Photovoltaik-Anbieter in Bremen im Vergleich

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In wenigen Schritten zur Photovoltaik-Anlage in Bremen und Umgebung

Wussten Sie, dass in Bremen schon eine Dachsanierung die Pflicht zur Solaranlage auslösen kann? Seit Juli 2024 müssen Eigentümer, die ihr Dach grundlegend erneuern, innerhalb von zwei Jahren eine Photovoltaikanlage installieren – für Neubauten gilt die Pflicht seit Juli 2025. Und in diesem Herbst kommt ein zweiter Grund hinzu: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 sichern sich nur Anlagen mit Inbetriebnahme bis Ende 2026 die feste Einspeisevergütung für 20 Jahre.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Photovoltaikanlage in Bremen kostet, welche Erträge realistisch sind, was das Bremische Solargesetz verlangt und welche Unterstützung es im Land tatsächlich gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Solide Erträge: In Bremen sind rund 900 bis 950 kWh je kWp und Jahr realistisch – norddeutsches Niveau, für eine wirtschaftliche Anlage ausreichend.
  • Kosten: Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro – ohne Mehrwertsteuer dank unbefristetem Nullsteuersatz.
  • Solarpflicht: Nach dem Bremischen Solargesetz gilt die Pflicht bei grundlegender Dachsanierung seit 01.07.2024 und bei Neubauten seit 01.07.2025 (mindestens 50 % der Dachfläche).
  • Keine Landeszuschüsse für private PV-Anlagen. Das Land bietet einen Förderkredit der Bremer Aufbau-Bank und kostenlose Beratung über „Solar in Bremen" und „Solar in Bremerhaven".
  • EinspeisevergütungEinspeisevergütung: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre – nach dem EEG-2027-Entwurf nur noch für Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2026.
  • Wirtschaftlichkeit: Realistisch amortisiert sich eine Anlage in Bremen nach rund 12 bis 13 Jahren – bei 25 bis 30 Jahren Lebensdauer.

Wie gut sind die Bedingungen in Bremen?

Bremen liegt im norddeutschen Tiefland und erreicht damit nicht die Erträge Süddeutschlands. Die Globalstrahlung liegt bei rund 1.000 bis 1.050 kWh je Quadratmeter und Jahr – für Photovoltaik ein solider Wert. Einzelne sehr sonnige Jahre wie 2022 liegen deutlich darüber, für die Planung sollten Sie aber mit dem langjährigen Mittel rechnen.

Entscheidend ist der spezifische Ertrag: Eine gut ausgerichtete Anlage erzeugt in Bremen rund 900 bis 950 Kilowattstunden je kWp im Jahr. Für eine vorsichtige Kalkulation sollten Sie mit etwa 925 kWh/kWp rechnen – vergleichbar mit Hannover, rund zehn Prozent weniger als in München oder Nürnberg.

Wie gut Ihr konkretes Dach geeignet ist, zeigt das kostenlose Solarkataster Bremen.

AnlagengrößeDachfläche (ca.)Jahresertrag in BremenPassend für
5 kWp25–30 m²ca. 4.500–4.750 kWhKleiner Haushalt, 1–2 Personen
7 kWp35–40 m²ca. 6.300–6.650 kWhFamilie ohne Wärmepumpe
10 kWp50–60 m²ca. 9.000–9.500 kWhFamilie mit Wärmepumpe oder E-Auto
15 kWp75–90 m²ca. 13.500–14.250 kWhHoher Verbrauch, Wärmepumpe und E-Auto

Flächenangaben für moderne Module mit rund 430 Wp. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag.

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Bremen?

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Bremen?
Bild: Checkfox.de

2026 liegen schlüsselfertige Anlagen bei rund 1.000 bis 1.600 Euro je kWp. Ältere Angaben von 1.400 bis 2.100 Euro je kWp stammen aus der Zeit vor den deutlichen Preissenkungen der letzten Jahre.

AnlageOhne SpeicherMit Speicher
5 kWpca. 7.000–9.500 €mit 5 kWh: ca. 10.500–14.000 €
7 kWpca. 8.500–12.000 €mit 7 kWh: ca. 12.500–17.000 €
10 kWpca. 10.000–15.000 €mit 10 kWh: ca. 15.000–23.000 €
15 kWpca. 14.000–20.000 €mit 15 kWh: ca. 22.000–28.000 €

Schlüsselfertige Preise inklusive Montage, Wechselrichter und Netzanschluss, ohne Mehrwertsteuer durch den Nullsteuersatz. Stand: September 2026.

Speicher kosten installiert rund 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde – ein 6-kWh-Speicher also etwa 1.800 bis 4.200 Euro. Mehr als 600 Euro je kWh sollten Sie nicht bezahlen.

Achten Sie auf versteckte Positionen: Zählerschrank-Umbau (1.200 bis 2.500 Euro), Gerüst (400 bis 1.200 Euro) und Überspannungsschutz (200 bis 500 Euro) fehlen häufig im ersten Angebot.

Laufende Kosten für Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und Rücklagen liegen bei rund 200 bis 400 Euro im Jahr. Eine regelmäßige Profi-Reinigung ist bei ausreichender Dachneigung meist nicht nötig – Regen reinigt die Module weitgehend selbst.

Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Wann rechnet sich die Anlage?

Wann rechnet sich die Anlage?
Bild: Checkfox.de

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem daran, wie viel Ihres Solarstroms Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 Cent Netzstrom, jede eingespeiste bringt 7,70 Cent Vergütung.

Zwei Kennzahlen werden dabei oft verwechselt:

  • Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welchen Anteil Ihres Solarstroms Sie selbst nutzen.
  • Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres Verbrauchs die Anlage deckt.

Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt nur rund 20 bis 30 Prozent seines Solarstroms selbst; mit Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto steigt der Wert deutlich. Eine „Unabhängigkeit von 90 Prozent" erreicht dagegen auch mit Speicher kaum ein Haushalt – realistisch sind 55 bis 70 Prozent.

Beispiel A: Familie ohne Wärmepumpe, 7 kWp ohne Speicher

Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch installiert in Bremen eine 7-kWp-Anlage für rund 9.500 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 6.475 kWh.

Die Familie nutzt davon rund 1.550 kWh selbst und spart bei 37 Cent etwa 575 Euro. Die übrigen knapp 4.925 kWh bringen bei 7,70 Cent rund 380 Euro Einspeisevergütung. Abzüglich 200 Euro laufender Kosten bleiben gut 750 Euro im Jahr – die Anlage amortisiert sich nach etwa 12 bis 13 Jahren.

Weiterführend: Was kostet eine 7 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Beispiel B: Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto, 10 kWp mit Speicher

Ein Haushalt mit 9.000 kWh Verbrauch installiert eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für rund 19.000 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 9.250 kWh.

Durch Speicher, Wärmepumpe und Wallbox nutzt der Haushalt rund 4.750 kWh selbst. Weil ein Teil davon den günstigeren Wärmepumpentarif ersetzt, rechnen wir mit einem Mischpreis von 33 Cent: rund 1.570 Euro Ersparnis. Die eingespeisten 4.500 kWh bringen weitere 345 Euro. Abzüglich 300 Euro laufender Kosten sind das gut 1.600 Euro im Jahr – Amortisation nach knapp 12 Jahren.

Zur Einordnung: Beide Beispiele rechnen mit heutigen Strompreisen und ohne Zuschüsse, weil es in Bremen keine gibt. Steigen die Strompreise, verkürzt sich die Amortisation. Die Wärmepumpe braucht ihren Strom überwiegend im Winter – ihr Bedarf wird auch mit Speicher nur zu rund 20 bis 35 Prozent aus Solarstrom gedeckt.

Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?

Mithilfe unserer 3 Solar-Rechner erfahren Sie:

Das Bremische Solargesetz

Das Bremische Solargesetz
Bild: Checkfox.de

Das Bremische Solargesetz (BremSolarG) ist für Eigentümer im Land Bremen das wichtigste lokale Thema, weil es nicht nur Neubauten, sondern auch den Bestand betrifft.

  • ‍Grundlegende Dachsanierung (seit 1. Juli 2024): Wer ab diesem Datum das Dach seines Gebäudes grundlegend erneuert, muss innerhalb von zwei Jahren eine Photovoltaikanlage installieren. Für bestehende Gebäude ohne Dachsanierung gilt die Pflicht nicht.
  • ‍Neubauten (seit 1. Juli 2025): Mindestens 50 Prozent der Dachfläche müssen mit Photovoltaik belegt werden.
  • ‍Ausnahmen gelten für Dachflächen unter 50 m² und für denkmalgeschützte Gebäude. Auf Antrag ist außerdem eine Befreiung wegen unbilliger Härte möglich.

Bußgelder: Ein Verstoß kann mit bis zu 5.000 Euro je Gebäude geahndet werden, bei Dachflächen über 250 m² mit bis zu 25.000 Euro. In der Regel wird zunächst eine Frist zur Nacherfüllung gesetzt.

Was das praktisch bedeutet:

Wenn in Bremen eine Dachsanierung ansteht, sollten Sie die Photovoltaikanlage direkt mitplanen. Das spart ein zweites Gerüst und doppelte Planungskosten – und wer ohnehin installieren muss, kann die Anlage gleich so dimensionieren, dass sie sich wirtschaftlich lohnt. Die genauen Schwellen, ab wann eine Dachsanierung als „grundlegend" gilt, erläutert die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft in ihren FAQ zum Gesetz.

Förderung und Unterstützung in Bremen

Förderung und Unterstützung in Bremen
Bild: Checkfox.de

Keine Zuschüsse, aber ein Förderkredit

Das Land Bremen zahlt keine Zuschüsse für private Photovoltaikanlagen. Auch in Bremerhaven gibt es derzeit kein laufendes Zuschussprogramm: Die frühere kommunale Förderung, die ab 2023 einen Teil der Anschaffungskosten übernahm, ist mit dem Haushaltsjahr 2024 ausgelaufen.

Was das Land anbietet, ist ein Förderkredit der Bremer Aufbau-Bank (BAB) für Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden, einschließlich Speicher. Die Konditionen ändern sich laufend – den aktuellen Zinssatz und Kreditrahmen erfahren Sie über Ihre Hausbank, über die der Antrag vor Projektbeginn gestellt wird. Der BAB-Kredit lässt sich grundsätzlich mit dem KfW-Kredit 270 kombinieren.

Kostenlose Beratung

Statt Zuschüssen setzt Bremen auf Beratung:

Gerade wenn Sie durch eine Dachsanierung unter die Solarpflicht fallen, lohnt sich die kostenlose Beratung vor dem Angebotsvergleich.

Bundesweite Vorteile

Nullsteuersatz: Seit dem 1. Januar 2023 fällt auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer an – einschließlich Speicher, Wechselrichter und Montage. Die Regelung ist nicht befristet.

Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit – insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem – sind einkommensteuerfrei.

KfW-Kredit 270: Das Programm „Erneuerbare Energien – Standard" finanziert Photovoltaikanlagen und Speicher mit einem zinsgünstigen Darlehen, auch bis zur vollen Investitionssumme. Es handelt sich um einen Kredit – Zuschüsse für Photovoltaik vergibt die KfW nicht.

Weiterführend: KfW-Förderung für Photovoltaik | Photovoltaik-Förderung in Bremen

Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027

Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027
Bild: Checkfox.de

Die aktuellen Vergütungssätze

Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen:

AnlagenteilTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kWp7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
10–40 kWp6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
40–100 kWp5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Quelle: Bundesnetzagentur. Die Sätze werden anteilig nach Leistung berechnet.

Der Satz bei Inbetriebnahme gilt für das Inbetriebnahmejahr plus 20 volle Kalenderjahre. Für Eigenheime ist die Teileinspeisung fast immer die bessere Wahl.

Das Solarspitzengesetz

Seit dem 25. Februar 2025 gilt für neue Anlagen: Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es keine Vergütung, die ausgefallenen Zeiten werden aber anteilig an das Ende der 20 Jahre angehängt. Ohne intelligentes Messsystem dürfen höchstens 60 Prozent der Leistung eingespeist werden – das betrifft nur die Einspeisung, nicht den Eigenverbrauch. Über 7 kW ist ein Smart Meter Pflicht. Bestehende Anlagen sind nicht betroffen.

Was mit dem EEG 2027 geplant ist

Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Er sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen. Stattdessen soll es für kleinere Anlagen eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rund 5 Cent je Kilowattstunde geben, danach die Vermarktung am Markt. Zusätzlich ist eine dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent vorgesehen.

Der Entwurf ist noch kein Gesetz – der Bundestag berät ihn seit September. Anlagen mit Inbetriebnahme bis zum 31. Dezember 2026 sollen ihre 20-jährige Vergütung nach bisherigem Recht behalten.

Rechnen Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme mit sechs bis zehn Wochen. Wer die feste Vergütung sichern will, sollte jetzt Angebote einholen.

Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung: Höhe und Entwicklung

Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser und Mieter

Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser und Mieter
Bild: Checkfox.de

Für Vermieter und Eigentümergemeinschaften

Beim Mieterstrom verkauft der Anlagenbetreiber den Solarstrom direkt an die Mieter und erhält dafür den Mieterstromzuschlag nach dem EEG, der nach dem aktuellen Gesetzentwurf auch ab 2027 erhalten bleiben soll. Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung aus dem Solarpaket I ist die einfachere Alternative ohne Zuschlag, aber mit deutlich weniger Aufwand.

Für Mehrfamilienhäuser mit anstehender Dachsanierung ist das doppelt relevant: Die Solarpflicht greift auch hier, und mit Mieterstrom oder Gebäudeversorgung lässt sich die Pflichtanlage wirtschaftlich nutzen.

Für Mieter: das Balkonkraftwerk

Mieter ohne eigenes Dach können mit einem Balkonkraftwerk einsteigen. Erlaubt sind Wechselrichter bis 800 Watt und bis zu 2.000 Wp Modulleistung; bis 960 Wp genügt ein normaler Schuko-Stecker. Die Anmeldung erfolgt nur im Marktstammdatenregister. Mieter haben seit Oktober 2024 einen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung des Vermieters.

Ein Set mit rund 800 Wp kostet 400 bis 600 Euro und spart in Bremen je nach Ausrichtung und Verbrauch etwa 100 bis 180 Euro im Jahr. Eine eigene Bremer Förderung für Balkonkraftwerke gibt es derzeit nicht.

Weiterführend: Balkonkraftwerk: Förderung und Kosten

Ist mein Dach geeignet?

Ist mein Dach geeignet?
Bild: Checkfox.de

Ausrichtung: Süddächer liefern den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber auf Vormittag und Nachmittag – das erhöht oft den Eigenverbrauch.

Neigung: Ideal sind 30 bis 35 Grad. Flachdächer, in Bremen häufig bei Reihen- und Mehrfamilienhäusern, werden aufgeständert oder in Ost-West-Ausrichtung belegt.

Verschattung: Bäume, Kamine oder Nachbargebäude mindern den Ertrag. Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern oder Moduloptimierer können Teilverschattung teilweise ausgleichen.

Wind: In Küstennähe sind die Windlasten höher. Ein seriöser Installateur berücksichtigt das bei der Montage – gerade bei Flachdächern.

Dachzustand: Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an, sollten Sie diese vorziehen und die Anlage gleich mitplanen – in Bremen ist das wegen der Solarpflicht ohnehin geboten.

Weiterführend: Photovoltaik-Dachflächenrechner

Anmeldung und Installation

Anmeldung und Installation
Bild: Checkfox.de

Eine Dachanlage muss beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden. Beides übernimmt in der Regel der Installateur.

Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien übernommen werden. Elektrischen Anschluss und Inbetriebnahme muss ein Elektrofachbetrieb durchführen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.

Der typische Ablauf:

  • kostenlose Erstberatung (etwa über „Solar in Bremen")
  • Vor-Ort-Termin
  • Angebot mit Ertragsprognose und allen Nebenkosten
  • Kreditantrag bei Bedarf (vor Auftragsvergabe)
  • Netzanmeldung
  • Montage in ein bis drei Tagen
  • Inbetriebnahme mit Zählertausch und Registrierung
  • Übergabe mit Monitoring-App

Photovoltaik-Anbieter in Bremen

Photovoltaik-Anbieter in Bremen
Bild: Checkfox.de

In Bremen und im direkten Umland ist eine Reihe regionaler Fachbetriebe aktiv. Die folgende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar.

AnbieterStandortSchwerpunkt
ADLER Solar GmbHBremen-WallePV-Anlagen, Speicher, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur
BEGeno Solar GmbHBremenInstallationsbetrieb der Bürger Energie Bremen eG, für Privat- und Firmenkunden
SolarBiberBremenMeisterbetrieb für Photovoltaik, Wärmepumpen und Smarthome
Go Top SolarLangwedel bei BremenDachdecker- und Elektromeisterbetrieb: PV, Speicher, Wallbox und Dacharbeiten
WESA SolarAchim bei BremenPhotovoltaiklösungen für Privat und Gewerbe
Klenke ElektrotechnikRitterhude bei BremenElektrofachbetrieb mit Photovoltaik

Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ein Betrieb, der Dach- und Elektroarbeiten aus einer Hand anbietet, kann gerade bei der in Bremen häufigen Kombination aus Dachsanierung und Solarpflicht Schnittstellen und Wartezeiten sparen.

Statt einzelne Betriebe anzufragen, können Sie über unseren kostenlosen Vergleich Angebote mehrerer geprüfter Fachbetriebe aus der Region erhalten und Preise und Leistungen direkt gegenüberstellen.

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Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen

KriteriumWarum es wichtig ist
Eintrag im Installateurverzeichnis des NetzbetreibersVoraussetzung für Anschluss und Inbetriebnahme
Kenntnis des BremSolarGBei Dachsanierung oder Neubau muss die Anlage die gesetzlichen Vorgaben erfüllen
Vollständiges AngebotZählerschrank, Gerüst, Netzanmeldung und Überspannungsschutz sollten ausgewiesen sein
Realistische ErtragsprognoseWerte deutlich über 950 kWh/kWp sind für Bremen zu optimistisch
Transparenz beim SpeicherPreis je kWh nennen lassen; mehr als 600 €/kWh ist teuer
Schriftliche GarantienLeistungsgarantie der Module, Garantie auf Wechselrichter, Speicher und Montage

Pauschale Versprechen wie „Montage innerhalb von 48 Stunden" oder „30 Jahre Garantie auf alles" sollten Sie sich schriftlich und im Detail bestätigen lassen.

Wartung und Lebensdauer

Photovoltaikanlagen sind wartungsarm. Eine regelmäßige Kontrolle über die Monitoring-App und eine Sichtprüfung alle ein bis zwei Jahre reichen in der Regel aus. Module haben meist eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren, Wechselrichter von 5 bis 10 Jahren, Speicher von 10 bis 15 Jahren. Moderne Module erreichen Wirkungsgrade von rund 20 bis 23 Prozent.

Fazit

Fazit
Bild: Checkfox.de

Bremen bietet mit rund 925 kWh je kWp solide Bedingungen für Photovoltaik – weniger als der Süden, aber genug für eine Anlage, die sich über ihre Laufzeit deutlich rechnet. Eine Familie ohne Wärmepumpe kommt mit einer 7-kWp-Anlage auf gut 750 Euro Ertrag im Jahr, ein Haushalt mit Wärmepumpe, Speicher und E-Auto auf gut 1.600 Euro. Die Amortisation liegt bei rund 12 bis 13 Jahren, bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.

Zuschüsse gibt es im Land Bremen nicht, dafür einen Förderkredit der Bremer Aufbau-Bank und kostenlose Beratung über „Solar in Bremen" und „Solar in Bremerhaven". Und das Bremische Solargesetz macht Photovoltaik bei Neubau und grundlegender Dachsanierung zur Pflicht.

Der wichtigste Punkt ist in diesem Herbst der Zeitpunkt: Nach dem EEG-2027-Entwurf sichern sich nur Anlagen mit Inbetriebnahme bis Jahresende die feste Vergütung für 20 Jahre. Bei sechs bis zehn Wochen Vorlauf heißt das: Jetzt Angebote einholen.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage in Bremen?

Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro schlüsselfertig, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro. Durch den unbefristeten Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an.

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in Bremen?

Rund 900 bis 950 kWh je kWp im Jahr. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 9.000 bis 9.500 kWh. Ost-West-Dächer liefern rund 10 bis 15 Prozent weniger.

Gibt es in Bremen eine Solarpflicht?

Ja. Nach dem Bremischen Solargesetz müssen Eigentümer, die seit dem 1. Juli 2024 eine grundlegende Dachsanierung durchführen, innerhalb von zwei Jahren eine PV-Anlage installieren. Für Neubauten gilt seit dem 1. Juli 2025 die Pflicht, mindestens 50 % der Dachfläche zu belegen. Ausgenommen sind Dachflächen unter 50 m² und Denkmäler.

Was passiert, wenn ich die Solarpflicht nicht erfülle?

Ein Verstoß kann mit bis zu 5.000 Euro je Gebäude geahndet werden, bei Dachflächen über 250 m² mit bis zu 25.000 Euro. In der Regel wird zunächst eine Frist zur Nacherfüllung gesetzt. Bei unbilliger Härte ist auf Antrag eine Befreiung möglich.

Gibt es in Bremen Zuschüsse für Photovoltaik?

Nein. Das Land Bremen zahlt keine Zuschüsse für private PV-Anlagen; auch das frühere Bremerhavener Programm ist Ende 2024 ausgelaufen. Es gibt aber einen Förderkredit der Bremer Aufbau-Bank und kostenlose Beratung über „Solar in Bremen" und „Solar in Bremerhaven".

Ist die Mehrwertsteuerbefreiung ausgelaufen?

Nein. Der Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden gilt seit dem 1. Januar 2023 unbefristet – einschließlich Speicher und Montage.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Für Anlagen, die seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 durch eine befristete Übergangszahlung ersetzt werden. Der Entwurf ist noch kein Gesetz. Anlagen mit Inbetriebnahme bis Ende 2026 behalten nach dem Entwurf ihre 20-jährige Vergütung.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage in Bremen?

Bei heutigen Strompreisen typischerweise nach rund 12 bis 13 Jahren, mit Wärmepumpe, E-Auto und hohem Eigenverbrauch etwas früher. Bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erwirtschaftet die Anlage danach noch viele Jahre Überschüsse.

Lohnt sich ein Speicher?

Ein Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 25 auf 55 bis 70 Prozent. Besonders sinnvoll ist er bei hohem Abendverbrauch sowie mit Wärmepumpe oder E-Auto. Ein 6-kWh-Speicher kostet heute etwa 1.800 bis 4.200 Euro.

Muss ich meine Anlage regelmäßig reinigen lassen?

In der Regel nicht. Bei einer Dachneigung ab etwa 15 Grad reinigt Regen die Module weitgehend selbst. Eine Kontrolle über die Monitoring-App zeigt, ob der Ertrag auffällig sinkt – erst dann lohnt eine genauere Prüfung.

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Quellenverweise