In wenigen Schritten zur Photovoltaik-Anlage im Saarland
Wussten Sie, dass Sie sich die feste Einspeisevergütung nur noch bis Ende 2026 sichern können? Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll sie für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 entfallen. Wer seine Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb nimmt, erhält 7,70 Cent je eingespeister Kilowattstunde – garantiert für 20 Jahre.
Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Photovoltaikanlage im Saarland kostet, welche Erträge Sie realistisch erwarten können, welche Förderung es tatsächlich gibt und wie Sie in wenigen Minuten Angebote regionaler Fachbetriebe vergleichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Gute Bedingungen: Mit langjährig rund 1.700 bis 1.800 Sonnenstunden liegt das Saarland im oberen Mittelfeld. Realistisch sind 950 bis 1.050 kWh Ertrag je kWp und Jahr.
- Kosten: Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro – ohne Mehrwertsteuer dank Nullsteuersatz.
- EinspeisevergütungEinspeisevergütung: Seit 1. August 2026 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp), fest für 20 Jahre.
- Zeitdruck: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Vergütung für Neuanlagen ab 2027 entfallen. Der Entwurf ist noch kein Gesetz – wer bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt, ist aber auf der sicheren Seite.
- Keine Landeszuschüsse für private PV-Anlagen im Saarland. Einzelne Stadtwerke zahlen kleine Kundenprämien für Balkonkraftwerke.
- Eigenverbrauch entscheidet: Selbst genutzter Solarstrom spart rund 37 Cent je Kilowattstunde, eingespeister bringt 7,70 Cent. Ein Speicher, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto verbessern die Rechnung deutlich.
Photovoltaik im Saarland: Wie gut sind die Bedingungen?
Das Saarland bietet solide Voraussetzungen für Solarstrom. Langfristig liegt die Sonnenscheindauer bei rund 1.700 bis 1.800 Stunden im Jahr – in Saarbrücken etwa bei 1.740 Stunden, in Merzig bei rund 1.770. In besonders sonnigen Jahren werden auch über 1.950 Stunden erreicht.
Damit liegt das Saarland im oberen Mittelfeld der Bundesländer. Südbaden und Südbayern erreichen höhere Werte, der Norden Deutschlands deutlich niedrigere.
Für die Planung entscheidender als die Sonnenstunden ist der spezifische Ertrag: Eine gut ausgerichtete Anlage im Saarland erzeugt rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak im Jahr. Bei optimaler Südausrichtung und 30 Grad Dachneigung sind auch etwas höhere Werte möglich, für eine vorsichtige Kalkulation sollten Sie aber mit rund 1.000 kWh/kWp rechnen.
Einen guten Einstieg bietet das kostenlose Solarkataster, das der Regionalverband Saarbrücken bereitstellt. Dort sehen Sie für Ihr konkretes Dach, wie viel Fläche geeignet ist und welchen Ertrag Sie erwarten können.
Flächenangaben für moderne Module mit rund 430 Wp. Bei Ost-West-Dächern liegt der Ertrag etwa 10 bis 15 Prozent niedriger, verteilt sich aber gleichmäßiger über den Tag.
Was kostet eine Photovoltaikanlage im Saarland?

Die Preise für Photovoltaik sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Der durchschnittliche Systempreis liegt 2026 bei rund 1.000 bis 1.600 Euro je kWp schlüsselfertig – größere Anlagen sind je kWp günstiger, weil sich Fixkosten für Gerüst, Planung und Netzanschluss auf mehr Leistung verteilen.
Schlüsselfertige Preise inklusive Montage, Wechselrichter und Netzanschluss. Durch den Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an. Stand: September 2026.
Speicherpreise liegen installiert bei rund 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde Kapazität. Als Faustregel gilt: Mehr als 600 Euro je kWh sollten Sie nicht bezahlen.
Achten Sie auf versteckte Positionen. Häufig fehlen in Angeboten der Umbau des Zählerschranks (1.200 bis 2.500 Euro), das Gerüst (400 bis 1.200 Euro) oder der Überspannungsschutz (200 bis 500 Euro). Ein seriöses Angebot weist diese Posten aus – fragen Sie ausdrücklich nach.
Laufende Kosten für Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und Rücklagen liegen bei rund 200 bis 400 Euro im Jahr.
Weiterführend: Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus?
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Weiterführend: Was kostet eine Photovoltaik-Komplettanlage für ein Satteldach?
Wann rechnet sich die Anlage?

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem an einer Größe: wie viel Ihres Solarstroms Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Netzstrompreis von rund 37 Cent. Jede eingespeiste bringt dagegen nur 7,70 Cent Vergütung.
Dabei werden zwei Kennzahlen häufig verwechselt:
- Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welchen Anteil Ihres Solarstroms Sie selbst nutzen.
- Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres Stromverbrauchs die Anlage deckt.
Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt nur rund 20 bis 30 Prozent seines Solarstroms selbst – der Rest fällt mittags an, wenn niemand zu Hause ist. Ein Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote deutlich, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto ebenfalls.

Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch installiert eine 7-kWp-Anlage für rund 9.500 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 7.000 kWh im Jahr.
Beispiel A: Familie ohne Wärmepumpe, 7 kWp ohne Speicher
Davon nutzt die Familie rund 1.600 kWh selbst – das entspricht einer Eigenverbrauchsquote von etwa 23 Prozent und einem Autarkiegrad von gut einem Drittel. Das spart bei 37 Cent rund 590 Euro. Die übrigen 5.400 kWh werden eingespeist und bringen bei 7,70 Cent rund 415 Euro.
Zusammen ergibt das gut 1.000 Euro im Jahr, abzüglich rund 200 Euro laufender Kosten. Die Anlage amortisiert sich damit nach etwa 11 bis 12 Jahren – bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.
Weiterführend: Was kostet eine 7 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Beispiel B: Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto, 10 kWp mit Speicher
Ein Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto verbraucht rund 9.000 kWh im Jahr und installiert eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für rund 19.000 Euro. Die Anlage erzeugt etwa 10.000 kWh.
Durch Speicher, Wärmepumpe und Wallbox steigt der Eigenverbrauch auf rund 5.000 kWh – eine Quote von etwa 50 Prozent bei einem Autarkiegrad von rund 55 Prozent. Weil ein Teil davon den günstigeren Wärmepumpentarif ersetzt, rechnen wir mit einem Mischpreis von 33 Cent: Das spart rund 1.650 Euro. Die eingespeisten 5.000 kWh bringen weitere 385 Euro.
Zusammen sind das gut 2.000 Euro im Jahr, abzüglich rund 300 Euro laufender Kosten. Die Amortisation liegt bei etwa 11 Jahren.
Weiterführend: Was kostet eine 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher?
Wichtig zur Einordnung: Beide Beispiele rechnen mit heutigen Strompreisen. Steigen diese in den kommenden Jahren, verkürzt sich die Amortisation entsprechend. Und die Wärmepumpe braucht ihren Strom überwiegend im Winter, wenn die Anlage wenig liefert – ihr Strombedarf wird deshalb auch mit Speicher nur zu rund 20 bis 35 Prozent aus Solarstrom gedeckt.
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- wie viel Solarstrom Ihre PV-Anlage produziert
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Einspeisevergütung, Solarspitzengesetz und EEG 2027

Für Anlagen, die zwischen dem 1. August 2026 und dem 31. Januar 2027 in Betrieb gehen, gelten folgende Sätze:
Die aktuellen Vergütungssätze
Quelle: Bundesnetzagentur. Die Sätze werden anteilig berechnet: Eine 15-kWp-Anlage erhält für die ersten 10 kWp den höheren, für die übrigen 5 kWp den niedrigeren Satz.
Der bei Inbetriebnahme geltende Satz bleibt für das Inbetriebnahmejahr plus 20 volle Kalenderjahre unverändert. Maßgeblich ist der Tag der Inbetriebnahme – nicht die Bestellung oder die Anmeldung.
Für Eigenheime ist die Teileinspeisung fast immer die bessere Wahl: Der höhere Satz der Volleinspeisung gleicht den Verzicht auf den Eigenverbrauch nur bei sehr geringem Verbrauch vor Ort aus.
Weiterführend: Photovoltaik-Einspeisevergütung - Höhe & Entwicklung
Das Solarspitzengesetz
Seit dem 25. Februar 2025 gelten für neue Anlagen drei zusätzliche Regeln:
Keine Vergütung bei negativen Strompreisen. Rutscht der Börsenstrompreis ins Negative, erhalten neue Anlagen für diese Zeit keine Einspeisevergütung. Verloren ist das Geld aber nicht vollständig: Die ausgefallenen Zeiten werden anteilig an das Ende der 20-jährigen Vergütungsdauer angehängt.
60-Prozent-Einspeisegrenze ohne Smart Meter. Solange kein intelligentes Messsystem mit Steuerbox installiert ist, dürfen neue Anlagen höchstens 60 Prozent ihrer Leistung ins Netz einspeisen. Das betrifft nur die Einspeisung, nicht den Eigenverbrauch oder das Laden des Speichers. Bei Anlagen mit Eigenverbrauch kostet das in der Regel nur wenige Prozent Ertrag.
Smart-Meter-Pflicht für neue Anlagen über 7 kW.
Bestehende Anlagen, die vor dem 25. Februar 2025 in Betrieb gegangen sind, sind davon nicht betroffen.
Was mit dem EEG 2027 geplant ist
Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Er sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 abzuschaffen. An ihre Stelle soll für kleinere Anlagen eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rund 5 Cent je Kilowattstunde treten; danach wird der eingespeiste Strom am Markt vermarktet. Zusätzlich ist eine dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent vorgesehen.
Wichtig: Der Entwurf ist noch kein Gesetz. Der Bundestag berät ihn seit September 2026, Änderungen sind möglich. Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, sollen nach dem Entwurf ihre 20-jährige Vergütung nach bisherigem Recht behalten.
Was das für Sie bedeutet: Wenn Sie ohnehin über eine Anlage nachdenken, spricht viel dafür, sie noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen. Planen Sie dabei realistisch – Angebotsphase, Terminvergabe und Netzanmeldung dauern zusammen oft sechs bis zehn Wochen. Und für Anlagen ab 2027 gilt: Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto weniger trifft Sie die Reform.
Förderung und Finanzierung im Saarland

Was es im Saarland gibt – und was nicht
Das Saarland zahlt keine landesweiten Zuschüsse für private Photovoltaikanlagen. Auch in den großen Städten gibt es keine Förderprogramme für Aufdachanlagen.
Was es auf kommunaler Ebene gibt, sind kleine Kundenprämien einzelner Stadtwerke:
- Stadtwerke Homburg: 50 Euro Zuschuss für Balkonkraftwerke bis 800 Watt – nur für Stromkunden der Stadtwerke.
- St. Ingbert: ebenfalls eine Kundenprämie von 50 Euro für steckerfertige Solargeräte, an einen Liefervertrag gekoppelt.
Für eine Dachanlage spielen diese Prämien keine Rolle. Und weil sie einen Stromliefervertrag voraussetzen, sind sie eher ein Vertriebsangebot als eine Förderung.
Saarbrücken fördert statt mit Geld mit Information: Der Regionalverband stellt ein kostenloses Solarkataster bereit und bietet Beratung über seine Solar- und Wärmebotschafter.
Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig – fragen Sie bei Ihrer Gemeinde und Ihrem Stadtwerk nach, bevor Sie beauftragen.
Für Unternehmen: PV-Speicher Saar
Seit dem 1. April 2026 fördert das Land mit dem Programm PV-Speicher Saar stationäre Stromspeicher in Verbindung mit einer neu errichteten Photovoltaikanlage. Der Zuschuss beträgt 200 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität, maximal rund 30.600 Euro je Vorhaben, und läuft bis Ende 2028.
Antragsberechtigt sind ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen – Privathaushalte können das Programm nicht nutzen.
Bundesweite Vorteile
Nullsteuersatz: Seit dem 1. Januar 2023 fällt auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden keine Mehrwertsteuer an – einschließlich Speicher, Wechselrichter und Montage. Bis 30 kWp gelten die Voraussetzungen ohne weitere Prüfung als erfüllt.
Einkommensteuerbefreiung: Einnahmen aus Photovoltaikanlagen bis 30 kWp je Wohneinheit – insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem – sind einkommensteuerfrei. Sie müssen für diese Anlagen keine Gewinnermittlung abgeben.
Weiterführend: PV-Anlage und die Mehrwertsteuer – 0 % für alle, die es richtig machen
KfW-Kredit 270: Das Programm „Erneuerbare Energien – Standard" finanziert Photovoltaikanlagen und Speicher mit einem zinsgünstigen Darlehen, auch bis zur vollen Investitionssumme. Die Konditionen ändern sich laufend – prüfen Sie den tagesaktuellen Zinssatz bei Ihrer Hausbank. Im Saarland wird das Programm auch über die SIKB angeboten. Es handelt sich um einen Kredit, keinen Zuschuss.
Weiterführend: KfW-Förderung für Photovoltaik
Weiterführend: Förderung für Photovoltaik: Aktuelle Infos & Tipps
Keine Solarpflicht: Anders als etwa in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen gibt es im Saarland keine gesetzliche Pflicht, bei Neubau oder Dachsanierung eine Photovoltaikanlage zu installieren.

Kaufen, leasen oder mieten?
Wer die Investition aus Rücklagen oder über einen Kredit stemmen kann, fährt mit dem Kauf in aller Regel besser. Miet- und Paketmodelle einzelner Energieversorger sind keine Förderung, sondern ein Vertragsmodell mit eigener Kostenstruktur – rechnen Sie sie wie jedes andere Angebot durch.
Ist mein Dach geeignet?

Die wichtigsten Faktoren sind Ausrichtung, Neigung und Verschattung.
Ausrichtung: Süddächer liefern den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger, verteilen die Erzeugung aber auf Vormittag und Nachmittag – das passt oft besser zum Verbrauch und erhöht den Eigenverbrauch. Norddächer lohnen sich nur bei flacher Neigung.
Neigung: Ideal sind 30 bis 35 Grad. Flachdächer werden mit aufgeständerten Modulen belegt, was etwas mehr Fläche braucht.
Verschattung: Bäume, Schornsteine oder Gauben mindern den Ertrag. Moderne Wechselrichter mit mehreren MPP-Trackern oder Moduloptimierer können Teilverschattung teilweise ausgleichen.
Zustand des Daches: Steht in den nächsten Jahren eine Dachsanierung an, sollten Sie diese vorziehen. Eine Photovoltaikanlage bleibt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach – eine spätere Demontage kostet mehrere tausend Euro.
Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde erforderlich.
Weiterführend: Photovoltaik-Dachflächenrechner
Anmeldung und Installation

Eine Dachanlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden. Beides übernimmt in der Regel der Installateur.
Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien durchgeführt werden. Den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme muss aber ein Elektrofachbetrieb übernehmen, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist.
Der typische Ablauf:
- Beratung und Vor-Ort-Termin – Prüfung von Dach, Zählerschrank und Verbrauch
- Angebot – mit Ertragsprognose, Speicherempfehlung und allen Nebenkosten
- Netzanmeldung – durch den Installateur beim Netzbetreiber
- Montage – meist ein bis drei Tage
- Inbetriebnahme – Zählertausch durch den Messstellenbetreiber, Registrierung im Marktstammdatenregister
- Übergabe – Einweisung, Monitoring-App, Unterlagen
Planen Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme mit sechs bis zehn Wochen. Wer die aktuelle Einspeisevergütung sichern möchte, sollte deshalb bis spätestens Oktober beauftragen.

Photovoltaik-Anbieter im Saarland

Im Saarland ist eine Reihe regionaler Fachbetriebe aktiv. Die folgende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar.
Stand: September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Statt einzelne Betriebe anzufragen, können Sie über unseren kostenlosen Vergleich Angebote mehrerer geprüfter Fachbetriebe aus Ihrer Region erhalten – und die Preise direkt gegenüberstellen.
Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen
Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die mit sehr hohen Eigenverbrauchs- oder Autarkiewerten werben. Ohne Speicher sind mehr als 30 Prozent Eigenverbrauch selten, mit Speicher sind 55 bis 70 Prozent realistisch.
Wartung und Garantien
Photovoltaikanlagen sind wartungsarm. Eine regelmäßige Kontrolle über die Monitoring-App und eine Sichtprüfung alle ein bis zwei Jahre reichen in der Regel aus.
Module haben meist eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren, Wechselrichter eine Herstellergarantie von 5 bis 10 Jahren (oft verlängerbar), Speicher von 10 bis 15 Jahren. Rechnen Sie damit, dass der Wechselrichter während der Laufzeit der Anlage einmal getauscht werden muss.
Balkonkraftwerk: Die kleine Lösung für Mieter

Wer kein eigenes Dach hat, kann mit einem Balkonkraftwerk einsteigen. Erlaubt sind Wechselrichter mit bis zu 800 Watt und bis zu 2.000 Wp Modulleistung. Bis 960 Wp dürfen Sie einen normalen Schuko-Stecker nutzen, darüber ist eine spezielle Energiesteckdose nötig.
Die Anmeldung erfolgt nur noch im Marktstammdatenregister – eine Meldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr erforderlich. Mieter und Wohnungseigentümer haben seit Oktober 2024 einen gesetzlichen Anspruch auf Zustimmung.
Ein Set mit rund 800 Wp kostet 400 bis 600 Euro und spart im Saarland je nach Ausrichtung und Verbrauch etwa 100 bis 200 Euro im Jahr. Stromkunden der Stadtwerke Homburg erhalten zusätzlich 50 Euro Zuschuss.
Weiterführend: Balkonkraftwerk: Förderung und Kosten
Fazit: Jetzt klug entscheiden – und sonnig sparen

Das Saarland bietet gute Bedingungen für Photovoltaik – nicht die besten in Deutschland, aber mit rund 1.000 kWh je kWp solide Erträge. Eine Familie mit 4.500 kWh Verbrauch kommt mit einer 7-kWp-Anlage für rund 9.500 Euro auf etwa 1.000 Euro Ertrag im Jahr; mit Wärmepumpe, E-Auto und Speicher ist es das Doppelte.
Landeszuschüsse für private Anlagen gibt es nicht, dafür bundesweite Vorteile: den Nullsteuersatz, die Einkommensteuerbefreiung und den KfW-Kredit 270.
Der wichtigste Punkt ist in diesem Herbst der Zeitpunkt. Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab Januar entfallen. Wer bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich 7,70 Cent je Kilowattstunde für 20 Jahre. Bei sechs bis zehn Wochen Vorlauf heißt das: Jetzt Angebote einholen.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Photovoltaikanlage im Saarland?
Eine 10-kWp-Anlage kostet rund 10.000 bis 15.000 Euro schlüsselfertig, mit 10-kWh-Speicher 15.000 bis 23.000 Euro. Kleinere Anlagen mit 5 kWp liegen bei 7.000 bis 9.500 Euro. Durch den Nullsteuersatz fällt keine Mehrwertsteuer an.
Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Anlage im Saarland?
Rund 9.500 bis 10.500 kWh im Jahr bei guter Südausrichtung. Ost-West-Dächer liefern etwa 10 bis 15 Prozent weniger. Für eine vorsichtige Kalkulation sollten Sie mit rund 1.000 kWh je kWp rechnen.
Gibt es im Saarland Förderung für Photovoltaik?
Keine Landeszuschüsse für private Anlagen. Einzelne Stadtwerke wie Homburg und St. Ingbert zahlen ihren Stromkunden 50 Euro für Balkonkraftwerke. Unternehmen können über das Programm PV-Speicher Saar 200 Euro je kWh Speicherkapazität erhalten. Bundesweit gelten der Nullsteuersatz, die Einkommensteuerbefreiung und der KfW-Kredit 270.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?
Für Anlagen, die seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung (bis 10 kWp). Der Satz gilt 20 Jahre lang.
Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?
Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 vom 29. Juli 2026 soll die feste Vergütung für neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 durch eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung ersetzt werden. Der Entwurf ist noch kein Gesetz. Anlagen, die bis Ende 2026 in Betrieb gehen, behalten nach dem Entwurf ihre 20-jährige Vergütung.
Was bedeutet das Solarspitzengesetz für meine Anlage?
Für neue Anlagen gilt: Bei negativen Börsenstrompreisen gibt es keine Vergütung, die ausgefallenen Zeiten werden aber anteilig am Ende der Laufzeit angehängt. Ohne Smart Meter dürfen höchstens 60 Prozent der Leistung eingespeist werden. Über 7 kW ist ein Smart Meter Pflicht. Bei Anlagen mit Eigenverbrauch sind die Einbußen meist gering.
Lohnt sich ein Speicher?
Ein Speicher hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 25 auf 55 bis 70 Prozent. Er lohnt sich besonders bei hohem Abendverbrauch sowie mit Wärmepumpe oder E-Auto. Weil er 3.000 bis 7.000 Euro zusätzlich kostet, verlängert er die Amortisation in vielen Fällen etwas – dafür werden Sie unabhängiger von Strompreis und künftigen Änderungen bei der Einspeisevergütung.
Wann amortisiert sich eine PV-Anlage?
Bei heutigen Strompreisen typischerweise nach 10 bis 12 Jahren, bei hohem Eigenverbrauch auch früher. Bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erwirtschaftet die Anlage danach noch viele Jahre Überschüsse.
Darf ich die Anlage selbst montieren?
Die Modulmontage darf grundsätzlich auch von Laien übernommen werden. Den elektrischen Anschluss und die Inbetriebnahme muss aber ein im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragener Elektrofachbetrieb durchführen. Balkonkraftwerke sind ausdrücklich zur Selbstmontage vorgesehen.
Gibt es im Saarland eine Solarpflicht?
Nein. Anders als in einigen anderen Bundesländern gibt es im Saarland keine gesetzliche Pflicht, bei Neubau oder Dachsanierung eine Photovoltaikanlage zu installieren.
Mieten oder kaufen – was ist besser?
Wer die Investition aus Rücklagen oder über einen Kredit finanzieren kann, fährt mit dem Kauf meist besser: Anlage und Erträge gehören Ihnen, und Sie nutzen alle Steuervorteile. Mietmodelle sind über die Laufzeit in der Regel teurer und binden Sie oft für 15 bis 20 Jahre.
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