Photovoltaik-Anbieter in Hannover im Vergleich

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Photovoltaik in Hannover: Angebote, Preise & Tipps

Wussten Sie, dass in Hannover gerade zwei Fristen gleichzeitig laufen? Anträge für den proKlima-Solarzuschuss müssen bis zum 31. Oktober 2026 eingehen – und nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab Januar entfallen. Wer jetzt plant, kann beides noch mitnehmen.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Photovoltaikanlage in Hannover kostet, welche Erträge realistisch sind, welche Förderung es in der Region tatsächlich gibt und was die niedersächsische Solarpflicht für Neubau und Dachsanierung bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ertrag: In Hannover sind rund 900 bis 1.000 kWh je kWp und Jahr realistisch – etwas weniger als in Süddeutschland, für eine wirtschaftliche Anlage aber völlig ausreichend.
  • Kosten: Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro – ohne Mehrwertsteuer dank Nullsteuersatz.
  • proKlima: Der enercity-Fonds zahlt 100 €/kWp für die Vollbelegung eines Wohngebäudedachs plus 500 € für ein Energiemanagement mit Speicher – nur in Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze, Antrag bis 31.10.2026.
  • Dach-Solar-Richtlinie: Die Region Hannover fördert PV in Kombination mit Dachdämmung bei Bestandsgebäuden mit bis zu 50.000 Euro je Wohngebäude.
  • Solarpflicht: Seit 2025 müssen in Niedersachsen bei Neubau und Dacherneuerung ab 50 m² mindestens 50 % der Dachfläche mit Photovoltaik belegt werden.
  • EinspeisevergütungEinspeisevergütung: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre – nach dem EEG-2027-Entwurf nur noch für Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2026.

Wie gut sind die Bedingungen in Hannover?

Hannover liegt im norddeutschen Tiefland und erreicht damit nicht die Sonnenstunden Süddeutschlands. Die Globalstrahlung liegt bei rund 1.050 kWh je Quadratmeter und Jahr – für Photovoltaik ist das ein solider Wert.

Entscheidend für die Planung ist der spezifische Ertrag: Eine gut ausgerichtete Anlage erzeugt in Hannover rund 900 bis 1.000 Kilowattstunden je kWp im Jahr. Für eine vorsichtige Kalkulation sollten Sie mit etwa 950 kWh/kWp rechnen. Angebote, die mit deutlich über 1.000 kWh/kWp rechnen, sind für den Standort zu optimistisch.

Wie gut Ihr konkretes Dach geeignet ist, zeigt das Solardachkataster der Region Hannover. Dort sehen Sie Eignung, nutzbare Fläche und erwarteten Ertrag für jedes Gebäude.

AnlagengrößeDachfläche (ca.)Jahresertrag in HannoverPassend für
5 kWp25–30 m²ca. 4.500–5.000 kWhKleiner Haushalt, 1–2 Personen
7 kWp35–40 m²ca. 6.300–7.000 kWhFamilie ohne Wärmepumpe
10 kWp50–60 m²ca. 9.000–10.000 kWhFamilie mit Wärmepumpe oder E-Auto
15 kWp75–90 m²ca. 13.500–15.000 kWhHoher Verbrauch, Wärmepumpe und E-Auto

Flächenangaben für moderne Module mit rund 430 Wp. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag.

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Hannover?

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Hannover?
Bild: Checkfox.de

Die Preise für Photovoltaik sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. 2026 liegen schlüsselfertige Anlagen bei rund 1.000 bis 1.600 Euro je kWp – größere Anlagen sind je kWp günstiger.

AnlageOhne SpeicherMit Speicher
5 kWpca. 7.000–9.500 €mit 5 kWh: ca. 10.500–14.000 €
7 kWpca. 8.500–12.000 €mit 7 kWh: ca. 12.500–17.000 €
10 kWpca. 10.000–15.000 €mit 10 kWh: ca. 15.000–23.000 €
15 kWpca. 14.000–20.000 €mit 15 kWh: ca. 22.000–28.000 €

Schlüsselfertige Preise inklusive Montage, Wechselrichter und Netzanschluss, ohne Mehrwertsteuer durch den Nullsteuersatz. Stand: September 2026.

Speicher kosten installiert rund 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde. Mehr als 600 Euro je kWh sollten Sie nicht bezahlen.

Achten Sie auf versteckte Positionen: Zählerschrank-Umbau (1.200 bis 2.500 Euro), Gerüst (400 bis 1.200 Euro) und Überspannungsschutz (200 bis 500 Euro) fehlen häufig im ersten Angebot.

Laufende Kosten für Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und Rücklagen liegen bei rund 200 bis 400 Euro im Jahr.

Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Wann rechnet sich die Anlage?

Wann rechnet sich die Anlage?
Bild: Checkfox.de

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem daran, wie viel Ihres Solarstroms Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 Cent Netzstrom, jede eingespeiste bringt 7,70 Cent Vergütung.

Zwei Kennzahlen werden dabei oft verwechselt: Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welchen Anteil Ihres Solarstroms Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres Verbrauchs die Anlage deckt. Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt nur rund 20 bis 30 Prozent seines Solarstroms selbst; mit Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto steigt der Wert deutlich. Einen Autarkiegrad von 90 Prozent erreicht dagegen auch mit Speicher kaum ein Haushalt – realistisch sind 55 bis 70 Prozent.

Beispiel A: Familie ohne Wärmepumpe, 7 kWp ohne Speicher

Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch installiert in Hannover eine 7-kWp-Anlage für rund 9.500 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 6.650 kWh.

Die Familie nutzt davon rund 1.550 kWh selbst und spart bei 37 Cent etwa 575 Euro. Die übrigen 5.100 kWh bringen bei 7,70 Cent rund 390 Euro Einspeisevergütung. Abzüglich 200 Euro laufender Kosten bleiben knapp 770 Euro im Jahr – die Anlage amortisiert sich nach etwa 12 Jahren.

Belegt die Familie das Dach vollständig und liegt das Haus im proKlima-Gebiet, kommen einmalig 700 Euro Zuschuss hinzu.

Beispiel B: Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto, 10 kWp mit Speicher

Ein Haushalt mit 9.000 kWh Verbrauch installiert eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für rund 19.000 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 9.500 kWh.

Durch Speicher, Wärmepumpe und Wallbox nutzt der Haushalt rund 4.800 kWh selbst. Weil ein Teil davon den günstigeren Wärmepumpentarif ersetzt, rechnen wir mit einem Mischpreis von 33 Cent: rund 1.585 Euro Ersparnis. Die eingespeisten 4.700 kWh bringen weitere 360 Euro. Abzüglich 300 Euro laufender Kosten sind das gut 1.650 Euro im Jahr – Amortisation nach etwa 11 bis 12 Jahren.

Mit proKlima (1.000 Euro für die Vollbelegung plus 500 Euro für das Energiemanagement) sinkt die Investition auf 17.500 Euro und die Amortisation auf gut 10 Jahre.

Zur Einordnung: Beide Beispiele rechnen mit heutigen Strompreisen. Steigen diese, verkürzt sich die Amortisation. Und die Wärmepumpe braucht ihren Strom überwiegend im Winter – ihr Bedarf wird auch mit Speicher nur zu rund 20 bis 35 Prozent aus Solarstrom gedeckt.

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Förderung in Hannover und der Region

Förderung in Hannover und der Region
Bild: Checkfox.de

Niedersachsen zahlt keine Landeszuschüsse für private Photovoltaikanlagen. In Hannover gibt es dafür zwei regionale Programme, die sich deutlich unterscheiden – und die beide an Fristen und Bedingungen geknüpft sind.

proKlima: Zuschuss für die Vollbelegung

Der proKlima-Fonds wird vom Energieversorger enercity getragen und ist kein städtisches Programm. Er fördert Photovoltaik mit mehreren Bausteinen:

BausteinFörderungVoraussetzung
DachVollToll100 €/kWp, max. 2.000 €Vollbelegung aller geeigneten Dachflächen eines bestehenden Wohngebäudes, mindestens 2 kWp
Energiemanagement-Bonus500 € je SystemEnergiemanagementsystem mit Batteriespeicher, intelligentem Messsystem, Steuerbox und dynamischem Stromtarif
SolarGrünDach200 €/kWpKombination aus PV und Dachbegrünung
Solarstromfassade100 bzw. 300 €/kWpFassadenanlage (höherer Satz für fassadenintegrierte Module)
SolarMieterstrom-Bonusbis 1.000 €EEG-konformes Mieterstromprojekt mit 3 bis 10 Einheiten

Stand: Programmversion 2026. Die Höchstbeträge werden in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben – maßgeblich ist die aktuelle Richtlinie bei proKlima.

Vier Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie planen:

Teilbelegungen werden nicht gefördert. Wer nur die Südseite belegt, erhält keinen Zuschuss. Jede belegte Dachfläche muss zudem einen spezifischen Ertrag von mindestens 650 kWh/kWp erreichen. Auch Balkonkraftwerke sind ausgeschlossen.

Das Fördergebiet ist begrenzt. Gefördert werden nur Vorhaben in Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze – nicht in der gesamten Region Hannover.

Die Frist läuft. Die aktuelle Programmversion endet voraussichtlich am 31. Oktober 2026, und der Solarbereich war im August bereits weitgehend ausgeschöpft. Prüfen Sie vor der Planung, ob noch Mittel verfügbar sind.

Antrag vor Auftrag. Der Zuschuss muss beantragt werden, bevor Sie den Installateur beauftragen.

Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover

Die Region Hannover fördert Eigentümer, die bei einem Bestandsgebäude ihr Dach energetisch sanieren und gleichzeitig eine Photovoltaikanlage installieren. Seit Januar 2026 gelten deutlich verbesserte Bedingungen: Für Wohngebäude liegt die Obergrenze bei 50.000 Euro, für Nichtwohngebäude bei bis zu 200.000 Euro. Für 2026 stehen insgesamt 2,5 Millionen Euro bereit.

Das Programm passt genau zu einer Situation, die in Niedersachsen seit 2025 eine Pflicht auslöst: Wer sein Dach bis zur wasserführenden Schicht erneuert, muss ohnehin mindestens die Hälfte mit Photovoltaik belegen. Wer dabei gleich dämmt, kann die Richtlinie nutzen. Wegen der Solarpflicht gelten für die Berechnung des förderfähigen PV-Anteils allerdings besondere Regeln – die Details stehen in der Förderrichtlinie der Region.

Bundesweite Vorteile

Nullsteuersatz: Seit dem 1. Januar 2023 fällt auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer an – einschließlich Speicher, Wechselrichter und Montage.

Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit – insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem – sind einkommensteuerfrei. Das gilt nicht nur für Einfamilienhäuser.

KfW-Kredit 270: Das Programm „Erneuerbare Energien – Standard" finanziert Photovoltaikanlagen und Speicher mit einem zinsgünstigen Darlehen. Die Konditionen ändern sich laufend – den tagesaktuellen Zinssatz erfahren Sie bei Ihrer Hausbank. Es handelt sich um einen Kredit, keinen Zuschuss.

Für Unternehmen bietet die NBank Zuschüsse aus EFRE-Mitteln, unter anderem für Photovoltaik und Speicher – Privathaushalte sind davon ausgeschlossen.

Weiterführend: Förderung für Photovoltaik: Aktuelle Infos & Tipps

Weiterführend: KfW-Förderung für Photovoltaik

Solarpflicht in Niedersachsen

Solarpflicht in Niedersachsen
Bild: Checkfox.de

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Niedersachsen eine umfassende Photovoltaikpflicht nach § 32a der Niedersächsischen Bauordnung. Betroffen sind:

Neubauten mit einer Dachfläche von mindestens 50 m² – Wohn- und Nichtwohngebäude gleichermaßen. Mindestens 50 Prozent der Dachfläche müssen mit Photovoltaik belegt werden. Maßgeblich ist, ob der Bauantrag nach dem 31. Dezember 2024 gestellt wurde.

Bestandsgebäude bei Aufstockung, Anbau oder Erneuerung der Dachhaut bis zur wasserführenden Schicht, sofern die neue oder erneuerte Dachfläche mindestens 50 m² beträgt. Auch hier müssen 50 Prozent dieser Fläche belegt werden.

Große offene Parkplätze müssen ebenfalls mit Photovoltaik überdacht werden.

Die Pflicht entfällt, soweit sie technisch, rechtlich oder wirtschaftlich nicht erfüllbar ist – etwa bei Denkmalschutz oder ungeeigneter Dachausrichtung. Solarthermie wird angerechnet: Eine belegte Solarthermiefläche reduziert die PV-Pflichtfläche entsprechend.

Was das praktisch bedeutet: Wenn in Hannover eine Dachsanierung ansteht, stellt sich nicht mehr die Frage, ob, sondern wie groß die Photovoltaikanlage wird. Es lohnt sich dann oft, direkt das ganze Dach zu belegen – das spart doppelte Gerüst- und Planungskosten und kann im proKlima-Gebiet zusätzlich den Vollbelegungszuschuss auslösen.

Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027

Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027
Bild: Checkfox.de

Die aktuellen Vergütungssätze

Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen:

AnlagenteilTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kWp7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
10–40 kWp6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
40–100 kWp5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Quelle: Bundesnetzagentur. Die Sätze werden anteilig nach Leistung berechnet.

Der Satz bei Inbetriebnahme gilt für das Inbetriebnahmejahr plus 20 volle Kalenderjahre. Für Eigenheime ist die Teileinspeisung fast immer die bessere Wahl.

Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung - Höhe & Entwicklung

Das Solarspitzengesetz

Seit dem 25. Februar 2025 gilt für neue Anlagen: Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es keine Vergütung, die ausgefallenen Zeiten werden aber anteilig an das Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne intelligentes Messsystem dürfen höchstens 60 Prozent der Leistung eingespeist werden – das betrifft nur die Einspeisung, nicht den Eigenverbrauch. Über 7 kW ist ein Smart Meter Pflicht. Bestehende Anlagen sind nicht betroffen.

Was mit dem EEG 2027 geplant ist

Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Er sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen. Stattdessen soll es für kleinere Anlagen eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rund 5 Cent je Kilowattstunde geben, danach die Vermarktung am Markt. Zusätzlich ist eine dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent vorgesehen.

Der Entwurf ist noch kein Gesetz – der Bundestag berät ihn seit September. Anlagen mit Inbetriebnahme bis zum 31. Dezember 2026 sollen ihre 20-jährige Vergütung nach bisherigem Recht behalten.

Rechnen Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme mit sechs bis zehn Wochen. Wer die aktuelle Vergütung – und im proKlima-Gebiet den Zuschuss – sichern will, sollte jetzt Angebote einholen.

Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern und Mietobjekten

Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern und Mietobjekten
Bild: Checkfox.de

Für Vermieter und Eigentümergemeinschaften gibt es zwei Wege, Solarstrom an Bewohner weiterzugeben.

Beim Mieterstrom verkauft der Anlagenbetreiber den Strom direkt an die Mieter und erhält dafür zusätzlich den Mieterstromzuschlag nach dem EEG. Er soll nach dem aktuellen Gesetzentwurf auch ab 2027 erhalten bleiben. Im proKlima-Gebiet gibt es für Projekte mit 3 bis 10 Einheiten zusätzlich den SolarMieterstrom-Bonus.

Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung, die mit dem Solarpaket I eingeführt wurde, ist die einfachere Variante: Der Solarstrom wird unter den Bewohnern aufgeteilt, ohne dass der Betreiber zum vollwertigen Energieversorger werden muss. Einen Zuschlag gibt es dafür nicht, der bürokratische Aufwand ist aber deutlich geringer.

Welches Modell passt, hängt von der Zahl der Wohneinheiten und dem Aufwand ab, den Sie tragen möchten.

Kaufen, mieten oder pachten?

Kaufen, mieten oder pachten?
Bild: Checkfox.de

Wer die Investition aus Rücklagen oder über einen Kredit finanzieren kann, fährt mit dem Kauf in der Regel besser: Anlage und Erträge gehören Ihnen, und Sie nutzen Nullsteuersatz, Einkommensteuerbefreiung und Förderung voll aus. Der proKlima-Zuschuss setzt ohnehin voraus, dass Sie die Anlage selbst errichten lassen.

Miet- und Pachtmodelle kommen ohne Eigenkapital aus und schließen meist Wartung ein. Über die Laufzeit von häufig 15 bis 20 Jahren sind sie aber in der Regel deutlich teurer, und die Anlage gehört Ihnen nicht. Rechnen Sie solche Angebote wie jedes andere durch.

Ist mein Dach geeignet?

Ist mein Dach geeignet?
Bild: Checkfox.de

Ausrichtung: Süddächer liefern den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber auf Vormittag und Nachmittag – das erhöht oft den Eigenverbrauch. Für den proKlima-Zuschuss muss jede belegte Fläche mindestens 650 kWh/kWp erreichen, was auch Ost- und Westdächer in der Regel schaffen.

Neigung: Ideal sind 30 bis 35 Grad. Flachdächer werden mit aufgeständerten Modulen belegt.

Verschattung: Bäume, Schornsteine oder Gauben mindern den Ertrag. Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern oder Moduloptimierer können Teilverschattung teilweise ausgleichen.

Dachzustand: Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, sollten Sie diese vorziehen – und dabei die Solarpflicht und die Dach-Solar-Richtlinie der Region berücksichtigen.

Denkmalschutz: In Hannovers Altbauquartieren ist bei denkmalgeschützten Gebäuden eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde erforderlich.

Weiterführend: Photovoltaik-Dachflächenrechner

Anmeldung und Installation

Anmeldung und Installation
Bild: Checkfox.de

Eine Dachanlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden. Beides übernimmt in der Regel der Installateur.

Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien übernommen werden. Elektrischen Anschluss und Inbetriebnahme muss ein Elektrofachbetrieb durchführen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.

Der typische Ablauf: Beratung und Vor-Ort-Termin, Angebot mit Ertragsprognose und allen Nebenkosten, Förderanträge (vor Auftragsvergabe), Netzanmeldung, Montage in ein bis drei Tagen, Inbetriebnahme mit Zählertausch und Registrierung, Übergabe mit Monitoring-App.

Planen Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme sechs bis zehn Wochen ein.

Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten

Worauf Sie bei der Anbieterwahl achten sollten
Bild: Checkfox.de
KriteriumWarum es wichtig ist
Eintrag im Installateurverzeichnis des NetzbetreibersVoraussetzung für Anschluss und Inbetriebnahme
Erfahrung mit proKlima und Dach-Solar-RichtlinieFörderanträge müssen vor der Beauftragung gestellt werden – ein erfahrener Betrieb kennt die Abläufe
Vollständiges AngebotZählerschrank, Gerüst, Netzanmeldung und Überspannungsschutz sollten ausgewiesen sein
Realistische ErtragsprognoseWerte deutlich über 1.000 kWh/kWp sind für Hannover zu optimistisch
Transparenz beim SpeicherPreis je kWh nennen lassen; mehr als 600 €/kWh ist teuer
Schriftliche GarantienLeistungsgarantie der Module, Garantie auf Wechselrichter, Speicher und Montage

Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die mit Autarkiewerten von 90 Prozent oder Amortisationszeiten von unter sechs Jahren werben. Solche Werte sind in Hannover für Dachanlagen nicht realistisch.

Über unseren kostenlosen Vergleich erhalten Sie Angebote mehrerer geprüfter Fachbetriebe aus der Region und können Preise und Leistungen direkt gegenüberstellen.

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Wartung und Lebensdauer

Photovoltaikanlagen sind wartungsarm. Eine regelmäßige Kontrolle über die Monitoring-App und eine Sichtprüfung alle ein bis zwei Jahre reichen in der Regel aus. Module haben meist eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren, Wechselrichter von 5 bis 10 Jahren, Speicher von 10 bis 15 Jahren. Rechnen Sie damit, den Wechselrichter während der Laufzeit einmal zu tauschen.

Fazit

Fazit
Bild: Checkfox.de

Hannover bietet mit rund 950 kWh je kWp solide Bedingungen für Photovoltaik – und mehr regionale Unterstützung als viele andere Städte. Der proKlima-Fonds zahlt für die Vollbelegung eines Wohngebäudedachs 100 Euro je kWp plus 500 Euro für ein Energiemanagement mit Speicher. Wer ohnehin das Dach saniert, kann über die Dach-Solar-Richtlinie der Region bis zu 50.000 Euro erhalten.

Die niedersächsische Solarpflicht macht Photovoltaik bei Neubau und Dacherneuerung zur Pflicht. Für alle anderen ist sie eine Entscheidung, die sich über die Laufzeit rechnet – bei einer Familie ohne Wärmepumpe nach rund 12 Jahren, mit Wärmepumpe, Speicher und proKlima nach gut 10.

Und der Zeitpunkt ist in diesem Herbst besonders günstig: Die proKlima-Frist endet am 31. Oktober, und nach dem EEG-2027-Entwurf sichern sich nur Anlagen mit Inbetriebnahme bis Jahresende die feste Vergütung für 20 Jahre.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Hannover?

Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro schlüsselfertig, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro. Durch den Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an. Im proKlima-Gebiet reduziert der Zuschuss die Investition bei Vollbelegung um bis zu 2.500 Euro.

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in Hannover?

Rund 900 bis 1.000 kWh je kWp im Jahr. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 9.000 bis 10.000 kWh. Ost-West-Dächer liefern rund 10 bis 15 Prozent weniger.

Welche Förderung gibt es in Hannover?

Der proKlima-Fonds zahlt 100 €/kWp für die Vollbelegung eines Wohngebäudedachs und 500 € für ein Energiemanagement mit Speicher – nur in Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. Die Dach-Solar-Richtlinie der Region fördert PV mit gleichzeitiger Dachdämmung. Bundesweit gelten Nullsteuersatz, Einkommensteuerbefreiung und KfW-Kredit 270.

Bis wann kann ich proKlima beantragen?

Die aktuelle Programmversion endet voraussichtlich am 31. Oktober 2026. Der Solartopf war im August bereits weitgehend ausgeschöpft – prüfen Sie die Verfügbarkeit vor der Planung. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.

Wird auch eine Teilbelegung gefördert?

Nein. proKlima fördert nur die Vollbelegung aller geeigneten Dachflächen eines bestehenden Wohngebäudes. Jede belegte Fläche muss mindestens 650 kWh/kWp Ertrag erreichen. Balkonkraftwerke sind ausgeschlossen.

Gibt es in Niedersachsen eine Solarpflicht?

Ja, seit dem 1. Januar 2025. Bei Neubauten und bei der Erneuerung der Dachhaut ab 50 m² Fläche müssen mindestens 50 Prozent der Dachfläche mit Photovoltaik belegt werden. Ausnahmen gelten bei technischer, rechtlicher oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit. Solarthermie wird angerechnet.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Für Anlagen, die seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 durch eine befristete Übergangszahlung ersetzt werden. Der Entwurf ist noch kein Gesetz. Anlagen mit Inbetriebnahme bis Ende 2026 behalten nach dem Entwurf ihre 20-jährige Vergütung.

Lohnt sich ein Speicher in Hannover?

Ein Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 25 auf 55 bis 70 Prozent. Im proKlima-Gebiet gibt es zusätzlich 500 € für ein Energiemanagementsystem mit Speicher, Smart Meter und dynamischem Tarif. Besonders sinnvoll ist ein Speicher bei hohem Abendverbrauch sowie mit Wärmepumpe oder E-Auto.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage in Hannover?

Bei heutigen Strompreisen typischerweise nach 10 bis 12 Jahren, mit proKlima-Zuschuss und hohem Eigenverbrauch etwas früher. Bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erwirtschaftet die Anlage danach noch viele Jahre Überschüsse.

Darf ich die Anlage selbst montieren?

Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien übernommen werden. Anschluss und Inbetriebnahme muss ein im Installateurverzeichnis eingetragener Elektrofachbetrieb durchführen.

Was gilt für Mehrfamilienhäuser?

Vermieter können Solarstrom über Mieterstrom mit Mieterstromzuschlag oder über die einfachere gemeinschaftliche Gebäudeversorgung an ihre Mieter weitergeben. Im proKlima-Gebiet gibt es für Mieterstromprojekte mit 3 bis 10 Einheiten einen zusätzlichen Bonus.

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