Wussten Sie, dass Altbaubesitzer im Jahr 2026 bis zu 70 % Zuschuss beim Einbau einer Wärmepumpe erhalten können – wenn sie rechtzeitig handeln? Die staatliche Förderung war noch nie so attraktiv wie jetzt, doch gleichzeitig steigen die Anforderungen an Technik und Antragstellung deutlich. Wer im Altbau auf eine moderne, klimafreundliche Heiztechnik umsteigen möchte, sollte die neuen Regeln der KfW-Programme, kommunalen Wärmeplanung und die technischen Anforderungen genau kennen.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie sich die Wärmepumpen-Förderung 2026 im Altbau gestaltet, welche Boni und Förderkombinationen möglich sind und wie sich die aktuellen Schallschutz- und Kältemittelvorgaben auf die Gerätewahl auswirken. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie die Fördermittel mit unserem Anbieter- & Kosten-Vergleich für Wärmepumpen optimal ausschöpfen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Altbauten erhalten 2026 bis zu 70 % Zuschuss für den Heizungstausch mit Wärmepumpe über das KfW-Programm 458.
- Die Förderung setzt sich zusammen aus 30 % Basisförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus, 5 % Effizienzbonus und 30 % Einkommensbonus (kombinierbar bis max. 70 %).
- Förderfähige Kosten betragen bis zu 30.000 € je Wohneinheit, einschließlich Umfeld-Maßnahmen (z. B. Schallschutz, Heizkörpertausch).
- Seit Januar 2026 gelten neue Schallschutzgrenzwerte und ab 2028 gilt die Pflicht zu natürlichen Kältemitteln.
- Die Antragstellung ist nur vor Beginn der Maßnahme möglich – über das KfW-Portal "Meine KfW" mit EEE-ID.
- Kombination mit iSFP-Bonus (+5 %) für andere Sanierungsmaßnahmen (z. B. Dämmung) ist möglich.
- Regionale Zusatzprogramme (z. B. in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen) können die Förderung weiter erhöhen.
GEG, Wärmeplanung & Altbau: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Mit dem Inkrafttreten des novellierten Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist der Austausch alter Heizsysteme zur Pflicht geworden – insbesondere in Großstädten, die bis zum 30. Juni 2026 ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben müssen.
Für Hauseigentümer bedeutet das: Ab dem 1. Juli 2026 darf in vielen Altbauquartieren nur noch eine Heizung eingebaut werden, die mindestens 65 % erneuerbare Energie nutzt.
Für den Altbau ist diese Regel besonders relevant, denn viele Bestandsimmobilien verfügen noch über Öl-, Kohle- oder veraltete Gasheizungen. Wer jetzt auf eine förderfähige Wärmepumpe umsteigt, sichert sich nicht nur die volle staatliche Förderung, sondern auch langfristig niedrige Heizkosten.
Weiterführend: Alles zu Wärmepumpen-Förderungen in Deutschland

Der Austausch der Heizung lohnt sich ökonomisch – besonders in Kombination mit unserem Anbietervergleich für Wärmepumpen und einem möglichen Anschluss an Photovoltaik.
KfW-Förderung im Detail: Zuschüsse & Voraussetzungen

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) vergibt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) seit Januar 2026 über das Programm 458 Zuschüsse für den Heizungstausch im Altbau. Die Förderung setzt sich modular zusammen und belohnt besonders klimafreundliche Maßnahmen.
Maximale Förderung: 70 % der Investitionskosten. Die Boni sind kumulierbar, aber nur bis zu diesem Förderdeckel.
Weiterführend: Alles zur KfW-Förderung für Wärmepumpen
Weiterführend: Wie lange wird die Wärmepumpe noch gefördert?

Förderhöhe & Beispielrechnung für den Altbau

Für Altbauten gilt eine Kostenobergrenze von 30.000 € je Wohneinheit, auf die die Förderung angewendet wird. Daraus ergibt sich eine maximale Förderung von 21.000 € Zuschuss pro Einheit – ideal etwa für Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften.
Unser Tipp: In Kombination mit Dämmmaßnahmen kann über einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ein separater Bonus genutzt werden – wichtig bei umfassender Altbausanierung.

Technische Anforderungen ab 2026: Was im Altbau zählt

Seit Januar 2026 gelten verschärfte technische Vorgaben für förderfähige Wärmepumpen – auch und gerade im Altbau. Entscheidend sind dabei die Effizienz, die Umweltverträglichkeit und Lärmemissionen.
Wichtig für Altbau: Eine gute Planung ist Pflicht, da alte Rohrnetze und Heizkörper nicht immer ideal für Wärmepumpen sind. In solchen Fällen helfen erfahrene Fachpartner für Wärmepumpen bei der Konzeption eines passenden Systems.

Förderantrag: So funktioniert die Beantragung in 2026

Die Förderung wird ausschließlich digital über die KfW abgewickelt – jedoch nur nach Vorarbeit durch einen Fachpartner oder Energieberater, der die EEE-ID (Erklärung zur Einhaltung der technischen Anforderungen) erstellt.
Schritt-für-Schritt zum Zuschuss:
- Fachbetrieb beauftragen: Technik prüfen und EEE-ID generieren
- Registrierung bei der KfW im Kundenportal "Meine KfW" via BundID-Konto
- Antrag mit EEE-ID online stellen
- Zusage abwarten – erst dann darf beauftragt werden!
- Einbau durch Fachbetrieb, Rechnung hochladen
- Auszahlung der Fördermittel
Achtung: Wird mit dem Einbau vor Antragstellung begonnen, entfällt die gesamte Förderung. Ausnahme: Notfallregelung bei irreparabler Heizung im Winter.
Finanzierung & Ergänzungskredite der KfW

Wer die Investition in eine Wärmepumpe im Altbau nicht vollständig aus Eigenmitteln stemmen kann oder möchte, profitiert zusätzlich vom Ergänzungskredit KfW 358/359. Dieser ermöglicht eine zinsgünstige Finanzierung der Restkosten, die nicht durch Zuschüsse gedeckt sind.
Vorteile des Ergänzungskredits:
- Laufzeiten bis 35 Jahre, tilgungsfreie Anfangsjahre möglich
- Für private Eigentümer, WEGs und Vermieter
- Kombinierbar mit Zuschussprogramm 458
- Gilt auch für Umfeld-Maßnahmen wie Schallschutz, Dämmung, neue Heizkörper
Der Kredit wird über die Hausbank beantragt – dabei ist es wichtig, die Zusage des Zuschusses bereits vorliegen zu haben.
Unser Tipp: Wer beide Programme geschickt kombiniert, kann auch aufwändigere Altbauprojekte mit überschaubarem Eigenkapital realisieren.
Weiterführend: Alles zur KfW-Förderung für Wärmepumpen
Kombination mit iSFP-Bonus & Hüllensanierung

Altbauten profitieren besonders stark von ganzheitlicher Sanierung – vor allem, wenn neben der Heizung auch Fassade, Fenster oder Dach modernisiert werden. Genau hier greift der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP), der zusätzliche Förderungen ermöglicht.
Das bringt der iSFP im Überblick:
- +5 % Zuschuss für förderfähige Maßnahmen im iSFP
- Separate Fördergrenze: 60.000 € pro Wohneinheit für Dämmung & Co.
- Bonus kumulierbar mit BEG-Zuschüssen für Wärmepumpen

Wichtig: Wärmepumpen selbst sind nicht iSFP-bonusfähig, profitieren aber indirekt durch die bessere Planbarkeit der Gesamtmaßnahme.
Ein qualifizierter Energieberater erstellt den iSFP – dafür gibt es ebenfalls eine eigene Förderung von bis zu 80 % der Beratungskosten.
Regionale Besonderheiten: Beispiel Baden-Württemberg

Neben der Bundesförderung unterstützen einige Bundesländer den Heizungstausch im Altbau mit eigenen Programmen. Ein Beispiel ist Baden-Württemberg, das Altbauten mit einem hohen CO₂-Ausstoß gezielt zur Sanierung anreizt.
Förderbeispiel BW:
- Kombinierbar mit KfW-Programmen
- Fokus auf Altbau-Quartiere in Sanierungsgebieten
- Förderung für Umfeldmaßnahmen (z. B. Pufferspeicher, Schallschutz)
- Anlaufstelle: L-Bank & regionale Energieagenturen
Unser Tipp: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune, ob eine ergänzende Förderung zur Wärmepumpe im Altbau möglich ist.
Wärmepumpen-Fördermöglichkeiten in weiteren Bundesländern
- Wärmepumpen-Förderung in Berlin
- Wärmepumpen-Förderung in Bayern
- Wärmepumpen-Förderung in Niedersachsen
- Wärmepumpen-Förderung in Nordrhein-Westfalen
- Wärmepumpen-Förderung in Hessen
Wärmepumpentausch im Altbau & Förderung für spezielle Pumpen

Ein typisches Altbauprojekt mit Förderung und Ergänzungskredit kann finanziell überraschend attraktiv sein:
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Förderung für spezielle Wärmepumpen-Arten
Im Altbau sind spezielle Wärmepumpen entscheidend für die Energieeffizienz. Der BAFA-Zuschuss variiert je nach Typ und Einsatzgebiet. Wir schauen uns drei besondere Typen genauer an.
- Hochtemperatur-Wärmepumpen: Hochtemperatur-Wärmepumpen sind ideal für Altbauten mit alten Heizkörpern. Sie erreichen Vorlauftemperaturen bis zu 55°C effizient. Die Förderung kann bis zu 70 % der Kosten abdecken.
- Hybrid-Wärmepumpen: Hybrid-Wärmepumpen kombinieren Wärmepumpe und traditionelles Heizsystem. Sie sind eine gute Wahl für den Übergang zu erneuerbaren Energien. Die Förderung liegt zwischen 30 % und 70 % der Kosten.
- Erdwärmepumpen: Erdwärmepumpen sind sehr effizient mit einer Jahresarbeitszahl von etwa 4. Sie erfordern zwar höhere Investitionen, sparen langfristig Geld. Die Förderung kann bis zu 70 % der Kosten abdecken.
Bei der Auswahl der Wärmepumpe für Ihren Altbau ist die Förderung wichtig, aber nicht alles. Berücksichtigen Sie auch die spezifischen Bedürfnisse Ihres Gebäudes. Ein hydraulischer Abgleich und gegebenenfalls zusätzliche Dämmung können die Effizienz weiter verbessern.
Fazit: Altbau + Wärmepumpe = Förderchance 2026

Wer heute im Altbau auf eine Wärmepumpe umsteigt, wird vom Staat kräftig belohnt – mit Zuschüssen von bis zu 70 % und günstigen KfW-Krediten.
Besonders lohnend: Der rechtzeitige Wechsel alter Heizsysteme vor 2029 sichert Ihnen den Klimageschwindigkeitsbonus.
Was nun?
- Die Devise lautet: Jetzt beantragen, langfristig profitieren.
- Nutzen Sie dazu am besten unseren Wärmepumpen-Kostenvergleich und finden Sie einfach und schnell heraus, welche Lösung für Ihr Haus und Ihr Budget passt.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Wärmepumpen sind 2026 im Altbau förderfähig?
Nur Modelle mit einem natürlichen Kältemittel, niedriger Lautstärke und hoher Effizienz (JAZ ≥ 3).
Wie hoch ist die Förderung im Altbau?
Bis zu 21.000 € je Wohneinheit (70 % von max. 30.000 € förderfähigen Kosten).
Wie hoch ist die aktuelle Grundförderung für Wärmepumpen im Altbau?
Die Grundförderung für Wärmepumpen im Altbau liegt bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese Förderung wird durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bereitgestellt.
Welche zusätzlichen Boni können bei der Wärmepumpenförderung in Anspruch genommen werden?
Neben der Grundförderung gibt es einen Klimabonus von 20 Prozent für besonders effiziente Systeme. Auch beim Austausch alter Heizungsanlagen kann ein Bonus gewährt werden. Ein Einkommensbonus von 30 Prozent ist für bestimmte Einkommensgruppen verfügbar.
Gibt es für alte Heizkörper auch Förderung?
Ja – wenn der Austausch im Zuge der Maßnahme erfolgt, sind Umfeldkosten förderfähig.
Was passiert, wenn ich vor dem Antrag baue?
Die Förderung verfällt. Erst nach offizieller Zusage der KfW darf mit dem Einbau begonnen werden.
Lohnt sich ein iSFP im Altbau?
Ja, vor allem bei kombinierter Sanierung (Dach, Fenster, Fassade) – für diese gibt es +5 % Zuschuss.
Welche Wärmepumpen-Systeme sind für den Altbau förderfähig?
Für den Altbau sind verschiedene Systeme förderfähig. Dazu gehören Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Auch spezielle Systeme wie Hochtemperatur-Wärmepumpen, Hybrid-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen werden gefördert.
Gibt es regionale Förderprogramme zusätzlich zur Bundesförderung?
Ja, es gibt zahlreiche regionale Förderprogramme und Zuschüsse von Stadtwerken. Diese können zusätzlich zur Bundesförderung genutzt werden. Die Angebote variieren je nach Bundesland und Kommune und können die Förderung erheblich erhöhen.
Wann sollte der Förderantrag gestellt werden?
Der Förderantrag sollte vor Beginn der Maßnahmen eingereicht werden. Es ist wichtig, die Bewilligung abzuwarten, bevor mit den Arbeiten begonnen wird. So vermeidet man den Verlust des Anspruchs auf die Förderung.
Welche Unterlagen werden für den Förderantrag benötigt?
Für den Antrag werden Dokumente wie ein detaillierter Kostenvoranschlag benötigt. Auch Nachweise über die Effizienz der Wärmepumpe und Energieberatungsberichte sind erforderlich. Manchmal sind auch Einkommensnachweise notwendig. Die genauen Anforderungen hängen vom Förderprogramm ab.
Können Wärmepumpen in jedem Altbau installiert werden?
Wärmepumpen können in den meisten Altbauten installiert werden. Die Effizienz und Wirtschaftlichkeit hängen jedoch von Faktoren wie dem Dämmstandard und dem Heizsystem ab. Eine individuelle Prüfung und Beratung ist daher empfehlenswert.
Wie lange dauert die Bearbeitung eines Förderantrags?
Die Bearbeitungszeit für Förderanträge variiert. Sie liegt in der Regel zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten. Es ist ratsam, ausreichend Zeit für den Antragsprozess einzuplanen.
Sind Hochtemperatur-Wärmepumpen für Altbauten besonders geeignet?
Hochtemperatur-Wärmepumpen sind in Altbauten mit älteren Heizkörpersystemen besonders sinnvoll. Sie erreichen höhere Vorlauftemperaturen. Sie sind oft eine gute Lösung, wenn eine umfassende energetische Sanierung nicht möglich oder gewünscht ist.
Gibt es eine Obergrenze für die Förderung von Wärmepumpen im Altbau?
Ja, es gibt Obergrenzen für die Förderung. Diese hängen von den spezifischen Förderprogrammen und der Art der Maßnahme ab. Die Grenzen beziehen sich meist auf die maximale förderfähige Investitionssumme oder einen Höchstbetrag der Förderung.


















