Die beste BU-Versicherung in wenigen Schritten
Wussten Sie, dass psychische Erkrankungen inzwischen rund 35,75 % aller Berufsunfähigkeitsfälle ausmachen? Gerade Rechtsanwälte sind durch hohe Arbeitsbelastung, Konfliktdruck und wirtschaftliche Verantwortung besonders betroffen. Gleichzeitig schützt das anwaltliche Versorgungswerk häufig nur im Extremfall – meist erst bei 100 % Berufsunfähigkeit und vollständiger Aufgabe der anwaltlichen Tätigkeit.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schließt diese Lücke. Sie zahlt in der Regel bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit des zuletzt ausgeübten Berufs (§ 172 Abs. 2 VVG). In diesem Artikel erfahren Sie, welche Tarife besonders geeignet sind, welche Klauseln entscheidend sind und wie hoch die Beiträge für Rechtsanwälte ausfallen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Rund jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig
- Häufigste Ursache laut M&M-Marktblick: psychische Erkrankungen (35,75 %)
- Die Versorgungswerke leisten meist nur bei 100 % BU und Berufsaufgabe
- Private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit
- Beiträge (30 Jahre, 3.000 € Rente bis 67) starten ab ca. 78 bis 91 € monatlich
- Wichtige Klauseln: Verzicht auf abstrakte Verweisung, AU-Klausel, Umorganisationsverzicht
- Karrieregarantien bis 7.500–10.000 € Rente ohne eine neue Gesundheitsprüfung möglich
Warum Rechtsanwälte eine eigene BU-Strategie benötigen
Rechtsanwälte zählen zu den verkammerten Berufen mit Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk. Das ersetzt die gesetzliche Rentenversicherung – aber nicht die private BU.
Die typischen Risiken im Anwaltsberuf
- Dauerhafte psychische Belastung (Burnout, Depressionen)
- Lange Arbeitszeiten (60+ Stunden/Woche)
- Bildschirm- und Sitzbelastung (Rücken, Bandscheiben)
- Wirtschaftliche Verantwortung bei Kanzlei-Inhabern
Gerade bei einem Einkommen von 100.000 € und mehr entsteht in einem Leistungsfall sehr schnell eine erhebliche Versorgungslücke.
Versorgungswerk vs. private BU – der zentrale Unterschied
Das Versorgungswerk bietet eine Grundabsicherung, stellt aber hohe Leistungsvoraussetzungen. Die Leistungswahrscheinlichkeit im Versorgungswerk liegt unter 1 % der Mitglieder. Das zeigt, wie hoch die Hürden tatsächlich sind. Eine private BU sichert im direkten Vergleich dazu früher ab und schützt den konkret ausgeübten Beruf – unabhängig von Zulassung oder Berufsaufgabe.
Unsere Einordnung:
Das Versorgungswerk schützt die Versicherten primär vor vollständiger Erwerbsunfähigkeit. Für eine realistische Einkommenssicherung im Fall einer teilweisen Berufsunfähigkeit ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Rechtsanwälte in der Regel unverzichtbar.
Wichtige Klauseln für Rechtsanwälte 2026 – darauf kommt es im Vergleich an

Für Rechtsanwälte ist die Vertragsqualität entscheidend. Gerade bei einem hohen Einkommen und Kanzleiverantwortung können kleine Klauselunterschiede schon große Auswirkungen haben.
1. Verzicht auf die abstrakte Verweisung
Ein hochwertiger Tarif verzichtet darauf, Sie auf eine andere theoretisch mögliche Tätigkeit zu verweisen.
Beispiel: Ein Prozessanwalt darf nicht auf eine interne Compliance-Tätigkeit verwiesen werden, wenn er seinen konkreten Beruf nicht mehr ausüben kann.
Moderne Tarife enthalten den Verzicht auf die abstrakte Verweisung standardmäßig – prüfen Sie dennoch die genaue Formulierung.
2. Umorganisationsklausel (für Kanzleiinhaber)
Selbstständige Rechtsanwälte sollten darauf achten, dass:
- Keine unangemessene Umstrukturierung der Kanzlei verlangt wird
- Kein Praxisverkauf oder drastischer Personalumbau gefordert wird
- Die wirtschaftliche Zumutbarkeit klar geregelt ist
Gute BU-Tarife begrenzen diese Prüfungen deutlich.
3. Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel)
Eine AU-Klausel ermöglicht Leistungen bereits bei längerer Krankschreibung (z. B. 6 Monate), ohne dass die vollständige BU-Prüfung abgeschlossen sein muss.
Gerade bei psychischen Erkrankungen – häufigste Ursache mit 35,75 % – kann das finanzielle Sicherheit schaffen.
Weiterführend: Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depression – Leistung, Anerkennung & Abschluss
4. Karriere- oder Einkommensgarantie
Rechtsanwälte steigern ihr Einkommen oft deutlich:
- Vom Associate zum Partner
- Bei einem Kanzleiwechsel
- Nach Fachanwaltsqualifikation
Viele Versicherungs-Anbieter ermöglichen Rentenerhöhungen bis 7.500 bis 10.000 € ohne eine erneute Gesundheitsprüfung.
Übersicht zentraler Klauseln
Gerade bei juristischen Berufen können kleine Vertragsdetails über die Leistung entscheiden. Wer als Anwalt absichert, sollte die Bedingungen mindestens so gründlich prüfen wie einen Mandantenvertrag.
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Rechtsanwälte?

Rechtsanwälte gehören in der Regel zu den günstigen Berufsgruppen der BU-Kalkulation. Dennoch steigen Beiträge mit Alter und Rentenhöhe.
Weiterführend: Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten: Was eine BU wirklich kostet
Beispielbeiträge (bis 67 Jahre Laufzeit)
Beispielwerte für Nichtraucher ohne Vorerkrankungen, kaufmännische/juristische Tätigkeit, Laufzeit bis 67 Jahre, ohne Zuschläge oder Ausschlüsse. Beiträge variieren je nach Anbieter, Tarif, Dynamik und Gesundheitszustand.
Einflussfaktoren auf den Beitrag
- Eintrittsalter
- Rentenhöhe
- Gesundheitszustand
- Laufzeit (65 oder 67 Jahre)
- Selbstständig vs. angestellt
Wichtiger Hinweis: Ein früher Abschluss der Versicherung – idealerweise bereits im Referendariat – kann Ihre Beiträge langfristig deutlich senken.
Weiterführend: Berufsunfähigkeitsversicherung Rechner: Beitrag & Absicherung richtig berechnen
Unsere Meinung:
Für Rechtsanwälte ist die BU weniger eine Kostenfrage als eine Einkommenssicherung. Hohe Honorare bedeuten im Leistungsfall auch hohe Versorgungslücken.
Beste Anbieter im Vergleich – welche BU-Tarife sind für Rechtsanwälte geeignet?

Mehrere Versicherer bieten leistungsstarke Tarife für verkammerte Berufe wie Rechtsanwälte an. Entscheidend sind dabei nicht nur günstige Beiträge, sondern vor allem klare Leistungsdefinitionen und starke Karriereoptionen.
Vergleich ausgewählter Anbieter
Beispielwerte für Nichtraucher ohne Vorerkrankungen, juristische Tätigkeit (Büro), Laufzeit bis 67 Jahre. Beiträge variieren je nach Tarif, Gesundheitszustand, Dynamik und Vertragsdetails.
Die konkreten Regelungen zu Nachversicherung, zu den Karriereoption und zur Anrechnung externer Versorgungen ergeben sich ausschließlich aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen.
Besonderheit: Anrechnung des Versorgungswerks
Einige Versicherer berücksichtigen Leistungen aus dem anwaltlichen Versorgungswerk bei der Rentenhöhe. Andere verzichten darauf vollständig oder teilweise.
Für Rechtsanwälte ist dieser Punkt besonders wichtig, da das Versorgungswerk oft erst bei 100 % Berufsunfähigkeit leistet .
Angestellt vs. selbstständig
Je nach Karrierestufe unterscheiden sich die entscheidenden Vertragsdetails erheblich – die optimale BU für Referendare sieht anders aus als für Kanzleiinhaber. Gerade bei Kanzleiinhabern sollten die Rentenhöhen auch die laufenden Kanzleikosten berücksichtigen.
Fazit: Berufsunfähigkeitsversicherung für Rechtsanwälte – Versorgungswerk reicht selten aus

Rechtsanwälte verfügen über ein eigenes Versorgungswerk – doch dieses leistet in der Regel nur bei vollständiger Berufsunfähigkeit und Aufgabe der Tätigkeit.
Eine private BU bietet:
- Leistung bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit
- Schutz bei psychischen Erkrankungen (häufigste Ursache mit 35,75 %)
- Individuell wählbare Rentenhöhen
- Steuerlich günstigere Behandlung (nur Ertragsanteil)
Gerade bei einem hohen Einkommen kann die Versorgungslücke sehr schnell mehrere Tausend Euro monatlich betragen.
Ihr nächster Schritt:
Ein strukturierter Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Rechtsanwälte hilft, Anbieter, Klauseln und Karriereoptionen transparent gegenüberzustellen – abgestimmt auf Status, Einkommen und Kanzleistruktur.
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Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte im Vergleich
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Häufig gestellte Fragen
Brauche ich trotz Versorgungswerk eine BU?
In vielen Fällen ja. Das Versorgungswerk leistet häufig nur bei 100 % Berufsunfähigkeit.
Zahlt die BU auch bei Burnout?
Ja, sofern keine Ausschlüsse vereinbart wurden. Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit.
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Empfohlen werden 60 bis 80 % des Nettoeinkommens. Bei Selbstständigen sollten auch die Kanzleikosten berücksichtigt werden.
Kann ich die Rente später erhöhen?
Ja, über die Karriere- oder Nachversicherungsgarantien – oft ohne eine neue Gesundheitsprüfung.
Sind die BU-Beiträge steuerlich absetzbar?
Ja, im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Die spätere BU-Rente wird nur mit dem Ertragsanteil versteuert.











