In wenigen Schritten zur Photovoltaik-Anlage in München und Umgebung
Wussten Sie, dass die Stadt München Photovoltaikanlagen seit Dezember 2024 nicht mehr direkt bezuschusst – die Beratung dazu aber mit bis zu 3.000 Euro? Wer sich vor der Anlage professionell beraten lässt, bekommt 60 Prozent des Honorars erstattet. Und für Mieter gibt es einen Zuschuss für Balkonkraftwerke.
Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Photovoltaikanlage in München kostet, welche Erträge realistisch sind, welche Förderung es in der Stadt tatsächlich noch gibt – und warum sich eine Inbetriebnahme bis Ende 2026 lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Gute Erträge: In München sind rund 1.000 bis 1.100 kWh je kWp und Jahr realistisch – spürbar mehr als in Norddeutschland.
- Kosten: Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro – ohne Mehrwertsteuer dank Nullsteuersatz.
- Städtische Förderung (FKG): Keine Zuschüsse mehr für die Anlage selbst, aber 60 % der PV-Beratung (bis 3.000 € bei 1–2 Wohneinheiten), 200 €/kWp für Mieterstrom und 0,40 €/Wp für Balkonkraftwerke – auch für Mieter.
- Bayern: Kein Landesprogramm für private PV-Anlagen. Für Wohngebäude gibt es eine Soll-Vorschrift, aber keine Solarpflicht.
- Einspeisevergütung: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre – nach dem EEG-2027-Entwurf nur noch für Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2026.
- Wirtschaftlichkeit: Realistisch amortisiert sich eine Anlage in München nach rund 10 bis 11 Jahren – bei 25 bis 30 Jahren Lebensdauer.
Wie gut sind die Bedingungen in München?
München gehört zu den besseren Solarstandorten in Deutschland. Die Globalstrahlung liegt in Südbayern deutlich über den Werten in Nord- und Mitteldeutschland, und damit auch der Ertrag.
Eine gut ausgerichtete Anlage erzeugt in München rund 1.000 bis 1.100 Kilowattstunden je kWp im Jahr. Für eine vorsichtige Kalkulation sollten Sie mit etwa 1.050 kWh/kWp rechnen. Zum Vergleich: In Hannover sind es rund 950, im Saarland rund 1.000.
Etwa zwei Drittel des Jahresertrags fallen im Sommerhalbjahr an. Wer den Strom auch im Winter nutzen will – etwa für eine Wärmepumpe –, sollte das bei der Planung berücksichtigen.
Wie gut Ihr konkretes Dach geeignet ist, zeigt das Solarpotenzialkataster der Stadt München.
Flächenangaben für moderne Module mit rund 430 Wp. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag.
Was kostet eine Photovoltaikanlage in München?

2026 liegen schlüsselfertige Anlagen bei rund 1.000 bis 1.600 Euro je kWp. Größere Anlagen sind je kWp günstiger. In Ballungsräumen wie München bewegen sich die Handwerkerkosten tendenziell im oberen Teil der Spannen.
Schlüsselfertige Preise inklusive Montage, Wechselrichter und Netzanschluss, ohne Mehrwertsteuer durch den Nullsteuersatz. Stand: September 2026.
Speicher kosten installiert rund 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde. Mehr als 600 Euro je kWh sollten Sie nicht bezahlen. Als Faustregel für die Größe gelten 1 bis 1,5 kWh Speicher je kWp Anlagenleistung.
Achten Sie auf versteckte Positionen: Zählerschrank-Umbau (1.200 bis 2.500 Euro), Gerüst (400 bis 1.200 Euro) und Überspannungsschutz (200 bis 500 Euro) fehlen häufig im ersten Angebot. In der Münchner Innenstadt kommen bei engen Hofsituationen oder Mehrfamilienhäusern oft höhere Gerüstkosten hinzu.
Laufende Kosten für Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und Rücklagen liegen bei rund 200 bis 400 Euro im Jahr. Rechnen Sie damit, den Wechselrichter während der Laufzeit einmal zu tauschen (1.500 bis 2.500 Euro).
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Wann rechnet sich die Anlage?

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem daran, wie viel Ihres Solarstroms Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 Cent Netzstrom, jede eingespeiste bringt 7,70 Cent Vergütung.
Zwei Kennzahlen werden dabei oft verwechselt: Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welchen Anteil Ihres Solarstroms Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres Verbrauchs die Anlage deckt. Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt nur rund 20 bis 30 Prozent seines Solarstroms selbst; mit Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto steigt der Wert deutlich. Eigenverbrauchsquoten von 60 Prozent ohne oder 80 Prozent mit Speicher, wie man sie gelegentlich liest, erreicht ein Einfamilienhaus praktisch nicht.

Beispiel A: Familie ohne Wärmepumpe, 7 kWp ohne Speicher
Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch installiert in München eine 7-kWp-Anlage für rund 9.500 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 7.350 kWh.
Die Familie nutzt davon rund 1.650 kWh selbst und spart bei 37 Cent etwa 610 Euro. Die übrigen 5.700 kWh bringen bei 7,70 Cent rund 440 Euro Einspeisevergütung. Abzüglich 200 Euro laufender Kosten bleiben rund 850 Euro im Jahr – die Anlage amortisiert sich nach etwa 11 Jahren.
Weiterführend: Was kostet eine 7 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Beispiel B: Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto, 10 kWp mit Speicher
Ein Haushalt mit 9.000 kWh Verbrauch installiert eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für rund 19.000 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 10.500 kWh.
Durch Speicher, Wärmepumpe und Wallbox nutzt der Haushalt rund 5.000 kWh selbst. Weil ein Teil davon den günstigeren Wärmepumpentarif ersetzt, rechnen wir mit einem Mischpreis von 33 Cent: rund 1.650 Euro Ersparnis. Die eingespeisten 5.500 kWh bringen weitere 425 Euro. Abzüglich 300 Euro laufender Kosten sind das knapp 1.780 Euro im Jahr – Amortisation nach knapp 11 Jahren.
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Zur Einordnung: Beide Beispiele rechnen mit heutigen Strompreisen. Steigen diese, verkürzt sich die Amortisation. Die Wärmepumpe braucht ihren Strom überwiegend im Winter – ihr Bedarf wird auch mit Speicher nur zu rund 20 bis 35 Prozent aus Solarstrom gedeckt.
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Förderung in München

Das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG)
München fördert energetische Maßnahmen über das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG). Für Photovoltaik hat sich das Programm aber grundlegend verändert: Seit dem 18. Dezember 2024 können keine Anträge mehr für Photovoltaikanlagen selbst gestellt werden. Einen Investitionszuschuss für die Anlage gibt es damit nicht mehr.
Gefördert werden stattdessen drei Bausteine rund um Photovoltaik:
Stand: FKG-Richtlinie Juli 2026. Maßgeblich ist die jeweils gültige Richtlinie der Landeshauptstadt München.
Drei Punkte sollten Sie beachten:
- Nur im Stadtgebiet. Gefördert werden ausschließlich Gebäude innerhalb der Landeshauptstadt München – nicht im Landkreis.
- Antrag vor Beauftragung. Der Antrag wird ausschließlich online im städtischen Förderportal gestellt. Wer den Berater oder Installateur vorher beauftragt, verliert die Förderung.
- Budget begrenzt. Die Stadt stellt für das FKG insgesamt rund 60 Millionen Euro im Jahr bereit. Ist das Budget ausgeschöpft, werden keine neuen Anträge mehr bewilligt.
Lohnt sich die geförderte Beratung?
Für viele Eigentümer ja. Ein unabhängiges Konzept klärt Dimensionierung, Speichergröße, Kombination mit Wärmepumpe oder Wallbox und Wirtschaftlichkeit – bevor Sie Angebote vergleichen. Bei einem Honorar von 1.500 Euro zahlen Sie nach Förderung 600 Euro.
Bayern
Der Freistaat Bayern hat kein Förderprogramm für private Photovoltaikanlagen und keines für Batteriespeicher.
Weiterführend: Photovoltaik-Förderung in Bayern: Das müssen Sie wissen
Bundesweite Vorteile
Nullsteuersatz: Seit dem 1. Januar 2023 fällt auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer an – einschließlich Speicher, Wechselrichter und Montage.
Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit – insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem – sind einkommensteuerfrei.
KfW-Kredit 270: Das Programm „Erneuerbare Energien – Standard" finanziert Photovoltaikanlagen und Speicher mit einem zinsgünstigen Darlehen, auch bis zur vollen Investitionssumme. Die Konditionen ändern sich laufend – den tagesaktuellen Zinssatz erfahren Sie bei Ihrer Hausbank. Es handelt sich um einen Kredit, keinen Zuschuss.
Weiterführend: KfW-Förderung für Photovoltaik
Weiterführend: Förderung für Photovoltaik: Aktuelle Infos & Tipps

Solarpflicht in Bayern

Bayern regelt die Solarnutzung in der Bayerischen Bauordnung – mit deutlichen Unterschieden nach Gebäudeart:
Gewerbliche und industrielle Neubauten müssen seit 2023 mit Photovoltaik ausgestattet werden. Sonstige Nichtwohngebäude sind seit 2025 ebenfalls einbezogen.
Für Wohngebäude gibt es dagegen keine Pflicht, sondern eine Soll-Vorschrift: Bei Neubauten sollen geeignete Dachflächen für Photovoltaik genutzt werden. Wer darauf verzichtet, muss mit keinen Sanktionen rechnen.
Denkmalschutz: In München stehen viele Gebäude unter Einzel- oder Ensembleschutz. Photovoltaik ist dort genehmigungspflichtig; die Denkmalschutzbehörden entscheiden inzwischen aber häufiger zugunsten von Solaranlagen, insbesondere wenn sie von der Straße aus kaum sichtbar sind. Klären Sie das früh in der Planung.
Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027

Die aktuellen Vergütungssätze
Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen:
Quelle: Bundesnetzagentur. Die Sätze werden anteilig nach Leistung berechnet.
Der Satz bei Inbetriebnahme gilt für das Inbetriebnahmejahr plus 20 volle Kalenderjahre. Ausgezahlt wird die Vergütung vom Netzbetreiber. Für Eigenheime ist die Teileinspeisung fast immer die bessere Wahl.
Das Solarspitzengesetz
Seit dem 25. Februar 2025 gilt für neue Anlagen: Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es keine Vergütung, die ausgefallenen Zeiten werden aber anteilig an das Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne intelligentes Messsystem dürfen höchstens 60 Prozent der Leistung eingespeist werden – das betrifft nur die Einspeisung, nicht den Eigenverbrauch. Über 7 kW ist ein Smart Meter Pflicht. Bestehende Anlagen sind nicht betroffen.
Was mit dem EEG 2027 geplant ist
Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Er sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen. Stattdessen soll es für kleinere Anlagen eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rund 5 Cent je Kilowattstunde geben, danach die Vermarktung am Markt. Zusätzlich ist eine dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent vorgesehen.
Der Entwurf ist noch kein Gesetz – der Bundestag berät ihn seit September. Anlagen mit Inbetriebnahme bis zum 31. Dezember 2026 sollen ihre 20-jährige Vergütung nach bisherigem Recht behalten.
Rechnen Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme mit acht bis zwölf Wochen – in München mit der hohen Nachfrage eher am oberen Ende. Wer die feste Vergütung sichern will, sollte jetzt Angebote einholen. Wenn Sie zusätzlich die FKG-Beratung nutzen möchten, muss der Beratungsantrag vorab gestellt werden – planen Sie dafür etwas Vorlauf ein.
Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung: Höhe und Entwicklung
Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern und für Mieter

München ist eine Mieterstadt – deshalb spielen diese beiden Wege hier eine besonders große Rolle.
Für Vermieter und Eigentümergemeinschaften
Beim Mieterstrom verkauft der Anlagenbetreiber den Solarstrom direkt an die Mieter und erhält dafür den Mieterstromzuschlag nach dem EEG, der nach dem aktuellen Gesetzentwurf auch ab 2027 erhalten bleiben soll. In München kommen 200 €/kWp aus dem FKG hinzu. Die FKG-Beratung für Mehrfamilienhäuser ist mit bis zu 15.000 Euro dotiert – bei größeren Objekten eine sinnvolle Grundlage für die Planung.
Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung, eingeführt mit dem Solarpaket I, ist die einfachere Alternative: Der Solarstrom wird unter den Bewohnern aufgeteilt, ohne dass der Betreiber zum vollwertigen Energieversorger werden muss. Einen Zuschlag gibt es dafür nicht, der Aufwand ist aber deutlich geringer.
In Wohnungseigentümergemeinschaften ist für eine gemeinsame Anlage ein Beschluss der Eigentümerversammlung erforderlich.
Für Mieter: das Balkonkraftwerk
Mieter ohne eigenes Dach können mit einem Balkonkraftwerk einsteigen. Erlaubt sind Wechselrichter bis 800 Watt und bis zu 2.000 Wp Modulleistung; bis 960 Wp genügt ein normaler Schuko-Stecker. Die Anmeldung erfolgt nur im Marktstammdatenregister. Mieter haben seit Oktober 2024 einen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung des Vermieters.
In München gibt es dafür 0,40 Euro je Wp aus dem FKG, maximal 50 Prozent der Kosten – bei einem Set mit 800 Wp für 600 Euro also 300 Euro. Mieter sind antragsberechtigt, wenn sie die Kosten selbst tragen. Auch hier gilt: Antrag vor dem Kauf.
Weiterführend: Balkonkraftwerk: Förderung und Kosten
Ist mein Dach geeignet?

Ausrichtung: Süddächer liefern den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber auf Vormittag und Nachmittag – das erhöht oft den Eigenverbrauch.
Neigung: Ideal sind 20 bis 40 Grad bei Schrägdächern. Flachdächer werden mit 10 bis 20 Grad aufgeständert oder in Ost-West-Ausrichtung belegt.
Verschattung: In dicht bebauten Vierteln sind Nachbargebäude, Kamine und Dachaufbauten häufige Ertragsbremsen. Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern oder Moduloptimierer können Teilverschattung teilweise ausgleichen.
Statik: Vor allem bei älteren Dachstühlen sollte der Installateur prüfen, ob das Dach die zusätzliche Last trägt.
Dachzustand: Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, sollten Sie diese vorziehen. Eine Anlage bleibt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach.
Weiterführend: Photovoltaik-Dachflächenrechner
Anmeldung und Installation

Eine Dachanlage muss beim Netzbetreiber – in München in der Regel die Netzgesellschaft der Stadtwerke – angemeldet und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden. Beides übernimmt in der Regel der Installateur.
Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien übernommen werden. Elektrischen Anschluss und Inbetriebnahme muss ein Elektrofachbetrieb durchführen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.
Der typische Ablauf: FKG-Beratungsantrag (falls gewünscht), Beratung und Vor-Ort-Termin, Angebot mit Ertragsprognose und allen Nebenkosten, Netzanmeldung, Montage in ein bis drei Tagen, Inbetriebnahme mit Zählertausch und Registrierung, Übergabe mit Monitoring-App.
Notstrom: Standard-Anlagen schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab. Wer auch bei Stromausfall versorgt sein möchte, braucht einen Speicher mit Ersatzstrom- oder Notstromfunktion und eine entsprechende Umschalteinrichtung – das sollten Sie im Angebot ausdrücklich abfragen.
Weiterführend: Photovoltaikanlage richtig anmelden - Alles was Sie wissen müssen
Photovoltaik-Anbieter in München

In München und Umgebung ist eine Reihe regionaler Fachbetriebe aktiv. Die folgende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar.
Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Statt einzelne Betriebe anzufragen, können Sie über unseren kostenlosen Vergleich Angebote mehrerer geprüfter Fachbetriebe aus der Region erhalten und Preise und Leistungen direkt gegenüberstellen.
Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen
Wenn Sie ein Miet- oder Pachtmodell angeboten bekommen, rechnen Sie es wie jedes andere Angebot über die gesamte Laufzeit durch. Über 15 bis 20 Jahre sind solche Modelle in der Regel deutlich teurer als der Kauf.

Wartung und Lebensdauer
Photovoltaikanlagen sind wartungsarm. Eine regelmäßige Kontrolle über die Monitoring-App und eine Sichtprüfung alle ein bis zwei Jahre reichen in der Regel aus. Module haben meist eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren, Wechselrichter von 5 bis 10 Jahren, Speicher von 10 bis 15 Jahren. Eine Photovoltaikversicherung oder die Einbindung in die Wohngebäudeversicherung schützt vor Hagel- und Sturmschäden.
Weiterführend: Photovoltaik-Versicherung: Sinnvoll oder nicht?
Fazit

München bietet mit rund 1.050 kWh je kWp gute Bedingungen für Photovoltaik – spürbar bessere als der Norden. Eine Familie ohne Wärmepumpe kommt mit einer 7-kWp-Anlage auf rund 850 Euro Ertrag im Jahr, ein Haushalt mit Wärmepumpe, Speicher und E-Auto auf knapp 1.800 Euro. Die Amortisation liegt damit bei rund 11 Jahren, bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.
Einen städtischen Zuschuss für die Anlage selbst gibt es seit Dezember 2024 nicht mehr. Das FKG fördert aber die unabhängige PV-Beratung mit bis zu 3.000 Euro, Mieterstromprojekte mit 200 Euro je kWp und Balkonkraftwerke mit 0,40 Euro je Wp – auch für Mieter.
Und der Zeitpunkt ist in diesem Herbst besonders günstig: Nach dem EEG-2027-Entwurf sichern sich nur Anlagen mit Inbetriebnahme bis Jahresende die feste Vergütung für 20 Jahre. Bei acht bis zwölf Wochen Vorlauf heißt das: Jetzt Angebote einholen.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Photovoltaikanlage in München?
Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro schlüsselfertig, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro. Durch den Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an. In München liegen die Preise tendenziell im oberen Teil der Spannen.
Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in München?
Rund 1.000 bis 1.100 kWh je kWp im Jahr. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 10.000 bis 11.000 kWh. Ost-West-Dächer liefern rund 10 bis 15 Prozent weniger.
Fördert die Stadt München Photovoltaikanlagen?
Nicht mehr direkt. Seit dem 18. Dezember 2024 können im Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) keine Anträge für PV-Anlagen mehr gestellt werden. Gefördert werden aber die PV-Beratung (60 %, max. 3.000 € bzw. 15.000 €), Mieterstrom (200 €/kWp) und Steckersolargeräte (0,40 €/Wp).
Bekomme ich als Mieter eine Förderung?
Ja, für ein Balkonkraftwerk: Das FKG zahlt 0,40 € je Wp bis 800 Wp, maximal 50 % der Kosten, wenn Sie die Kosten selbst tragen. Die Mieterstrom-Förderung geht dagegen an den Anlagenbetreiber, in der Regel den Eigentümer.
Wann muss ich den FKG-Antrag stellen?
Vor der Beauftragung – online im städtischen Förderportal. Wer Berater oder Installateur vorher beauftragt, verliert die Förderung. Gefördert werden nur Gebäude im Stadtgebiet München.
Gibt es in Bayern eine Solarpflicht?
Nicht für Wohngebäude. Dort gilt eine Soll-Vorschrift ohne Sanktionen. Für gewerbliche und industrielle Neubauten besteht seit 2023 eine Pflicht, seit 2025 auch für sonstige Nichtwohngebäude.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?
Für Anlagen, die seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre.
Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?
Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 durch eine befristete Übergangszahlung ersetzt werden. Der Entwurf ist noch kein Gesetz. Anlagen mit Inbetriebnahme bis Ende 2026 behalten nach dem Entwurf ihre 20-jährige Vergütung.
Wann amortisiert sich eine PV-Anlage in München?
Bei heutigen Strompreisen typischerweise nach rund 10 bis 11 Jahren. Angaben von fünf bis sechs Jahren beruhen meist auf unrealistisch hohen Eigenverbrauchsquoten oder lassen die laufenden Kosten weg.
Wie hoch ist mein Eigenverbrauch?
Ohne Speicher nutzt ein typisches Einfamilienhaus rund 20 bis 30 % seines Solarstroms selbst, mit Speicher 55 bis 70 %. Mit Wärmepumpe und E-Auto kann der Wert steigen – die Wärmepumpe braucht ihren Strom aber überwiegend im Winter.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Standard-Anlagen schalten sich aus Sicherheitsgründen ab. Für eine Versorgung bei Netzausfall brauchen Sie einen Speicher mit Ersatz- oder Notstromfunktion und eine Umschalteinrichtung. Fragen Sie das im Angebot ausdrücklich ab.
Darf ich die Anlage auf einem denkmalgeschützten Haus installieren?
Grundsätzlich ja, aber nur mit Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. In München betrifft das viele Altbauten und Ensembles. Die Behörden entscheiden inzwischen häufiger zugunsten von Solaranlagen, vor allem wenn sie von der Straße aus kaum sichtbar sind.
Wie lange dauert es bis zur fertigen Anlage?
Die Montage selbst dauert ein bis drei Tage. Vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme sollten Sie in München acht bis zwölf Wochen einplanen – mit FKG-Beratungsantrag etwas mehr.
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