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Wärmepumpen-Anbieter in Bremen im Vergleich

Unsere Experten vergleichen für Sie alle Angebote und Anbieter in Bremen. In nur wenigen Minuten erhalten Sie eine fachkundige Beratung und maßgeschneiderte Angebote für Ihre Wärmepumpe.

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In wenigen Schritten zur Wärmepumpe in Bremen und Umgebung

Wussten Sie, dass Bremen sein eigenes Förderprogramm für den Heizungstausch bereits im August 2025 eingestellt hat – viele Ratgeber es aber immer noch mit konkreten Prozentzahlen bewerben? Wer in Bremen auf eine Wärmepumpe umsteigt, holt sich das Geld praktisch vollständig vom Bund und ergänzt es mit zinsgünstigen Darlehen der Bremer Aufbau-Bank.

Dieser Vergleich zeigt Ihnen, was eine Wärmepumpe in Bremen realistisch kostet, welche Förderung nach der Reform vom Juli 2026 tatsächlich möglich ist – und warum die Bremer Wärmeplanung mit ihren drei Zonen darüber entscheidet, ob für Ihr Haus die Wärmepumpe oder Fernwärme die bessere Wahl ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wärmepumpe kostet in Bremen vor Förderung 20.000–35.000 € (Luft-Wasser) bzw. 35.000–55.000 € (Erdwärme oder Grundwasser mit Bohrung). Auf Wärmepumpen fallen 19 % Mehrwertsteuer an.
  • Die Bundesförderung wurde am 21. Juli 2026 reformiert: über KfW Programm 458 bis zu 80 %, bei auf 28.000 € gesenkten förderfähigen Kosten. Für Durchschnittsverdiener sind 46 % realistisch.
  • Das Bremer Förderprogramm Heizungstausch ist seit dem 31. August 2025 geschlossen. Ein neues Kreditprogramm der Bremer Aufbau-Bank ist für Herbst 2026 angekündigt, aber noch nicht beantragbar.
  • Die kommunale Wärmeplanung greift in Bremen zum 30. Juni 2026. Die Stadt ist in drei Zonen unterteilt; rund 36 % des Wärmebedarfs sollen künftig über Netze gedeckt werden. Der Wärmeplan ist für Eigentümer nicht rechtsverbindlich.
  • Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist seit dem 29. Juli 2026 in Kraft und hat die 65-%-Erneuerbaren-Pflicht ersatzlos gestrichen – nur wenige Wochen nachdem sie in Bremen mit der Wärmeplanung gegriffen hätte.
  • Vorsicht bei Fernwärme: Die swb-Tarife arbeiten mit hohen Leistungspreisen, die unabhängig vom Verbrauch anfallen. Bei gut gedämmten Häusern kann Fernwärme dadurch teurer werden als eine Wärmepumpe.
  • Seit dem 1. Januar 2026 sind nur noch Luft-Wasser-Wärmepumpen förderfähig, deren Außengerät mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegt.

Was eine Wärmepumpe in Bremen kostet

Die Preise sind seit 2024 deutlich gefallen. Die folgende Übersicht zeigt die realistischen Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus – inklusive der Positionen, die in vielen Angeboten fehlen.

KostenpositionLuft-Wasser-WPSole-Wasser-WP (Erdwärme)
Wärmepumpen-Gerät10.000 – 16.000 €12.000 – 18.000 €
Warmwasser-/Pufferspeicher2.500 – 4.500 €2.500 – 4.500 €
Erschließung (Bohrung/Kollektor)Im Gerät inkludiert10.000 – 25.000 €
Montage & Hydraulik5.000 – 8.000 €6.000 – 9.000 €
Elektroanschluss & Zählerschrank2.000 – 5.000 €2.000 – 5.000 €
Gesamtkosten vor Förderung20.000 – 35.000 €35.000 – 55.000 €

Wichtiger Hinweis zu Luft-Luft-Wärmepumpen: Diese Geräte werden gelegentlich als günstige Alternative angeboten. Sie liefern jedoch kein Warmwasser und speisen nicht in ein wassergeführtes Heizsystem ein – deshalb sind sie über die BEG nicht förderfähig. Wer eine Förderung anstrebt, kommt an einer Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe nicht vorbei.

Achtung Elektroanschluss: In rund 35 % aller Angebote fehlt diese Position, weil der Elektromeister separat beauftragt werden muss. Gerade im Bremer Altbau ist der Zählerschrank häufig nicht auf dem Stand des § 14a EnWG – das kann die Kosten unbemerkt um bis zu 5.000 € erhöhen.

Laufende Betriebskosten

Wärmepumpen-TypRealistische JAZ (Feldwerte)Jährliche Stromkosten (EFH)Wartung
Luft-Wasser-Wärmepumpe3,1 – 3,71.030 – 1.430 €200 – 400 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe3,9 – 4,3900 – 1.250 €200 – 400 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe4,0 – 4,5800 – 1.100 €200 – 400 €

Herstellerangaben zur Jahresarbeitszahl liegen häufig deutlich über den Werten, die im realen Betrieb erreicht werden. Für die Förderung ist eine rechnerische JAZ von mindestens 3,0 erforderlich.

Praxisbeispiel aus Bremen:

  • In einem sanierten Einfamilienhaus mit 260 m² Wohnfläche sank der Heizenergieverbrauch nach der Modernisierung von 60.000 auf 23.000 kWh pro Jahr.
  • Die Wärmepumpe erreichte dabei eine Jahresarbeitszahl von rund 4 – ein Wert, der zeigt, was bei guter Vorplanung möglich ist.

swb thermo proNatur: der lokale Stromtarif

Der Bremer Energieversorger swb bietet mit thermo proNatur einen speziellen Wärmepumpentarif an. Voraussetzung ist ein separater Stromzähler, damit der Wärmepumpenstrom getrennt erfasst wird. Kalkulieren Sie die Kosten für den zweiten Zähler im Angebot mit ein – und vergleichen Sie den Tarif mit den Alternativen über § 14a EnWG (siehe unten).

Weiterführend: Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe? | Was kostet eine Wärmepumpe?

Förderung in Bremen: Was noch gilt und was nicht

Förderung in Bremen: Was noch gilt und was nicht
Bild: Checkfox.de

Das Bremer Landesprogramm ist geschlossen

Das Förderprogramm Heizungstausch der Bremer Aufbau-Bank (BAB), Teil des Bremer Klimaschutzfonds, nimmt seit dem 31. August 2025 keine neuen Anträge mehr an. Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft weist es offiziell als eingestellt aus. Hintergrund: Nachdem der Bund seine Förderung deutlich aufgestockt hatte, hat Bremen – wie die meisten Bundesländer – die eigenen Zuschüsse zurückgezogen, um Doppelförderungen zu vermeiden.

Wer bis zum 31.08.2025 einen Antrag eingereicht hat, wendet sich weiterhin an den Projektträger.

InstrumentStatus 2026Leistung
BAB Förderprogramm HeizungstauschGeschlossen seit 31.08.2025Keine Neuanträge möglich
Neues BAB-KreditprogrammFür Herbst 2026 angekündigtNoch nicht beantragbar – Stand regelmäßig prüfen
Bremer Modernisierungsförderung (BAB)AktivZinsgünstige Darlehen, vorrangig für einkommensschwächere Haushalte und Familien; deckt den Eigenanteil nach Bundesförderung
swb thermo proNaturAktivWärmepumpen-Stromtarif; separater Zähler erforderlich
Bremer Energie-KonsensAktivKostenlose, anbieterneutrale Energieberatung

Bundesförderung nach der Reform vom 21. Juli 2026

FördermodulHöheVoraussetzung
Grundförderung30 %Jeder Eigentümer beim Tausch einer fossilen Heizung im Bestandsgebäude
Klimageschwindigkeits-Bonus+16 %Funktionstüchtige Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung bzw. Gas-/Biomasseheizung ab 20 Jahren. Nur Selbstnutzer
Einkommens-Bonus (Stufe 1)+40 %Zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 30.000 €. Nur Selbstnutzer
Einkommens-Bonus (Stufe 2)+30 %zvE 30.001 – 40.000 €. Nur Selbstnutzer
Einkommens-Bonus (Stufe 3)+10 %zvE 40.001 – 50.000 €. Nur Selbstnutzer
Familienzuschlag−10.000 € auf zvEMindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt
Effizienz-BonusEntfallenDer frühere 5-%-Bonus für natürliche Kältemittel wurde ersatzlos gestrichen
Maximale Förderquote80 %Gedeckelt bei 22.400 € (80 % von 28.000 € förderfähiger Kosten)

Rechenbeispiel Reihenhaus in Findorff:

  • Durchschnittsverdiener ohne Einkommensbonus erhält 30 % + 16 % = 46 % auf 28.000 € = 12.880 €.
  • Bei einer Anlage für 32.000 € bleibt ein Eigenanteil von 19.120 €.

Rechenbeispiel Familie in Bremerhaven:

  • 35.000 € zu versteuerndes Einkommen, ein Kind → Familienzuschlag zieht 10.000 € ab, maßgeblich sind 25.000 € → Einkommensbonus Stufe 1.
  • Rechnerisch 30 % + 16 % + 40 % = 86 %, gedeckelt auf 80 % = 22.400 €. Eigenanteil: 9.600 €.

Wichtig zum Verfahren:

  • Der Antrag muss vor Vertragsabschluss über das KfW-Kundenportal gestellt werden. Erforderlich ist ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Förderbedingung.
  • Die Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellt das Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte. Ohne BzA-ID kein Antrag.
  • Nach der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit für Installation und Inbetriebnahme.
  • Ab dem 1. Februar 2027 sinken die förderfähigen Kosten halbjährlich um 750 €, der Klimageschwindigkeitsbonus um 4 Prozentpunkte.

Weiterführend: Alles zur Wärmepumpen-Förderung | KfW-Förderung Wärmepumpe im Detail

Wärmeplanung Bremen: Wärmepumpe oder Fernwärme?

Wärmeplanung Bremen: Wärmepumpe oder Fernwärme?
Bild: Checkfox.de

Bremen muss seine kommunale Wärmeplanung bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. Der Entwurf liegt seit Oktober 2025 vor. Für Eigentümer ist das die wichtigste Orientierungshilfe – aber kein Zwang.

Die drei Zonen

ZoneWas geplant istEmpfehlung
Wärmenetzgebieteswb bzw. enercity (Bremen-Nord) planen den Netzausbau – u. a. Innenstadt, Bremen-West und Bremen-NordAnschlussmöglichkeit und Zeitplan prüfen; Leistungspreise gegenrechnen
PrüfgebieteNoch offen, ob ein Netz wirtschaftlich darstellbar istNicht auf Klärung warten – Wärmepumpe ist die sichere Option
WärmepumpengebieteKein Netzausbau vorgesehen; dezentrale Lösungen im FokusWärmepumpe ist technologisch und wirtschaftlich erste Wahl

Insgesamt sollen künftig rund 36 Prozent des Bremer Wärmebedarfs über Netze gedeckt werden – die Mehrheit der Gebäude bleibt also auf dezentrale Lösungen angewiesen.

Warum Warten selten sinnvoll ist

Der Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument. Er ist für Eigentümer nicht rechtsverbindlich, begründet keinen Anspruch auf einen Netzanschluss und sagt nichts darüber aus, wann eine Leitung tatsächlich vor Ihrem Haus liegt. Wer wartet, verliert dagegen Förderung: Ab Februar 2027 sinken die Fördersätze halbjährlich.

Die Fernwärme-Kostenfalle

Die swb-Tarife arbeiten seit 2025 mit deutlich höheren Leistungspreisen. Diese fallen unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch an und decken die Investitionskosten des Netzausbaus. Für gut gedämmte Gebäude mit geringem Wärmebedarf kann das bedeuten: hohe Fixkosten bei niedrigem Verbrauch – und damit eine schlechtere Bilanz als bei einer Wärmepumpe. Rechnen Sie beide Optionen über 20 Jahre durch, bevor Sie sich festlegen.

Rechtslage: Was das GModG für Bremen bedeutet

Rechtslage: Was das GModG für Bremen bedeutet
Bild: Checkfox.de

Das Gebäudemodernisierungsgesetz passierte am 10. Juli 2026 Bundestag und Bundesrat, wurde am 28. Juli verkündet und gilt seit dem 29. Juli 2026.

Für Bremen ist die Chronologie bemerkenswert: Mit der Wärmeplanung zum 30. Juni 2026 hätte nach altem Gebäudeenergiegesetz ab dem 1. Juli die 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht gegriffen. Viele Ratgeber und Anbieter haben genau das kommuniziert. Vier Wochen später hat das GModG diese Pflicht bundesweit ersatzlos gestrichen.

Was jetzt gilt:

  • Sie dürfen beim Heizungstausch wieder technologieoffen wählen – auch eine neue Gasheizung ist bundesrechtlich zulässig.
  • Bio-Treppe (§ 43 GModG): Neue Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen müssen ab 2029 einen steigenden Anteil klimaneutraler Brennstoffe einsetzen – 10 % ab 2029, ansteigend auf 60 % bis 2040.
  • Grüngas-/Grünheizölquote (§ 42a): Ab 2028 verpflichtend für Inverkehrbringer.
  • CO₂-Preis: 2026 im Korridor 55–65 €/t, ab 2027 löst der EU-ETS 2 das nationale System ab.

Landesrechtlicher Vorbehalt

Das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz (BremKEG) enthält eigene Klimaziele – unter anderem sollen die CO₂-Emissionen im Haushaltssektor bis 2030 um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 sinken.

Ob daraus eine eigenständige, vom Bundesrecht unabhängige Anforderung an neue Heizungen folgt, sollten Sie im Einzelfall mit der zuständigen Behörde oder einer Energieberatung klären. Grundsatz: Wo sich Bundes- und Landesrecht überschneiden, gilt die strengere Vorgabe.

Weiterführend: Gasheizungsverbot gekippt: Was das GModG bedeutet | Heizungsgesetz 2026

Bremer Besonderheiten bei der Planung

Bremer Besonderheiten bei der Planung
Bild: Checkfox.de

1. Das Bremer Haus: Aufstellung und Schallschutz

Der für Bremen typische schmale Reihenhaustyp mit kleinem Hinterhof macht die Platzierung der Außeneinheit zum zentralen Planungsthema – wichtiger als in fast jeder anderen deutschen Stadt.

Die Abstandsfrage: Wärmepumpen sind in Bremen abstandsflächenrechtlich privilegiert – der formale Grenzabstand für Außengeräte beträgt 0 Meter. Das bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass keine Regeln gelten:

  • Nach TA Lärm gelten im allgemeinen Wohngebiet 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts, im reinen Wohngebiet 50 bzw. 35 dB(A).
  • Seit dem 1. Januar 2026 sind nur noch Geräte förderfähig, deren Schallleistungspegel mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegt.

Faustformel: Eine Verdopplung des Abstands senkt den Pegel um rund 6 dB(A). In engen Höfen können Reflexionen ihn dagegen um bis zu 6 dB erhöhen. Vermeiden Sie Nischen und Vordächer und fordern Sie eine schriftliche Schallprognose für Ihren konkreten Aufstellort.

Weiterführend: Wie laut ist eine Wärmepumpe?

2. Marschboden und Grundwasser

Große Teile Bremens liegen in der Marsch mit hohem Grundwasserstand. Für Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen bedeutet das: Bohrungen sind wasserrechtlich genehmigungspflichtig und nicht überall zulässig.

Klären Sie die Machbarkeit vorab mit der zuständigen Wasserbehörde. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist dagegen genehmigungsfrei und in Bremen der Regelfall.

3. Altbau: die Vorlauftemperatur entscheidet

Ob eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, hängt nicht am Baujahr, sondern an der benötigten Vorlauftemperatur. Drei Hebel senken sie wirksam:

  • Größere Heizflächen: Einzelne zu klein dimensionierte Heizkörper gegen Typ-22- oder Typ-33-Modelle tauschen (ca. 500–1.000 € pro Stück).
  • Dämmung der obersten Geschossdecke: Oft unter 2.000 € mit spürbarem Effekt auf die Heizlast.
  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B: Ohnehin Fördervoraussetzung, spart bis zu 15 % Heizkosten.

Weiterführend: Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung

4. Bremerhaven

Bremerhaven gehört zum Land Bremen, hat aber eine eigene Wärmeplanung und eigene Versorgerstrukturen. Prüfen Sie die Zuständigkeiten und Netzgebiete für Ihren Standort separat.

R290 als Standard: Worauf Sie beim Gerät achten müssen

R290 als Standard: Worauf Sie beim Gerät achten müssen
Bild: Checkfox.de

Beim technischen Vergleich entscheidet das Kältemittel. Der Förderbonus für natürliche Kältemittel ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen – die technischen Argumente für R290 (Propan) bleiben:

  • GWP-Wert 3 gegenüber 675 bei R32; keine Restriktionen durch die EU-F-Gas-Verordnung, während R32 ab 2027 einem Phase-out unterliegt.
  • Vorlauftemperaturen bis 75 °C. Für den Bremer Altbau mit klassischen Heizkörpern der entscheidende Punkt: Ein Heizkörpertausch wird in vielen Fällen überflüssig.
  • Kalkulierbare Wartungskosten. Synthetische Kältemittel werden durch Quotenregelungen knapper und teurer.

Zur Wartung:

Moderne Heimwärmepumpen sind hermetisch geschlossene Systeme mit typischerweise 1 bis 3 Kilogramm Kältemittel. Die Dichtheitsprüfpflichten der F-Gas-Verordnung bemessen sich nach dem CO₂-Äquivalent der Füllmenge und greifen bei üblichen Einfamilienhaus-Anlagen nicht.

Bei R290 als natürlichem Kältemittel ist die Verordnung ohnehin nicht anwendbar. Eine jährliche Inspektion durch den Fachbetrieb (200–400 €) empfiehlt sich dennoch – viele Hersteller machen sie zur Garantiebedingung.

Stromkosten senken: § 14a EnWG

Stromkosten senken: § 14a EnWG
Bild: Checkfox.de

Der größte Hebel bei den Betriebskosten ist nicht der Grundversorgertarif, sondern § 14a EnWG. Wer seine Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung anmeldet, erhält reduzierte Netzentgelte:

  • Modul 1 – pauschale Reduzierung: Fester Abschlag auf das Netzentgelt.
  • Modul 2 – prozentuale Reduzierung: Rabatt auf den Arbeitspreis, sinnvoll bei hohem Verbrauch.
  • Modul 3 – zeitvariable Netzentgelte: In Kombination mit einem dynamischen Stromtarif der wirtschaftlichste Weg, erfordert ein intelligentes Messsystem.

Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Leistung in Ausnahmesituationen kurzzeitig drosseln – auf ein Niveau, das den Heizbetrieb nicht gefährdet. Achten Sie im Angebot darauf, dass die Wärmepumpe § 14a-fähig ist und der Fachbetrieb die Anmeldung übernimmt.

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Bremer Gebäude?

Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Bremer Gebäude?
Bild: Checkfox.de
TypVorteileNachteileIn Bremen geeignet für
Luft-Wasser-WärmepumpeGünstige Anschaffung, keine Bohrung, genehmigungsfreiWirkungsgrad wetterabhängig; Schallschutz im Hinterhof kritischDer Regelfall – Bremer Häuser, Reihenhäuser, Doppelhaushälften
Sole-Wasser-WärmepumpeHoher, konstanter Wirkungsgrad; keine Außeneinheit – Vorteil bei SchallproblemenBohrung nötig, genehmigungspflichtig, hohe ErschließungskostenGrundstücke mit ausreichend Fläche außerhalb der Marschlagen
Wasser-Wasser-WärmepumpeHöchste Effizienz, niedrigste BetriebskostenWasserrechtliche Genehmigung erforderlich; in Marschlagen oft problematischNur nach Prüfung durch die Wasserbehörde
Luft-Luft-WärmepumpeNiedrige AnschaffungskostenNicht förderfähig; kein Warmwasser, kein wassergeführtes SystemAllenfalls als Ergänzung, nicht als Heizungsersatz

Was ein seriöses Angebot enthalten muss

Was ein seriöses Angebot enthalten muss
Bild: Checkfox.de
PositionWarum unverzichtbar
Heizlastberechnung nach DIN EN 12831Basis für die Dimensionierung; ohne sie droht Überdimensionierung und Taktbetrieb
KältemittelangabeR290 sichert Vorlauftemperatur und Zukunftssicherheit; R32 läuft ab 2027 aus
Elektroanschluss und ZählerschrankIm Bremer Altbau häufig veraltet – bis zu 5.000 € Nachtragsrisiko
Hydraulischer Abgleich nach Verfahren BPflichtvoraussetzung für die KfW-Förderung; spart bis zu 15 % Heizkosten
Schallprognose für den AufstellortIm Bremer Hinterhof entscheidend; Fördervoraussetzung seit 2026
Zweiter Zähler bei swb-WärmepumpentarifVoraussetzung für thermo proNatur – Kosten im Angebot ausweisen lassen
§-14a-EnWG-Fähigkeit und AnmeldungVoraussetzung für reduzierte Netzentgelte
Bestätigung zum Antrag (BzA)Ohne BzA-ID kein Förderantrag möglich

Unser Tipp:

  • Jede Position, die als „bauseits" ausgewiesen wird, ist eine potenzielle Kostenfalle.
  • Holen Sie mindestens drei Angebote ein – die Preisunterschiede betragen bis zu 30 %.

Fazit: Wärmepumpe in Bremen – worauf es ankommt

Fazit: Wärmepumpe in Bremen – worauf es ankommt
Bild: Checkfox.de

Bremen bietet gute Voraussetzungen: Die Gerätepreise sind gefallen, die Bundesförderung erreicht bis zu 80 Prozent, und Wärmepumpen sind abstandsflächenrechtlich privilegiert. Der Landeszuschuss fehlt seit August 2025 – dafür lassen sich über die Bremer Aufbau-Bank zinsgünstige Darlehen für den Eigenanteil nutzen.

Die entscheidende Bremer Frage lautet: Wärmepumpe oder Fernwärme? Da nur rund 36 Prozent des Wärmebedarfs künftig über Netze gedeckt werden sollen – und die swb-Leistungspreise gerade gut gedämmte Häuser belasten – ist die Wärmepumpe für die Mehrheit der Bremer Eigentümer die wirtschaftlichere Lösung.

Planen Sie in dieser Reihenfolge:

  1. Zone im Wärmeplan prüfen – Netzgebiet, Prüfgebiet oder Wärmepumpengebiet?
  2. Aufstellort und Schallprognose klären – im Bremer Haus das kritischste Thema.
  3. Fachbetrieb beauftragen und BzA erstellen lassen.
  4. KfW-Antrag stellen – zwingend vor Vertragsabschluss.
  5. BAB-Darlehen für den Eigenanteil prüfen; neues Kreditprogramm ab Herbst 2026 im Blick behalten.

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es in Bremen noch eine Landesförderung für Wärmepumpen?

Nein. Das Förderprogramm Heizungstausch der Bremer Aufbau-Bank ist seit dem 31. August 2025 geschlossen und nimmt keine neuen Anträge mehr an. Ein neues BAB-Kreditprogramm ist für Herbst 2026 angekündigt, aktuell aber noch nicht beantragbar. Aktiv ist die Bremer Modernisierungsförderung als zinsgünstiges Darlehen.

Wie hoch ist die Förderung insgesamt?

Über KfW Programm 458 sind bis zu 80 % der förderfähigen Kosten möglich, maximal 22.400 € (80 % von 28.000 €). Diese Höchstquote erreichen nur selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Einkommen von höchstens 30.000 €. Für Durchschnittsverdiener ohne Einkommensbonus sind 46 % realistisch.

Was kostet eine Wärmepumpe in Bremen?

Vor Förderung liegen die Gesamtkosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus bei 20.000 bis 35.000 €, für Erdwärme oder Grundwasser mit Bohrung bei 35.000 bis 55.000 €. Nach Abzug der Bundesförderung bleibt für einen Durchschnittsverdiener ein Eigenanteil von rund 19.000 €.

Muss ich auf den Bremer Wärmeplan warten?

Nein. Bremen legt die Wärmeplanung bis zum 30. Juni 2026 vor, aber sie ist für Eigentümer nicht rechtsverbindlich und begründet keinen Anspruch auf einen Netzanschluss. Wer wartet, verliert Förderung – ab Februar 2027 sinken die Fördersätze halbjährlich. Prüfen Sie lediglich, in welcher der drei Zonen Ihr Haus liegt.

Lohnt sich Fernwärme statt Wärmepumpe?

Das hängt von Ihrem Gebäude ab. Die swb-Tarife arbeiten seit 2025 mit hohen Leistungspreisen, die unabhängig vom Verbrauch anfallen. Bei gut gedämmten Häusern mit geringem Wärmebedarf führt das zu hohen Fixkosten – die Wärmepumpe schneidet dann meist besser ab. Rechnen Sie beide Optionen über 20 Jahre durch.

Wie viel Abstand muss ich zum Nachbarn einhalten?

Wärmepumpen sind in Bremen abstandsflächenrechtlich privilegiert – der formale Grenzabstand beträgt 0 Meter. Maßgeblich bleiben aber die TA-Lärm-Grenzwerte: im allgemeinen Wohngebiet 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts. Gerade im engen Bremer Hinterhof entscheidet die Schallprognose über die Genehmigungsfähigkeit.

Gilt in Bremen noch die 65-Prozent-Regel?

Bundesrechtlich nicht mehr. Das GModG hat die 65-Prozent-Pflicht am 29. Juli 2026 ersatzlos gestrichen – nur wenige Wochen nachdem sie mit der Bremer Wärmeplanung gegriffen hätte. Ob das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz eigene Anforderungen an neue Heizungen stellt, sollten Sie im Einzelfall mit der zuständigen Behörde klären.

Ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe förderfähig?

Nein. Luft-Luft-Wärmepumpen liefern kein Warmwasser und speisen nicht in ein wassergeführtes Heizsystem ein. Sie sind über die BEG nicht förderfähig. Wer Förderung will, braucht eine Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe.

Brauche ich einen zweiten Stromzähler?

Wenn Sie den swb-Tarif thermo proNatur nutzen möchten, ja. Der Wärmepumpenstrom muss dann getrennt erfasst und abgerechnet werden. Lassen Sie sich die Kosten für den zweiten Zähler im Angebot ausweisen und vergleichen Sie mit den Optionen nach § 14a EnWG.

Wie lange habe ich nach der Förderzusage Zeit?

36 Monate. Die Wärmepumpe muss innerhalb von drei Jahren nach der Zusage installiert und in Betrieb genommen sein. Danach reichen Sie die Bestätigung nach Durchführung und die Rechnungen ein.

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Quellenverweise