersumme hängt vom jeweiligen Programm und der Anlagengröße ab. Zuschüsse können sich auf mehrere hundert bis tausende Euro belaufen. In der Regel gilt: Je höher der Eigenverbrauchsanteil und die Effizienz, desto größer der Förderbetrag.
Gibt es Fördermittel für Balkonkraftwerke in Schleswig-Holstein?
Ja, auch Balkonkraftwerke (steckerfertige Solargeräte) können unter bestimmten Bedingungen gefördert werden – teils über kommunale Programme oder Stromanbieter-Aktionen. Eine direkte Förderung auf Landesebene ist derzeit jedoch eher selten.
Kann ich Förderungen kombinieren?
In vielen Fällen ist eine Kombination aus landesweiten und bundesweiten Förderungen möglich – z. B. IB.SH + KfW-Zuschuss. Wichtig ist, die Kombinierbarkeit der Programme vorab zu prüfen, da manche sich gegenseitig ausschließen.
Wie stelle ich einen Förderantrag in Schleswig-Holstein?
Die Anträge für Landesmittel erfolgen meist online über das Förderportal der IB.SH. Für KfW-Programme läuft der Antrag über die Hausbank. Wichtig: Förderung immer vor dem Projektstart beantragen, sonst verfällt der Anspruch.
Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag?
Je nach Programm müssen Sie unterschiedliche Dokumente einreichen. In der Regel gehören dazu: Antragsformular (je nach Förderprogramm), Kostenvoranschlag des Installateurs, Grundbuchauszug oder Eigentumsnachweis, technische Daten der PV-Anlage und die Netzanschlusszusage des Netzbetreibers.
Muss ich die Einnahmen aus der Einspeisevergütung versteuern?
Photovoltaikanlagen bis 30 kWp sind seit 2023 von der Einkommensteuer befreit. Das bedeutet: Keine Einkommensteuer auf Einspeiseerlöse, keine Mehrwertsteuer auf Kauf & Installation und die Gewerbesteuer entfällt für private Anlagen.
Welche Anforderungen gibt es für die Förderung von Photovoltaik in Schleswig-Holstein?
Zu den Kriterien zählt unter anderem, dass Stromspeicher mindestens 3 kWh leisten müssen. PV-Anlagen sollten nach dem 1. Januar 2021 in Betrieb genommen werden. Anträge sind vor Beginn der Installation zu stellen.
Welche Schritte sind für den Netzanschluss von Photovoltaikanlagen erforderlich?
Der Anschluss ans Netz erfordert ein bestimmtes Prozedere, das technische und regulatorische Vorgaben beachtet. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den zuständigen Netzbetreibern wird empfohlen.
Welche Vorteile bieten Photovoltaikanlagen für Haushalte und Unternehmen?
Solaranlagen führen zu signifikanten Kosteneinsparungen und reduzieren CO2-Emissionen. Sie bieten somit langfristige, finanzielle und ökologische Vorteile.
Wie sieht die Zukunft der Photovoltaik Förderung in Schleswig-Holstein aus?
Die Unterstützungslandschaft für Solaranlagen in Schleswig-Holstein wird voraussichtlich weiterhin stark gefördert und ausgebaut. Das eröffnet exzellente Chancen für private und geschäftliche Investitionen in erneuerbare Energien.


















