Alles was Sie wissen müssen, wenn Sie einen Treppenlift in Köln kaufen möchten.
Wussten Sie, dass es in Köln eine Beratungsstelle gibt, die zu Ihnen in die Wohnung kommt, sich Ihre Treppe ansieht und Sie dafür nichts kostet? Die Wohnraumanpassungsberatung von wohn mobil findet im Rahmen eines Hausbesuchs statt und ist für alle Kölner Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Dass jemand die Treppe tatsächlich gesehen hat, bevor Sie sich entscheiden, erspart teure Fehlgriffe.
Beim Geld gilt in Nordrhein-Westfalen eine Besonderheit, die man kennen muss: Das Land fördert den Barriereabbau im Bestand nicht mit einem Zuschuss, sondern mit einem Förderdarlehen. Dafür ist der Tilgungsnachlass ungewöhnlich hoch – bei Schwerbehinderung oder Pflegegrad nennt die NRW.BANK 50 Prozent. Die Hälfte des Darlehens müssen Sie also nicht zurückzahlen. Auf dieser Seite erfahren Sie, was ein Treppenlift in Köln kostet, welche Förderung für Sie infrage kommt und an wen Sie sich zuerst wenden.
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten: Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet rund 4.000 bis 8.000 Euro, für eine kurvige Treppe 8.000 bis 15.000 Euro. Plattformlifte für Rollstühle liegen darüber.
- Pflegekasse: 4.180 Euro je pflegebedürftiger Person, ab Pflegegrad 1 – der Zuschuss, den die meisten erhalten, und der einzige ohne Einkommensprüfung.
- NRW: Förderdarlehen statt Zuschuss, 5.000 bis 220.000 Euro, fünf Jahre zinsfrei. Tilgungsnachlass 25 Prozent, bei Schwerbehinderung ab GdB 50 oder Pflegegrad 50 Prozent.
- Achtung Mindestbetrag: Unter 5.000 Euro Darlehen geht beim Landesprogramm nichts – ein einzelner gerader Sitzlift kann darunter liegen.
- Beratung: wohn mobil berät kostenfrei bei Ihnen zu Hause, Antrag und Bewilligung laufen über die Stadt Köln.
- KfW: Der Zuschuss ist seit Ende Juli 2026 gestoppt. Verfügbar bleibt der zinsverbilligte Kredit Nr. 159.
Was kostet ein Treppenlift in Köln?
Der größte Preisfaktor ist der Treppenverlauf. Bei einer geraden Treppe wird eine Standardschiene abgelängt; bei Kurven, Podesten oder einer Wendelung muss die Schiene nach Aufmaß gefertigt werden. Das erklärt, warum sich die Preise fast verdoppeln können.
Richtwerte inklusive Montage. Stand: Oktober 2026.
Was den Preis zusätzlich beeinflusst: Länge der Fahrstrecke und Zahl der Etagen, Ausstattung wie klappbarer Sitz oder Fernbedienung, bauliche Anpassungen und der Aufwand beim Stromanschluss. Sonderanfertigungen und bauliche Veränderungen schlagen spürbar zu Buche.
In Köln entscheidet vor allem der Gebäudetyp. In den Gründerzeitvierteln – Südstadt, Agnesviertel, Teile von Nippes und Ehrenfeld – sind die Treppenhäuser oft gewendelt, mit schmalen Antritten und historischen Geländern. Dort wird fast immer eine Sonderanfertigung nötig, teils kommt Denkmalschutz hinzu. In den Nachkriegs- und Siedlungsbeständen sind die Läufe meist gerade und gleichmäßig; hier reicht die Standardlösung. Als Faustregel gilt eine Treppenbreite ab etwa 70 Zentimetern – entscheidend ist aber nicht die Gesamtbreite, sondern was neben dem geparkten Lift frei bleibt.
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift?
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift für 1 oder 2 Etagen?
Weiterführend: Treppenlifte für enge, schmale und steile Treppen: Anbieter, Kosten & Förderung
Lieferzeit und Montage: Gerade Lifte sind oft innerhalb weniger Wochen verfügbar und an einem halben bis ganzen Tag montiert. Kurvige Ausführungen brauchen wegen der maßgefertigten Schiene meist vier bis acht Wochen Vorlauf und entsprechend länger für die Montage.
Laufende Kosten: Die jährliche Wartung kostet rund 150 bis 300 Euro, bei Außenanlagen auch mehr. Der Stromverbrauch liegt meist unter 50 Euro im Jahr, die Akkus halten typischerweise vier bis sechs Jahre.
Mieten, kaufen oder gebraucht?

Die Miete kostet üblicherweise 50 bis 150 Euro im Monat plus einer einmaligen Pauschale für Ein- und Ausbau; viele Anbieter setzen eine Mindestlaufzeit von sechs bis zwölf Monaten an. Wartung ist meist enthalten.
Ob sich das rechnet, hängt an der voraussichtlichen Nutzungsdauer: Bei 100 Euro im Monat zuzüglich 1.500 Euro Einbaupauschale sind nach gut drei Jahren rund 5.100 Euro erreicht – ungefähr der Kaufpreis eines geraden Sitzlifts. Danach wird Mieten teurer.
Wichtig für die Förderung: Pflegekasse und Förderstellen bezuschussen die Anschaffung und den Einbau, nicht laufende Mietzahlungen. Wer mietet, sollte deshalb nicht mit Zuschüssen kalkulieren. Miete lohnt sich vor allem nach einer Operation oder in einer Reha-Phase.
Weiterführend: Was kostet ein Treppenlift zur Miete?

Gebrauchte Lifte
Sind bei geraden Treppen eine sinnvolle Option. Rechnen Sie die Ersparnis ehrlich durch – Anpassung der Schiene, Transport, Montage und Prüfung reduzieren den Preisvorteil deutlich. Bei kurvigen Treppen scheitert der Gebrauchtkauf fast immer an der maßgefertigten Schiene.
Achten Sie auf den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung: Beim Händlerkauf gilt die gesetzliche Gewährleistung, die bei gebrauchten Sachen auf ein Jahr verkürzt werden kann. Eine Herstellergarantie darüber hinaus ist freiwillig – es gibt keine Mindestdauer, die ein Anbieter einhalten müsste. Beim Privatkauf entfällt die Gewährleistung in der Regel vollständig.
Zuerst beraten lassen: wohn mobil und das Wohnungsamt

Bevor Sie Angebote einholen, lohnt in Köln ein Schritt, den viele überspringen – und er kostet nichts.
wohn mobil ist die Kölner Beratungsstelle für Wohnraumanpassung und Wohnungswechsel, getragen von der PariSozial Köln gGmbH. Die Fachkräfte beraten ältere Menschen und Menschen mit Behinderung zu baulichen Veränderungen in der Wohnung, zu unterstützender Technik und zur Finanzierung. Die Beratung findet als Hausbesuch statt und ist für alle Kölner Bürgerinnen und Bürger kostenfrei.
wohn mobil, Mauritiussteinweg 36a, 50676 Köln, Telefon 0221 56034-0 (Mo–Do 9–12 Uhr), wohn-mobil-koeln@parisozial-koeln.de
Das Amt für Wohnungswesen, Bereich Behindertengerecht Wohnen, berät Wohnungssuchende mit Behinderung und Vermieterinnen und Vermieter; auch dort fallen keine Gebühren an. Zuständig ist der Standort Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln, Telefon 0221 221-22686.
Für den Förderantrag ist eine dritte Stelle zuständig: die Öffentliche Wohnraumförderung der Stadt Köln, Gottfried-Hagen-Straße 46–48, 51105 Köln, Telefon 0221 221-34641. Dort wird bewilligt – ausgezahlt und abgewickelt wird das Darlehen anschließend von der NRW.BANK. Eine Vorsprache ist nach telefonischer Terminvereinbarung möglich.
Beim Antrag an die Pflegekasse helfen ebenfalls wohn mobil sowie die Pflegeberatung Ihrer Kasse.
Förderung in Köln

Pflegekasse: 4.180 Euro je Person
Der Baustein, der ohne Einkommensprüfung funktioniert. Die Pflegekasse zahlt für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro – als einmaligen Zuschuss, nicht als Darlehen.
Der Betrag gilt pro pflegebedürftiger Person, nicht pro Gerät. Leben mehrere Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, summiert sich der Anspruch: 8.360 Euro bei zwei Personen, 12.540 Euro bei drei und 16.720 Euro bei vier – das gesetzliche Maximum, das auch für Wohngruppen gilt. Jede Person stellt einen eigenen Antrag bei ihrer Pflegekasse.
Voraussetzungen: ein anerkannter Pflegegrad zwischen 1 und 5 sowie eine Maßnahme in der häuslichen Umgebung. Mieter brauchen die Zustimmung des Vermieters. Entscheidend ist, dass die Pflegekasse den Antrag vor dem Einbau bewilligt.
Der Zuschuss ist nicht einmalig. Er gilt je Maßnahme, nicht ein Mal im Leben. Ändert sich die Pflegesituation so, dass weitere Anpassungen nötig werden, können Sie ihn erneut beantragen – wer heute den Treppenlift bezuschusst bekommt, kann später für die bodengleiche Dusche wieder einen Antrag stellen.
Weiterführend: Bei welchem Pflegegrad bekommt man einen Treppenlift?
Weiterführend: Welche Förderprogramme gibt es für altersgerechtes Wohnen?
Weiterführend: Welche Zuschüsse gibt es für Treppenlifte bei Pflegegrad 1, 2, 3, 4 und 5?

NRW: Förderdarlehen mit bis zu 50 Prozent Tilgungsnachlass
Nordrhein-Westfalen fördert die Modernisierung bestehenden Wohnraums über die Wohnraumförderung des Landes. Der Barriereabbau gehört ausdrücklich dazu – die Richtlinie nennt unter den förderfähigen Maßnahmen zum Überwinden von Stufen Rampen, Aufzug sowie Treppen- und Plattformlift.
Die Konditionen:
- Darlehen von 5.000 bis 220.000 Euro, bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten.
- Fünf Jahre zinsfrei, danach 0,5 Prozent pro Jahr, Zinsbindung 30 Jahre.
- Tilgungsnachlass von 25 Prozent für Haushalte der Einkommensgruppe A. Für individuelle Maßnahmen für Menschen mit Schwerbehinderung ab einem GdB von 50 oder mit Pflegegrad nennt die NRW.BANK 50 Prozent.
- Verwaltungskostenbeitrag von 0,5 Prozent jährlich ab dem dritten Jahr nach Leistungsbeginn.
Der entscheidende Unterschied zum Zuschuss: Sie zahlen zurück – aber einen erheblichen Teil eben nicht. Bei 10.000 Euro Darlehen und 50 Prozent Nachlass bleiben rechnerisch 5.000 Euro zu tilgen, zinsfrei in den ersten fünf Jahren. Wirtschaftlich liegt das näher an einem Zuschuss, als der Begriff „Darlehen" vermuten lässt.
Zwei Stolpersteine, die Sie vorher klären sollten. Erstens der Mindestbetrag von 5.000 Euro: Ein einzelner gerader Sitzlift kann darunter liegen – dann trägt das Landesprogramm nicht, und die Pflegekasse bleibt Ihr Hauptweg. Zweitens die Einkommensgrenzen der Gruppe A, die die Bewilligungsbehörde prüft; verbindlich ist deren Prüfung, nicht die eigene Überschlagsrechnung.
Der Weg: Der Antrag wird auf den vorgesehenen Vordrucken bei der Stadt Köln als Bewilligungsbehörde eingereicht. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn schließt die Förderung aus, sofern die Bewilligungsbehörde nicht einwilligt. Antragsberechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer selbst genutzter Eigenheime und Eigentumswohnungen sowie Bestandshalter von Mietwohnraum. Mieterinnen und Mieter stellen den Antrag nicht selbst – hier muss die Vermieterseite mitziehen.
Was mit der KfW ist
Der KfW-Zuschuss „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung" ist seit Ende Juli 2026 gestoppt. Die vom Bundesbauministerium für 2026 bereitgestellten Mittel sind vollständig mit Anträgen belegt, neue Anträge sind nicht möglich. Bestehende Zusagen bleiben gültig.
Das Programm war im April 2026 schon einmal wiedereröffnet worden und war Ende Juli bereits wieder erschöpft. Zur Einordnung, falls es erneut anläuft: Einzelmaßnahmen wurden zuletzt mit 10 Prozent der Kosten bis maximal 2.500 Euro gefördert – nicht 5.000 Euro, wie häufig zu lesen ist.

Weiterhin verfügbar ist der zinsverbilligte KfW-Kredit Nr. 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit. Er steht Mietern, Vermietern und Eigentümern offen und kommt infrage, wenn die anderen Programme nicht passen. Die Konditionen ändern sich laufend – den aktuellen Zinssatz erfahren Sie bei Ihrer Hausbank.
Weiterführend: Alles zur KfW-Förderung für Treppenlifte
Weitere Kostenträger und die Steuer

Die Krankenkasse zahlt in aller Regel nicht. Ein Treppenlift gilt nicht als Hilfsmittel im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung, weil er fest mit dem Gebäude verbunden ist. Entsprechende Hinweise auf anderen Seiten führen in die Irre.
Weiterführend: Alle Infos zur Treppenlift-Förderung durch Krankenkassen
Die Berufsgenossenschaft kommt infrage, wenn die Einschränkung Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls ist. Dann wird der Lift als Leistung zur Teilhabe übernommen, oft deutlich großzügiger als über die Pflegekasse.
Die Agentur für Arbeit, der Rentenversicherungsträger oder das Integrationsamt können im Einzelfall einspringen, wenn der Lift nötig ist, um den Arbeitsplatz zu erreichen oder die Erwerbstätigkeit zu erhalten – also bei berufsbedingter Notwendigkeit. Für Menschen im Ruhestand kommt dieser Weg nicht infrage.
Das Sozialamt kann im Rahmen der Hilfe zur Pflege einspringen, wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen. Diese Leistung ist nachrangig gegenüber allen anderen Töpfen.
Weiterführend: Übernimmt das Sozialamt die Kosten?
Steuerlich
Lässt sich der selbst getragene Teil als außergewöhnliche Belastung geltend machen, wenn die medizinische Notwendigkeit nachgewiesen ist – das Finanzamt rechnet dabei eine zumutbare Eigenbelastung an. Alternativ können Sie die Lohnkosten des Einbaus als Handwerkerleistung ansetzen und 20 Prozent davon direkt von der Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 Euro im Jahr.
Geförderte Beträge zählen nicht mit, und beide Wege lassen sich für denselben Betrag nicht kombinieren. Lassen Sie sich die Rechnung so ausstellen, dass Arbeits- und Materialkosten getrennt ausgewiesen sind.
Weiterführend: Treppenlift von der Steuer absetzen
So gehen Sie in der richtigen Reihenfolge vor

Der häufigste und teuerste Fehler ist die falsche Reihenfolge: Wer den Lift bestellt und danach Anträge stellt, bekommt von keiner Stelle Geld.
Schritt 1 – Hausbesuch vereinbaren
- Bei wohn mobil, kostenfrei.
- Dort wird geklärt, was baulich überhaupt geht.
Schritt 2 – Zustimmung klären
- Bei Miet- oder Eigentumswohnung früh einholen; sie ist Voraussetzung für alle Förderanträge.
Schritt 3 – Kostenvoranschläge
- Zwei bis drei Angebote einholen, mit getrennt ausgewiesenen Material- und Lohnkosten.
Schritt 4 – Pflegekasse
- Falls ein Pflegegrad vorliegt, hier zuerst beantragen.
Schritt 5 – Landesförderung
- Antrag bei der Öffentlichen Wohnraumförderung der Stadt Köln, wenn die Maßnahme den Mindestbetrag von 5.000 Euro erreicht und Sie Eigentümer sind.
Schritt 6 – Auftrag erteilen
- Erst nach Eingang der Bewilligungen.
Rechnen Sie von der ersten Beratung bis zum fertigen Lift mit mehreren Wochen bis wenigen Monaten.
Welcher Lift passt zu Ihrer Treppe?

Der Sitzlift ist die häufigste Lösung für alle, die noch selbstständig sitzen und sich auf den Sitz setzen können. Die Schiene wird an den Stufen befestigt, nicht an der Wand – in Altbauten ein praktischer Vorteil.
Der Stehlift ist eine Variante für sehr schmale Treppenhäuser und für Menschen, denen das Hinsetzen schwerfällt, etwa bei versteiftem Hüft- oder Kniegelenk. Er braucht ausreichend Kopffreiheit.
Der Plattformlift befördert einen Rollstuhl samt Nutzer und ist typischerweise für Lasten bis rund 200 Kilogramm ausgelegt. Er braucht deutlich mehr Platz, ist aber die einzige Lösung für Menschen, die nicht umsetzen können.
Der Hublift überwindet geringe Höhen bis etwa 180 Zentimeter, typischerweise die Stufen am Hauseingang.
Der Homelift fährt wie ein kleiner Aufzug senkrecht durch die Geschosse. Er braucht einen Deckendurchbruch und ist die teuerste Variante, dafür unabhängig vom Treppenverlauf. In engen Altbautreppenhäusern ist er manchmal die einzige Lösung.

Zur Sicherheitstechnik:
- Moderne Lifte stoppen über Sensoren am Fußbrett bei Hindernissen, laufen im Akkubetrieb auch bei Stromausfall und verfügen über einen Notablass.
- Lassen Sie sich diese Funktionen bei der Einweisung zeigen.
Was im Kölner Treppenhaus gilt

Im Mehrfamilienhaus entscheidet nicht der Geschmack, sondern das Bauordnungsrecht. Maßgeblich ist die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen Nordrhein-Westfalen, zuletzt per Runderlass vom 20. November 2025 bekannt gemacht; eingeführt ist dort die DIN 18065 in der Fassung von August 2020.
Die wichtigste Regel betrifft die Restbreite:
- Neben dem hochgeklappten Sitz muss eine Restlaufbreite der Treppe von 60 Zentimetern verbleiben.
- Wird der Lift über mehrere Geschosse geführt, muss in jedem Geschoss eine ausreichend große Wartefläche vorhanden sein – das entfällt, wenn die 60 Zentimeter neben dem benutzten Lift durchgehend gesichert sind.
- Die Mindestlaufbreite der Treppe von 100 Zentimetern darf durch die Führungskonstruktion nicht wesentlich unterschritten werden.
Dazu kommen zwei technische Anforderungen: Im Störfall muss sich der Lift auch von Hand ohne größeren Aufwand in die Parkposition fahren lassen, und er muss aus nichtbrennbaren Materialien bestehen, soweit das technisch möglich ist.
Verwechseln Sie diese 60 Zentimeter nicht mit der Mindestbreite Ihrer Treppe – gemeint ist, was neben dem geparkten Lift frei bleibt. In den schmalen Gründerzeittreppenhäusern der Kölner Innenstadtviertel ist das der Punkt, an dem ein Projekt scheitern kann. Ein Aufmaß vor Ort klärt es in zehn Minuten.
Genehmigung, Mietwohnung und Eigentümergemeinschaft

Im eigenen Einfamilienhaus ist für einen Treppenlift in der Regel keine Baugenehmigung nötig. Eine Ausnahme ist der Denkmalschutz, und der betrifft in Köln eine große Zahl von Bestandsbauten. Bei Eingriffen in ein geschütztes Treppenhaus ist eine denkmalrechtliche Abstimmung erforderlich. Ein Lift an der Treppenwange ist meist unproblematisch, Eingriffe in ein historisches Geländer dagegen nicht.
Als Mieter haben Sie einen Anspruch darauf, dass der Vermieter einer angemessenen baulichen Veränderung zur barrierefreien Nutzung zustimmt. Die Kosten tragen Sie selbst, und der Vermieter kann einen Rückbau beim Auszug verlangen – lassen Sie sich die Vereinbarung dazu schriftlich geben. Bei einer Wohnungsbaugesellschaft als Vermieterin fragen Sie dort zuerst nach deren eigener Beratung.
Weiterführend: Wann darf der Vermieter den Einbau eines Treppenlifts verweigern?
In einer Eigentümergemeinschaft haben Sie seit der Reform des Wohnungseigentumsrechts einen vergleichbaren Anspruch: Angemessene bauliche Veränderungen für die Barrierefreiheit können Sie verlangen, müssen sie aber selbst bezahlen. Beschlossen wird in der Eigentümerversammlung; planen Sie den zeitlichen Vorlauf ein – in Köln ist das bei einem Lift im gemeinschaftlichen Treppenhaus der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Weiterführend: Treppenlift im WEG-Recht – Was gilt für Eigentümergemeinschaften?
Anbieter in Köln: worauf Sie achten sollten

Der Treppenlift-Markt ist stark von Vermittlern geprägt. In Branchenverzeichnissen finden sich viele Einträge mit „Köln" im Firmennamen – dahinter stehen häufig Vermittlungsgesellschaften, die Ihre Anfrage weiterreichen, nicht der Betrieb, der am Ende montiert und wartet.
Statt einzelne Betriebe anzufragen, können Sie über unseren kostenlosen Vergleich Angebote mehrerer geprüfter Anbieter erhalten und Preise und Leistungen direkt gegenüberstellen.
Wartung und Lebensdauer

Ein Treppenlift hält bei regelmäßiger Wartung 15 bis 20 Jahre. Die jährliche Wartung umfasst die Prüfung von Antrieb, Schiene, Sicherheitssensoren und Akkus und kostet rund 150 bis 300 Euro; bei Außenanlagen wird meist ein halbjährliches Intervall empfohlen.
Die Akkus sind das Verschleißteil:
- Sie halten typischerweise vier bis sechs Jahre, der Austausch liegt im niedrigen dreistelligen Bereich.
- Klären Sie vor dem Kauf, wie lange der Hersteller Ersatzteile vorhält.
Fazit

Köln ist bei der Beratung gut aufgestellt: wohn mobil kommt kostenfrei ins Haus und sieht sich die Treppe an, bevor Sie Geld ausgeben. Das ist der erste Schritt, und er spart am meisten.
Beim Geld lohnt die Unterscheidung. Die Pflegekasse zahlt 4.180 Euro als echten Zuschuss, ohne Einkommensprüfung, sobald ein Pflegegrad vorliegt. Die Landesförderung ist ein Darlehen – dafür mit 50 Prozent Tilgungsnachlass bei Schwerbehinderung oder Pflegegrad und fünf zinsfreien Jahren. Sie setzt aber ein Mindestdarlehen von 5.000 Euro, Wohneigentum und das Einhalten der Einkommensgrenze voraus.
Der KfW-Zuschuss steht derzeit nicht zur Verfügung – rechnen Sie ihn nicht ein, auch wenn andere Seiten ihn noch nennen.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Treppenlift in Köln?
Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet rund 4.000 bis 8.000 Euro, für eine kurvige Treppe 8.000 bis 15.000 Euro. Plattformlifte liegen bei 9.000 bis 20.000 Euro. Hinzu kommen rund 150 bis 300 Euro Wartung im Jahr.
Fördert NRW einen Treppenlift?
Ja, aber als Darlehen und nicht als Zuschuss. Das Land fördert den Barriereabbau im Bestand mit 5.000 bis 220.000 Euro, fünf Jahre zinsfrei. Der Tilgungsnachlass beträgt 25 Prozent, bei Schwerbehinderung ab GdB 50 oder Pflegegrad nennt die NRW.BANK 50 Prozent.
Wo stelle ich den Antrag in Köln?
Bei der Öffentlichen Wohnraumförderung der Stadt Köln, Gottfried-Hagen-Straße 46–48. Die Stadt bewilligt, ausgezahlt und abgewickelt wird das Darlehen anschließend von der NRW.BANK.
Bekommen auch Mieter die Landesförderung?
Nicht selbst. Antragsberechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer selbst genutzter Eigenheime und Eigentumswohnungen sowie Bestandshalter von Mietwohnraum. Als Mieter brauchen Sie die Vermieterseite. Die Pflegekasse zahlt dagegen auch Mietern, sofern der Vermieter zustimmt.
Wie viel zahlt die Pflegekasse?
4.180 Euro je pflegebedürftiger Person, ab Pflegegrad 1 und unabhängig vom Lifttyp. Bei mehreren Berechtigten im Haushalt summiert sich der Betrag bis zum gesetzlichen Maximum von 16.720 Euro. Der Zuschuss gilt je Maßnahme und lässt sich bei veränderter Pflegesituation erneut beantragen.
Lohnt sich die Landesförderung für einen einzelnen Sitzlift?
Oft nicht. Das Förderdarlehen setzt mindestens 5.000 Euro voraus – ein gerader Sitzlift kann darunter liegen. Dann bleibt die Pflegekasse der Hauptweg. Bei Kurvenliften, Plattformliften oder einem größeren Umbau wird die Landesschiene interessant.
Gibt es noch KfW-Förderung?
Der Zuschuss ist seit Ende Juli 2026 gestoppt. Bestehende Zusagen bleiben gültig. Der zinsverbilligte KfW-Kredit Nr. 159 mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit steht weiterhin zur Verfügung und ist auch für Mieter zugänglich.
Wie breit muss meine Treppe sein?
Entscheidend ist, was neben dem hochgeklappten Sitz frei bleibt: In notwendigen Treppenräumen verlangt die nordrhein-westfälische Verwaltungsvorschrift eine Restlaufbreite von 60 Zentimetern. Andernfalls ist in jedem Geschoss eine Wartefläche nötig.
Wo bekomme ich in Köln Beratung?
Bei wohn mobil, Mauritiussteinweg 36a, Telefon 0221 56034-0. Die Beratung zur Wohnraumanpassung findet als Hausbesuch statt und ist für Kölner Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Für Wohnungssuchende mit Behinderung berät zusätzlich das Amt für Wohnungswesen.
Muss ich den Antrag vor dem Kauf stellen?
Ja, bei allen Programmen. Keine Stelle fördert rückwirkend. Bei der Landesförderung schließt ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn die Förderung aus, sofern die Bewilligungsbehörde nicht ausdrücklich einwilligt.
Zahlt die Krankenkasse einen Treppenlift?
In aller Regel nicht, weil er fest mit dem Gebäude verbunden ist und damit nicht als Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung gilt. Anders liegt der Fall bei einem Arbeits- oder Wegeunfall – dann ist die Berufsgenossenschaft zuständig.
Brauche ich im Altbau eine Genehmigung?
Im eigenen Einfamilienhaus in der Regel nicht. Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, ist bei Eingriffen ins Treppenhaus eine denkmalrechtliche Abstimmung nötig – in den Kölner Gründerzeitvierteln ein häufiger Fall. Im Mehrfamilienhaus kommen Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und die bauordnungsrechtlichen Maße hinzu.
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